Von news.de-Redakteurin Corina Broßmann
Wir kennen ihn als den Mann, der uns vor mehr als 130 Jahren das elektrische Licht brachte: Thomas Edison. Doch die Glühlampe ist nur eine von über 2000 Erfindungen des Genies. Google ehrt sie heute alle.
Ohne ihn würden wir heute noch im Dunkeln sitzen. Thomas Alva Edison brachte 1879 das elektrische Licht in die Haushalte. Denn da erfand er die Kohlefadenlampe, die erste für Beleuchtungszwecke geeignete Glühlampe. Und selbst nach fast 150 Jahren kommt sie noch zum Einsatz. Sie dient zum Beispiel als Wärmespender in Brutapparaten und Terrarien.
Die Glühlampe ist nur eine von mehr als 2000 Erfindungen, die auf das Konto von Thomas Edison gehen. Über 1000 ließ der Amerikaner allein in den USA patentieren. Bis Oktober 1910 wurden im Ausland 1239 Patente angemeldet, davon 130 Patente in Deutschland. Die Erfindungen beziehen sich nicht nur auf innovative Konsumprodukte, sondern auch auf Maschinen und Verfahren für deren Produktion, Verfahrenstechnik, Investitionsgüter und andere Bereiche.
Das animierte Google-Doodle zu Edisons 164. Geburtstag zeigt von links nach rechts Edisons wichtigste Erfindungen und die Patentzeichnungen seines Elektrizitätszählers, MimeographenMimeographie ist ein 1876 patentiertes Siebdruckverfahren zum Kopieren von Schriftstücken. Es ermöglichte höhere Auflagen als die bis dahin übliche Kopierpresse, wurde jedoch selbst schnell durch andere Kopiertechniken abgelöst. , Phonographen, der Glühlampe und des KohlemikrofonsBei einem Kohlemikrofon wird die Schwingung der Membran durch Graphit (Kohle) in elektrische Impulse umgesetzt. .
Im Gegensatz zu vielen anderen Tüftlern und Bastlern war Thomas Alva Edison immer auch an der Vermarktung seiner Erfindungen interessiert. In seinen Laboren arbeitete er mit gut ausgebildeten Mitarbeitern gezielt an deren Entwicklung. Neben zahlreichen elektrischen Errungenschaften ebnete Thomas Edison also auch den Weg für die moderne Forschungsarbeit.
Reich gemacht hat ihn das alles aber nicht: In den Listen von Unternehmer-Milliardären erscheinen Zeitgenossen wie Henry Ford (Automobilbau) oder John D. Rockefeller (Erdöl), nicht jedoch Thomas Edison. Sein Versuch, eine marktbeherrschende Stellung mit Glühlampen und Elektroinfrastruktur zu erlangen, war gescheitert.
Bei Unternehmen, die in den 1880er Jahren gegründet wurden, war Edison häufig lediglich Teilhaber, auch wenn diese seinen Namen trugen. Partner, Mitarbeiter und Investoren bauten Fabriken auf, organisierten Elektrifizierungsprojekte und hielten Firmenanteile. Diese Firmen zahlten Lizenzgebühren für die Verwendung von Edison-Patenten, was eine Haupteinnahmequelle von Thomas Alva Edison war.
Sein späteres Unternehmen Thomas Alva Edison Inc. kann man als großes Familienunternehmen mit zeitweise mehreren Tausend Mitarbeitern charakterisieren. Die meisten Patente waren da jedoch bereits ausgelaufen und viele Erfindungen technisch überholt.
Einige Geschäftsbereiche wie Tonträger wurden schon zu Lebzeiten von Edison wieder aufgegeben. Mit den frühen Erfindungen zur Telegrafie, die er für jeweils ein paar tausend Dollar verkaufte, haben andere hohe Gewinne erwirtschaftet. An den Umsatz- und Gewinnzuwächsen anderer Branchen infolge der Elektroerfindungen, zum Beispiel der Kupferproduzenten, profitierten Edison-Unternehmen nicht. Die Edison-Biografen Dyer und Martin schildern Edison als genialen Löser technischer Probleme, nicht als großen Unternehmensstrategen.
Ein weiterer herber Rückschlag: Die 1929 beginnende Weltwirtschaftskrise fiel in seine letzten Lebensjahre und hat wahrscheinlich den Wert seines Vermögens zum Todeszeitpunkt noch einmal enorm reduziert.
brc/reu/news.de
Thomas Edison war ein großartiger Erfinder und Unternehmer, mit seinen Erfindungen leben wir heute noch. Aus diesem Grund ist es auch wichtig die Erfinder und deren Werke zu loben und Ihnen eine Ehre, Erinnerung und Aufmerksamkeit zu schenken.
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