Abfall richtig zu trennen, ist wichtig, denn Müll ist nicht gleich Müll. Manche Abfälle sind wertvolle Rohstoffe, die effektiv genutzt werden können. Das schont zugleich natürliche Materialien. Doch wie sieht eine sinnvolle Mülltrennung aus? News.de klärt auf.
Auf der Seite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit heißt es, dass bis 2020 eine «hochwertige und weitestgehende Verwertung zumindest der Siedlungsabfälle erreicht werden soll.» Dafür werden in Deutschland Abfälle in bestimmte Gruppen eingeteilt und demenstprechend sortiert.
«Je sortenreiner man den Abfall trennt, umso besser. Batterien, Farben, Lacke oder alte Elektrogeräte gehören auf keinen Fall in den Hausmüll», so das Ministerium. Wie Müll richtig getrennt wird, erklärt Benjamin Bongardt vom Naturschutzbundes Deutschland (Nabu):
Papier: Ist Papier durch Lebensmittel oder Farbe verschmutzt, ist es nicht mehr recycelbar und muss in den Restmüll. Spuren von Erde machen aber nichts aus - ab in die Papiertonne damit.
Glasflaschen, Plastikbecher, Tetrapack: «Löffelrein» sollten Joghurtbecher, Milchtüten und Saftflaschen sein, wenn sie in die gelbe Tonne kommen. Sie extra mit Wasser auszuspülen, verschlechtert die Umweltbilanz wieder.
Korken: Was viele nicht wissen: Das Recycling von Flaschenkorken lohnt sich. Sie können zu Dämmstoffen weiterverarbeitet werden. Die Abgabeorte finden sich im Internet.
Batterien: Batterien müssen recycelt werden. Die grünen Boxen stehen in jedem Geschäft, das Batterien verkauft - in Supermärkten oft an der Kasse. Für große Mietshäuser lohnt es sich, eine Box zu bestellen. Das geht auch online. Aber: Ein Bewohner muss sich dafür verantwortlich fühlen und den Behälter regelmäßig leeren.
Glühbirnen: Energiesparlampen müssen gesondert so gesammelt werden, dass sie nicht zu Bruch gehen. Dann kommen sie zum Recyclinghof. Herkömmliche Glühbirnen dürfen in den Restmüll.
Elektrogeräte, Handys: Händler nehmen diese beim Kauf neuer Geräte oft zurück. Handys daher immer in das Geschäft mitnehmen, Waschmaschinen und andere weiße Ware den Lieferanten nach Absprache mitgeben.
CDs: Alte Musik-CDs und DVDs nehmen Wertstoffhöfe an, heikle Daten-CDs dürfen zerbrochen oder zerkratzt in die gelbe Tonne.
Kleidung, Schuhe: Tragbare Kleidung und auch nicht mehr tragbare Lumpen kommen in den Altkleider-Container. Denn laut Bongardt ist Kleiderrecycling derzeit nur auf diese Weise möglich. Die Stücke werden von den Hilfsorganisationen gesichtet, Kaputtes wird entsorgt.
Möbel: Noch brauchbare Möbel können statt in den Sperrmüll an Sozialdienste gehen. Diese reparieren die Stücke und geben sie an Bedürftige ab.
rzf/sis/news.de/dpa
Da wird man zum Messi. Ich stell mir vor, in einer 45 qm Wohnung stehen dann Kisten und Schachteln herum, damit ich für alle hier angeführten, unterschiedlichen Müllsorten-Trennungs-Verpflichtungen je ein Behältnis habe. Oder in enem Mietshaus mit 20 Mietern stehen gangauf stiegenab nur Tonnen. Jeweils zu Sammelstellen zu gehen, die unterschiedlich stationiert sind kann man nur, wenn man Freizeit hat und da sind die meist geschlossen. Müssen wir denn alles komplizieren? Ich kenne eine sehr große Mülltrennungsanlage, dort kommt wieder alles zusammen, was wir sorgfältig trennen...........
jetzt antwortenKommentar meldenMeine Vorfahren und ich (meine Familie) trennen den Müll schon seit mindesten 70zig Jahren. Leider hat sich das Umweltbewusstsein der Bevölkerung nach dem zweiten Weltkrieg (letzten 20 Jahre im Osten und vorher schon im Westen) sehr verschlechtert. Wir sind zur Wegwerfgesellschaft mutiert. Schuld daran ist ein Überangebot von billigen Waren. Außerdem zäumen wir das Pferd von hinten auf. Bedürfnisse werden in der Produktion geweckt. Ein Kaufboykott wirkt nur kurze Zeit.
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