Sa., 26.05.12

AKW-Arbeiter 17.03.2011 Kamikaze gegen den Super-Gau

Nach dem Störfall kommen nur noch Spezialisten in die Atomkraftwerke. Hier untersucht ein mit Strahl (Foto)
Ein mit Strahlenschutzanzug bekleideter Arbeiter untersucht das AKW Tokai, in dem nach dem Tsunami ebenfalls die Kühlung ausgefallen war.   Bild: dpa

Von news.de-Redakteur Jan Grundmann

Im japanischen Unglücksmeiler Fukushima kämpfen noch 50 Mann gegen den Super-Gau. «Sie opfern sich, um ein größeres Unglück zu verhindern», sagt ein Strahlenschutzexperte. Denn gegen die Gammastrahlung haben sie keine Chance.

Katastrophe in Japan

«Die Wahrscheinlichkeit, dass die Arbeiter sterben oder schwer erkranken, ist sehr groß», sagt Christoph von Lieven. Der Strahlenschutzexperte von Greenpeace ergänzt: «Es ist eine Tragödie. Die 50 Menschen opfern sich, um größeres Unglück zu verhindern.»

Sie sind das letzte Aufgebot gegen den Super-Gau. Es ist anders als in den vergangenen Tagen. Da waren noch 800 Leute am Reaktorblock tätig, da fuhren Lkw mit Material zum Unglücksmeiler. «Sie brachten Generatoren und Pumpen, um einen Wasserkreislauf wieder in Gang zu bringen», erklärt Atomexperte Karsten Smid.

«Himmelfahrtskommando im Krieg»

Jetzt arbeiten noch 50 Techniker und Ingenieure daran, das Schlimmste zu verhindern: eine Explosion des Druckbehälters. «Sie versuchen, mit Bor, Borsand und Meerwasser zu kühlen, damit sich die Kettenreaktion der Brennstäbe verlangsamt und die Temperatur sinkt», sagt Strahlenschutzexperte Christoph von Lieven. «Was wir wissen, ist, dass mit Pumpen das angereicherte Wasser auf und in die Druckbehälter gespritzt wird. Das radioaktive Wasser läuft dann ungefiltert wieder ins Meer zurück.»

Jetzt werden zudem Hubschrauber und Wasserwerfer eingesetzt, um das mit Bor angereicherte Wasser über die Reaktoren zu schütten. Verfolgen Sie die Ereignisse in Japan im news.de-Liveticker.

Aber auch andere Experten sagen den Tod der «Helden von Fukushima» voraus. «Ich weiß nicht, wie ich es anders sagen soll: Das ist wie ein Himmelfahrtskommando im Krieg», sagt Professor Keiichi Nakagawa aus der Radiologieabteilung der Tokioter Universitätsklinik. Und für den Präsidenten der Gesellschaft für Strahlenschutz sind sie «Todeskandidaten». Die gewaltige radioaktive Strahlung sei für sie eine «Katastrophe», die sie wohl früher sterben lasse, sagte Sebastian Pflugbeil.

Atom-Gau
Helikopter über Reaktor drei
Video: YouTube (NHK world)

Einzige Messanlage weit weg von Reaktoren

Denn die Arbeiter sind so hohen Strahlen ausgesetzt, dass ein wirksamer Schutz unmöglich scheint. Teilweise wurden in Fukushima schon 400 Millisievert Strahlendosis pro Stunde gemessen. «Die einzig funktionierende Messanlage für Strahlenwerte ist laut Behörden aber am Haupttor der gesamten Fukushima-Anlage», so von Lieven. Also schon etwas entfernt von den eigentlichen Reaktoren. «Man muss davon ausgehen, dass die Strahlungsintensität an den Reaktoren ein Vielfaches beträgt.»

Immer wieder müssen die Techniker und Ingenieure die Arbeiten unterbrechen und sich wegen erhöhter Strahlenwerte in Sicherheit bringen. Weil Radioaktivität durch Explosionen und Brände entweicht. «Bei einer Strahlenbelastung von 400 Millisievert  könnten sich die Arbeiter zehn Stunden am Reaktor aufhalten, bis die tödliche Dosis erreicht ist.»

Den Arbeitern droht der Tod durch Verstrahlung: Erst komme Übelkeit, dann würden ihnen die Haare ausfallen, schließlich versagten die inneren Organe. «Am Ende ist das Knochenmark geschädigt. Sie würden wohl an Leukämie sterben.» Der Tod könne innerhalb weniger Wochen eintreten - oder Jahre auf sich warten lassen. Beides sei möglich, so von Lieven.

Schutzanzüge halten keine Gammastrahlung ab

Nun hat die japanische Regierung die Obergrenze für zulässige Strahlenwerte bei den Arbeitern von 100 Millisievert auf 250 Millisievert angehoben. So sollen die Techniker längere Zeit am Stück um den Atommeiler arbeiten können. «Damit die Gefahr von Schädigungen gering bleibt, dürften sich die Arbeiter nur eine reichliche halbe Stunde an den Reaktoren aufhalten», so Strahlenschutzexperte von Lieven.

Atomkatastrophe in Japan
Rettungsarbeiten in Fukushima
Video: knr/news.de/dapd

Die 50 Arbeiter tragen Strahlenschutzanzüge und Atemschutzmasken. Sie seien, so der Experte, vor allem von Alpha- und von Gammastrahlung betroffen. Alphastrahlung ist laut von Lieven kurzwellig, sie wird durch die Anzüge und Masken abgewehrt. Weil sie nur 0,5 bis 0,7 Millimeter weit durch ein Hindernis dringt.

Problematischer ist die langwelligere Gammastrahlung. «Sie ist eigentlich nicht abschirmbar, nur durch dicke Bleiplatten.» So, wie sie beim Röntgen über die Genitalien gelegt werden. Beim Röntgen etwa entsteht eine Strahlung zwischen 10 und 100 Millisievert. «Und das Röntgen dauert nur Sekunden. Aber beim stundenlangen Arbeiten am AKW ist das Tragen eines Bleimantels unmöglich, damit kann man sich nicht mehr bewegen.»

Japan
Atomkraft ist nicht beherrschbar
Video: news.de

Freiwillige unterstützen Arbeiten am Unglücksmeiler

Inzwischen hat die Firma Tepco, Betreiberin des Unglücks-AKWs, Freiwillige zum Himmelfahrtseinsatz in Fukushima aufgerufen. Sie sollen die eskalierende Lage unter Kontrolle bringen. Unter ihnen soll auch ein 59 Jahre alter Mann sein, der bereits vier Jahrzehnte in Atomkraftwerken gearbeitet hat und eigentlich in sechs Monaten in Ruhestand wollte. In einzelnen, unbestätigten Meldungen ist inzwischen von bis zu 180 Technikern und Ingenieuren die Rede, die in Fukushima arbeiten sollen.

Welche Zahlen auch immer richtig sein mögen: Ob das Unterfangen der Arbeiter von Fukushima Erfolg hat? «Das ist schwer zu sagen. Wir hoffen darauf, dass so viel wie möglich gekühlt wird. Wir bekommen aber immer neue negative Nachrichten», sagt Strahlenschutzexperte von Lieven.

cvd/sua/reu/news.de/dpa/dapd
Leserkommentare (27) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Antonietta
  • Kommentar 27
  • 24.05.2011 08:54
 

Atomkraft muss ein Auslaufmodell bleiben. Sonne, Wind und Wasser plus Energieeffizienz und Einsparung gehören die Zukunft!

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  • tgv
  • Kommentar 26
  • 22.03.2011 17:29
 Antwort auf Kommentar 23

Hallo Herr Udo Wollenhaupt, über die Sache GAU /Super-GAU streiten sich die 'Gelehrten'. Eine Begründung: Wenn GAU, der größte anzunehmende Unfall ist, dann würde eine Steigerung für den Unfall gebraucht, den man nicht annehmen/sich vorstellen konnte - eben SUPER-GAU. MfG tgv btw.: Wer hier so großen Wert darauf legt, dass die "Sprache nicht vernudeln" wird, sollte vielleicht zuerst auf seine eigene achten. Ich 'erlaube' mir in diesem schnellen Medium Fehler, kritisiere aber auch nicht die anderer User. Ich würde mir sonst als 'Oberlehrer' vorkommen ;-)

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  • Sonny
  • Kommentar 25
  • 19.03.2011 09:28
 

Also ich wäre sofort dabei vor Ort das beste zu geben, es ist besser wenn einer stirbt als Millionen. Ich habe mich schon kundig gemacht und werde so schnell ich kann den Menschen vor Ort helfen. Sonny

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  • Gesine UNGER
  • Kommentar 24
  • 18.03.2011 18:29
 

Was die "Wegwerfarbeiter" machen müssen ist Harakiri. Wer da arbeiten sollte, sind die Atommanager, die grinsend und nickend im Fernsehen zu sehen sind. Eine abgebrühte-menschenverachtende Horde, nicht nur in Japan. Die, die das anrichten, sollten den Schaden beheben.... wie kann man nur in einem Erbebengebiet Atomkraftwerke errichten und es drauf ankommen lassen. Nur damit Tokio im Lichterglanz erstrahlt, so, dass man eine Schneebrille braucht. Hochmut kommt vor dem Fall. Arroganz, Selbstüberschätzung, Verantwortungslosigkeit, Ausbeutung und Menschenverachtung kennzeichnet die japanische Poli

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  • Udo Wollenhaupt
  • Kommentar 23
  • 18.03.2011 09:02
 

Bei aller Tragödie, sollten Sie doch die Sprache nicht vernudeln. so giebt es keinen Super-Gau. GAU ist schon die allerhöchste Steigerungsstufe. Und AKW´s dibte es auchg nicht. Mit diesem Zeichen` wird es nur doppelt falsch. Der plureal von Atomkraftwerk schreibt sich gewiss ohne s am Ende. Gruss Udo Wollenhaupt

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  • PETER0128
  • Kommentar 22
  • 18.03.2011 05:50
 

Korrektur zu Kommentar 21 50 Reaktoren ist falsch. Ich meinte 53 A.K.W.. Mit jeweils bis zu sieben Reaktoren.

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  • PETER0128
  • Kommentar 21
  • 18.03.2011 04:57
 

Dieses letzte Aufgebot kämpft auch für uns. Ist irgendjemandem der Dominoeffekt bewusst geworden? Da stehen noch 50 Reaktoren in Japan.Es ist sicher das nach der Kernschmelze (Gau) die nächsten Reaktoren stark verstrahlt werden, wer bedient die denn. Das könnte auch ein Grund für die plötzliche Atomphobie unserer Regierung sein.(leider) Lasst uns hoffen und beten. Wir alle sind Menschen

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  • löki
  • Kommentar 20
  • 18.03.2011 01:50
 

kommentar 1 von lee stimme ich voll zu. diese 50 menschen verdienen sehr viel respekt. ich hoffe sehr, dass japan dieses schreckliche unglück gut überstehen wird. die chancen stehen gut, denn die japaner sind ein weises volk. außerdem denken so sehr viele menschen an sie. es wird helfen.

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  • Peter Pan
  • Kommentar 19
  • 17.03.2011 22:49
 Antwort auf Kommentar 16

Trotz etlicher Schreibfehler - hast irgendwie Recht - unser Politikvereinsmitglieder sollten sich auch freiwillig nach Japan melden - dann würden sie einmal was Nützliches tun! Wenn die von heut auf morgen nicht mehr da wären - es würde nicht besser - aber auch nicht schlechter.

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  • Sascha
  • Kommentar 18
  • 17.03.2011 21:50
 Antwort auf Kommentar 1

Ich wäre auch nicht dazu bereit, was derzeit die 50 AKW-Retter, unter Opferung des eigenen Lebens, vollbringen. Dies hat aber nichts mit egoismus, was Lee den Deutschen unterstellt, sondern mit Verantwortungsbewußtsein gegenüber meinen 4 Kindern zu tun. Vielmehr schmückt er sich mit fremden Federn, da er sonst selbst vorort wäre. Es hat sicherlich Recht, das viele Deutsche zu so etwas nicht bereit wären, aber bei mehr als 128Mil. Einwohnern in Japan, mit nur 50 AKW-Retter, sind nicht die Japaner Helden, sondern alleinig die 50 Retter, welche hoffentlich lange positiv in Erinnerung bleiben.

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  • Sunny79
  • Kommentar 17
  • 17.03.2011 20:15
 

Normalerweise werden Fußballer, Rennfahrer, Musiker und Schauspieler verehrt und bewundert, die eigentlich nichts wesentliches für unsere Welt tun. Diese Menschen aber opfern selbstlos ihr Leben für Japan, Asien und auch den Rest der Welt. Leider wird man ihre Namen aber wahrscheinlich nie kennen lernen oder vergessen, ganz anders als die der "Stars". Hoffentlich bleibt ihr Einsatz wenigstens nicht erfolglos, damit sie nicht umsonst in den Strahlentod gegangen sind.

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  • kiwidesign
  • Kommentar 16
  • 17.03.2011 19:06
 Antwort auf Kommentar 10

tgv hat vollkommen recht. leider. es gibt zwar auch gute manager, aber die werden immer seltener. der erfolgsdruck.... ist zu groß. trotzdem muss auch hier in deutschland die politik lernen das volk zu befragen. oder wir brauchen mal so ein kleinen meteorideneinschlag??? wäre das endlich heilsam für angela. sie alleine macht ja nich die politik, das ist die businesslobby. wir, das volk sind nur dazu da, die upperclass am fetten trog zu halten, damit sie im luxus schwelgen. gabriel oder beck taugen ja auch nix, oder dieser stichnin von den grünen. alles politischer müll. das system ist mist.

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  • Bantel
  • Kommentar 15
  • 17.03.2011 17:12
 Antwort auf Kommentar 1

Da haben Sie völlig recht! Ich mache für diese Land keinen Finger mehr krumm. Warum? Ich habe mir pflichtbewusst fast 40 Jahre den Arsch aufgerissen um seit 10 Jahren für eine Rente von ca.900 € zu klagen die ich bis heute noch nicht habe, weil ich gesundheitlich kapput bin! Ehre, Pflicht, was ist das? Merkel und Co. sowie alle anderen sogenannten Spitzenpolitiker haben einen Eid auf die Verfassung geleistet und müssten eigentlich wegen Meineid vor Gericht! Aber auch das hat es in der Vergangenheit schon oft gegeben! Hochachtung vor den Japanern, die haben Nationalbewusstsein!

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  • amfeindint
  • Kommentar 14
  • 17.03.2011 16:09
 

Nachtrag zu Komm. 13: Da Min. Röttgen den Begriff" Moratorium " einen politischen genannt hat, weiß die Bundesregierung und erst recht Frau Merkel, dass sie sich nicht auf dem Boden des Atomgesetzes bewegt und sich darauf auch gar nicht berufen kann und will. damit aber erweist sich der Aktionismus der letzten 2 Tage als der verzweifelte Versuch der Bundeskanzlerin, gegen die mächtig angestoßene Debatte über die Sicherheit der Kernkraftwerke und die von 80% der Bevölkerung abgelehnte Verlängerung der Laufzeiten die Meinungsführerschaft zu behalten, allein schon wegen der anstehenden Wahlen.

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  • amfeindint
  • Kommentar 13
  • 17.03.2011 15:55
 

Zum Moratorium ist zu sagen: Das Atomgesetz läßt Eingriffe in den Betrieb von Kernkraftwerken als letzte Maßnahme durch Weisungen - äußersten Falls die Abschaltung--, wenn unmittelbare Gefahren u.a. für Leib und Leben, die Gesundheit der Bürger, drohen. Wenn nun verkündet wird, dass 8 Kernkraftwerke für die Dauer von 3 Monaten stillgelegt werden, dann kann das nur entweder im Einverständnis der Betreiber geschehen oder aber als Weisung nach dem Atomgesetz. Einverständnis dürfte nicht vorliegen: 2 Betreiber wollen rechtlich gegen Schließung vorgehen. Da keine Gefahr , ist Morat. gesetzwidrig.

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  • Gockel Optimo
  • Kommentar 12
  • 17.03.2011 15:14
 

Kamikaze oder schon Harakiri, egal wie, sie haben keine andere Wahl mehr. Sie kämpfen und ich hoffe, dass sie mit Hilfe von außen, auch der USA u. Russland das Schlimmste abwenden können. Sie haben ja nur einen Fehler gemacht, sie versäumten diese Mailer unter allen Umständen, wie in Deutschland, als sicher zu preisen. Hätten sie das getan u. per Gesetz verordnet, wäre überhaupt nichts passiert. Unsere klugen Politiker waren da pfiffiger. Nicht Physik, Technik und Sicherheit sind wichtig, aondern allein der Glaube hilft, wie unsere Sicherheit bis heute beweist. Moratorium - Moratorium = Null.

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  • Alfons
  • Kommentar 11
  • 17.03.2011 15:10
 

Retten was zu retten ist, Fachleute sagen da ist nichts mehr zu retten. Erdbeben, Flutwelle, Tote und Sachschäden alles schlimm, aber nichts gegen die zu erw. Strahlung. Zu Anfang hörte man das die Notstromvers. nicht ansprang nach Stomausfall weil angebl. Akkus nicht ausr. geladen waren. Sollte das wirklich war sein ? Deutschland schaltet ab und kauf dann Atomstrom aus Polen, Bulgarien und Frankreich! Einfach nur lächerlich. Sogar Öttinger sagt das dies nur gesamt europäisch zu regeln wäre. Und das nicht morgen und auch nicht übermorgen ! Moratoriunm heist: über die nächsten Wahlen kommen !

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  • tgv
  • Kommentar 10
  • 17.03.2011 14:31
 

Man sollte die gewisenlosen Manger (und Andere), die es aus Geldgier verhindert haben, eine Sicherheit einzubauen, die eine solchen Unfall verhindert hätte. Da diese Verbecher wohl kaum den Mut hätten, freiwillig ein solches Himmelfahrtskommando zu übernehmen, sollte man sie zwangsweise in das AKW reintreiben - notfalls mit Prügel und Fußtritten! Jetzt werden Unschuldige sterben müssen, weil Raffkes den Hals nicht voll bekommen konnten. Auch in hier sollte man die Manager dazu verpflichten, bei einem Unglücksfall selbst ins AKW rein zu gehen. Die Folge wäre ein sofortiger Atom-Ausstieg!

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  • Kragenechse
  • Kommentar 9
  • 17.03.2011 14:10
 

Diese Männer sind wahre Helden. Und wahrscheinlich bald tot. Es ist schrecklich... Und es ist gut, dass alle Medien über dieses selbstlose Opfer berichten.

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  • Jan Grundmann
  • Kommentar 8
  • 17.03.2011 13:49
 

Liebe Leser, vielen Dank für die Diskussion. Als Autor des Beitrags möchte ich kurz auf den Begriff Kamikaze eingehen. Kamikaze bezeichnet: 1) den "göttlichen Wind", der die Japaner im 13. Jahrhundert vor der Invasion durch Mongolen bewahrte. Insofern ist Kamikaze eine glückliche Wendung durch die Natur. Und die bleibt den AKW-Arbeitern ebenfalls zu wünschen - weil die Rettungsversuche bisher wenig Erfolg brachten 2) außerhalb Japans die Angriffstaktik im 2. Weltkrieg, als Japaner sich opferten, um die drohende Niederlage abzuwenden. Das tun sie in diesem Fall, vor allem unmilitärisch.

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  • Puhdysmus
  • Kommentar 7
  • 17.03.2011 13:29
 

zu Pedro: Danke! Super Antwort.

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  • Harley
  • Kommentar 6
  • 17.03.2011 13:19
 

Was ist denn überhaupt ein Menschenleben WERT ????? Wer und wie werden die Familien der Kamikaze-Helfer nach dem Ableben durch Überbestrahlung bei den Rettungsarbeiten am AKW abgesichert ? Kann man so einen selbstlosen Einsatz überhaupt in einer Landeswährung beziffern ? Diesen Männern und deren Familien muß ALLE Achtung der Überlebenden entgegengebracht werden ! ! Wird es das auch ??????????

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  • europa
  • Kommentar 5
  • 17.03.2011 13:05
 Antwort auf Kommentar 1

@lee: wissentlich in den Tod gehen für das Land, das ist ziemlich genau das, was mit dem Begriff Kamikaze außerhalb Japans verbunden wird. Hier zu den Tokko Einsätzen: http://de.wikipedia.org/wiki/Shimp%C5%AB_Tokk%C5%8Dtai

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  • Helmut2008
  • Kommentar 4
  • 17.03.2011 12:58
 

Wenn man alle Fakten der Fachleute zusammenfasst und sich selbst ohne Voreingenommenheit, mit den für menschliches Ermessen unvorstellbaren Geschehnissen in Japan befasst, muß man zu der schrecklichen Erkenntnis kommen, dass sich ca.50 bis 80 todesmutige Menschen opfern, um Japan, die Japaner und nicht zuletzt die gesamte Menschheit und Zivilisation vor einer unaussprechlichen, weil noch nie dagewesenen Katastrophe, nämlich der 3-5fachen Kernschmelze, zu bewahren.

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  • Pedro
  • Kommentar 3
  • 17.03.2011 12:56
 

Ich bin auch der Meinung das dies mit Kamikaze überhaupt nichts zu tun hat. Darunter versteht man was ganz anderes. Solche Helden gibt es in Deutschland nicht wo nur jeder an sich selber und seinen Arsch denkt den er retten will!!

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  • Kommentator
  • Kommentar 2
  • 17.03.2011 12:37
 

Danke für diesen Beitrag!!!

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  • Lee
  • Kommentar 1
  • 17.03.2011 12:36
 

Hier den Begriff Kamikaze zu benutzen ist eine frechheit. Diese Menschen gehen Wissendlich in den Tot um schlimmeres für ihr Land und ihre Gesellschaft zu verhindern. In Deutschland wär das AKW Gelände schon seit Tagen menschenleer weil keiner bereit wäre sich für diese Gesellschaft zu Opfern. Was mir einfach nur zeigt wie Ich bezogen dieses Land Denkt. Man muss nicht's defamieren was man nicht begreift. Für diese Arbeiter haben so Worte wie Ehre, Pflicht und selbstaufopferung noch eine Bedeutung.

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