Von news.de-Mitarbeiter Ayke Süthoff
Die Zeit zwischen Weihnachten und Ostern ist in diesem Jahr besonders lang: Karfreitag fällt auf den 22. April, Osterferien und der nächste Urlaub verschieben. Grund genug, im Büro mal so richtig durchzudrehen. News.de zeigt die heftigsten Ausraster-Videos.
Viele Arbeitnehmer buchen ihren Urlaub in den traditionellen Ferienzeiten: zwischen Weihnachten und Neujahr, an Ostern, im Hochsommer und Mitte Oktober. Im Schnitt alle drei Monate ein paar Tage Urlaub, so lässt sich das Jahr herum kriegen. Doch was ist, wenn Ostern - wie in diesem Jahr - erst Ende April gefeiert wird? Was, wenn die späte Schulferien der Kindern oder die allgemeine Büroorganisation einen früheren Urlaub verhindert?
Dann heißt es zwischen Neujahr und Ostern fast vier Monate durchmalochen - 16 Wochen ohne Pause. Büroroutine bis zum Geht-Nicht-Mehr. Ermüdet, ausgelaugt und gestresst schleppen sich täglich Millionen zum Job. Noch dazu in der hässlichsten Jahreszeit: Im Dezember und November war wenigstens noch ein bisschen Freude über Schnee und Kälte da, Vorfreude auf weiße Weihnachten, Gemütlichkeit, Friede und Entspannung. Doch spätestens Ende Januar hat kein Mensch mehr Lust auf den Winter.
Graue Ochsenwochen
Denn je länger sich der Winter hinzieht, desto unfreundlicher wirkt das ewige Grau vor der Haustür: die Kälte, der Nebel, die ständige Gefahr neuen Schnees. Und dann wird es immer so früh dunkel, das hat sogar körperliche Folgen: Das fehlende Tageslicht hindert den Abbau des Schlafhormons Melatonin - der erhöhte Melatoninspiegel führt zu dauerhafter Müdigkeit und bei manchen sogar zu einer Winterdepression.
Im noch viel kälteren und vor allem dunkleren Schweden ist die Zeit zwischen Weihnachten und Ostern so unbeliebt, dass sie sogar einen eigenen Namen erhalten hat: die Ochsenwochen. Der Name geht nicht darauf zurück, dass in dieser Zeit viel Rind verköstigt wird, sondern dass gearbeitet wird wie ein Ochse. Bei so viel Arbeit, dreht regelmäßig einer durch: Das Videoportal Youtube ist voll von sogenannten «Office Freak Out»-Videos. Von Überwachungskameras gefilmt, verlieren Menschen am Arbeitsplatz die Kontrolle und lassen ihrer aufgestauten Wut freien Lauf - am Computer, Kopierer oder dem Kollegen von gegenüber.
Frust scheint insbesondere im Umgang mit Computern zu entstehen. Warum machen die Dinger auch nie das, was man von ihnen will? Egal, einen Computer zu zerstören, baut auf jeden Fall ordentlich Frust ab und ist gleichzeitig eine sinnvolle körperliche Ertüchtigung - schließlich ist Bewegung gesund und senkt Stress. Ob der Chef das allerdings genauso sieht, ist fraglich.
Falls Sie auf der Arbeit ein wenig Stress loswerden wollen, schauen Sie sich also lieber die Ausraster anderer Leute an. Darüber lässt sich lachen, was genauso stressmindernd wirkt, wie sinnlose Gewalt, ohne jedoch gleich eine fristlose Kündigung zu riskieren. News.de hat die besten Freak-Out-Videos zusammengestellt.