Kanzlerin Merkel spricht ein Machtwort beim Dioxin-Gerangel, in Tunesien sollen Opposition und Unabhängige regieren und deutsche Filmemacher gehen bei den Golden Globes leer aus. Der Nachrichtenüberblick am Morgen.
Kanzlerin schaltet sich in Dioxin-Skandal ein. Wie die Bild-Zeitung berichtet, sprach sie mit Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner und Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister, um für Ruhe zu sorgen. Aigner habe inzwischen ihre Forderung nach personellen Konsequenzen in Niedersachsen zurückgenommen. Aigner hatte sich geärgert, weil sie ihrer Meinung nach zu spät über einen neuen Dioxin-Fall informiert worden war.
Tunesien soll heute Übergangsregierung bekommen. Die der bisherigen Regierung nahestehenden Parteien sollen nach Angaben aus Tunis daran nicht beteiligt werden - dafür Vertreter der Oppositionsparteien und unabhängige Persönlichkeiten. Geplant ist demnach auch eine Amnestie aller politischen Häftlinge. Die Lage im Land ist weiter angespannt. Am Sonntagabend fielen immer wieder Schüsse. Alle deutschen Touristen, die wollten, sind wieder sicher zu Hause.
Social Network sahnt bei Globes ab, Deutsche gehen leer aus. David Finchers biografisches Drama über die Entstehung des sozialen Netzwerkes Facebook wurde in der Nacht mit vier Golden Globes ausgezeichnet, als bestes Drama, für Regie, Drehbuch und Filmmusik. Die deutschen Regisseure Florian Henckel von Donnersmarck und Robert Schwentke müssen ohne Golden Globe nach Hause fahren. Donnersmarcks Hollywood-Debüt The Tourist und Schwentkes US-Produktion R.E.D - Härter, älter, besser waren beide als bester Film in der Sparte «Komödie/Musical» ins Rennen gegangen. Zum Sieger wurde hier der Streifen The Kids Are All Right gekürt.
Ex-Diktator überraschend zurück in Haiti. Inmitten der politischen Krise ist Ex-Diktator Jean-Claude Duvalier alias «Baby Doc» in sein Heimatland zurückgekehrt. Wie haitianische Medien berichten, kam der 59-Jährige in Begleitung seiner Frau Véronique am Flughafen von Port-au-Prince an. Dort wurde er von einer kleinen Schar von Anhängern begrüßt. Er sei gekommen, um den Menschen in Haiti nach dem schweren Erdbeben zu helfen, soll Duvalier gesagt haben. Er hatte von seinem Vater ein Terrorregime übernommen und wurde 1986 entmachtet. Seitdem lebt er im französischen Exil.
Studie: Rauchen verursacht Genschäden in Minuten. Krebserregende Stoffe in Zigaretten brauchen nach einer neuen Studie nur wenige Minuten, um den Grundstein für spätere Tumore zu legen. US-Forschern von der Universität von Minnesota gelang es nach eigenen Angaben erstmals, das tödliche Handwerk der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe zu verfolgen. Demnach vergehen nur 15 bis 30 Minuten nach dem Rauchen, bis die PAK sich zu einer Substanz im Blut verwandelt haben, die genetische Veränderungen auslösen kann.
Bald Benzin bei Aldi? Angesichts immer neuer Rekordpreise an den Tankstellen hat Bundeswirtschaftsminister Brüderle Discounter wie Aldi und Lidl ermuntert, den Öl-Multis Konkurrenz zu machen. «Preise bilden sich am besten immer noch durch Wettbewerb. Wenn das Angebot steigt, sinkt der Preis», sagte Brüderle der Bild-Zeitung. Er würde sich deshalb über jeden zusätzlichen Wettbewerber freuen und könne Unternehmen nur ermutigen, in den Benzinmarkt einzusteigen. Brüderle bezog sich damit auf Österreich, wo Autofahrer bei der ALDI Süd-Tochter Hofer zeitweise deutlich billiger tanken könnten.
Der Himmel bleibt düster. Nebel und Regen bestimmen in den kommenden Tagen das Wetter in Deutschland. Zudem ist es zunächst mit dem sehr milden Wetter vorbei, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Heute ziehen im Norden dichte Wolken auf, es kann zeitweise regnen. Sonst bleibt es trocken, gelegentlich zeigt sich auch die Sonne. Die Tagestemperaturen steigen nochmals auf sieben bis zwölf Grad.
cvd/che/news.de/dpa/dapd