Sa., 26.05.12

Umwelt und Intelligenz 09.01.2011 Schwermetalle machen blöd und brutal

Die Box der Pandora ist geöffnet: Schwemetalle aus dem Boden schießen jetzt in unser Gehirn - und ve (Foto)
Die Box der Pandora ist geöffnet: Schwemetalle aus dem Boden schießen jetzt in unser Gehirn - und verstärken gewalttätige Neigungen. Bild: dpa

Von news.de-Redakteur Jan Grundmann

Wir haben die Box der Pandora geöffnet: Weil der Mensch nach Bodenschätzen jagt, hat er gefährliche Metalle freigesetzt. Jetzt gelangen Blei und Quecksilber ins Gehirn - und machen Menschen gewalttätig und primitiv. Eine Toxikologin erklärt, wie wir friedlicher werden können.

Im Ruhrgebiet und in der Lausitz wird nach Kohle gegraben. Industrie-Schlote pusten Schadstoffe in die Luft. Auch das Trinkwasser ist nicht immer so rein, wie es scheint. Und Auto-Abgase hüllen Berlin oder Hamburg ein. Schwermetalle wie Quecksilber, Blei oder Mangan fliegen durch die Luft, schwimmen im Wasser. Auch Föten sind betroffen, weil Mütter diese Schwermetall-Verbindungen ans Kind weitergeben.

«Wir haben Pandoras Box geöffnet. Wir haben die Schwermetalle durch das Graben nach Bodenschätzen aus der Erde geholt», sagt Dr. Eleonora Blaurock-Busch. Die wissenschaftliche Leiterin von Micro Trace Minerals, einem Labor für umweltmedizinische Untersuchungen in Hersbruck, forscht seit Jahrzehnten zu toxikologischen Fragen.

Die gefährlichen Schwermetalle, eigentlich gut im Erdinnern versteckt, schwirren nun umher. Sie würden in unser Gehirn eindringen - und uns gewalttätig machen, lautet die These der Wissenschaftlerin. Denn die Metalle seien neurotoxisch. Das heißt, sie könnten die Blut-Hirn-Schranke überwinden, die das Gehirn eigentlich vor Schadstoffen bewahren soll. «Durch Blei oder Quecksilber wird zwar kein Mensch zum Kriminellen», relativiert die Forscherin. Aber wenn er bereits eine gewalttätige Neigung habe, werde sie durch die Schwermetalle verschärft. Denn die Hemmschwelle sinke mit zunehmender Schwermetall-Belastung.

Grund dafür sei, dass die Metalle von den Nervensträngen als Irritation empfunden würden. «Es fehlt dann wie beim Muskel die Kraft, stabil zu bleiben.» Die Fähigkeit zum rationalen Denken, der Einfluss des Gewissens: Das nehme bei Schwermetallbelastung ab - und ein primitives Denken zu.

Mehrere Entgiftungsvarianten mit unterschiedlichen Härtegraden

Studien hätten die Verbindung zwischen Schwermetall-Belastung und Aggressivität bereits nachgewiesen, so Blaurock-Busch, die selbst zum Thema geforscht hat. Der Tenor laute stets: Aggressive Menschen hätten eine hohe Konzentration an Schwermetallen in sich. Und eine gezielte Entgiftung reduziere die aggressive Neigung. Der Forscher William J. Walsh etwa konnte 2004 nachweisen, dass nach einer biochemischen Entgiftung die aggressiven Neigungen fast aller Probanden (92 Prozent) gesunken sei. Bei 53 Prozent sei das aggressive Verhalten total eliminiert worden.

Der Forscher Christopher Williams ist sogar noch weiter gegangen: Er behauptet, dass Schwermetalle, Radioaktivität und Umweltgifte die menschliche Intelligenz zerstören. Ein globaler Rückgang der menschlichen Intelligenzleistung könne nicht mehr verhindert werden, so Williams.

Deutschland sei sehr aufmerksam bei diesem Thema: Es gebe die Chelat-Therapie, biochemische Keulen, mit denen Ärzte sehr schnell entgiften könnten. Dabei würden die Schwermetalle im Körper gebunden. Eine etwas mildere, aber langwierigere Entgiftungsvariante sei die Behandlung mit Nährstoffen - wie Aminosäuren-Komplexen. «Das ist die Therapie der Zukunft», findet Blaurock-Busch.

«Ich bin Optimistin», sagt die Forscherin. Chemische Sünden könnten auch mit chemischen Mitteln wieder geheilt werden. «Aber dazu gehört, neben Verständnis, finanzielle Investitionen. Doch dazu sind die Sünder meist nicht bereit.»

iwi/news.de
Leserkommentare (8) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Heinz
  • Kommentar 8
  • 18.10.2011 13:24
 Antwort auf Kommentar 5

Diskutieren Sie mit und kommentieren Sie den Artikel Umwelt und Intelligenz : Schwermetalle machen blöd und brutal. Seit wann wurden Wasserhähne aus Blei hergestellt? Ich glaube eher dein Hirn ist aus Blei oder du bist ein Troll.

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  • Octo 8
  • Kommentar 7
  • 10.01.2011 22:09
 

Ein Zusammenhang zwischen Umwelt und Energie und gesundheitlichen Schäden ist mit Sicherheit nicht auszuschließen. M.W. hatte es gedauert bis die Staublunge der Kohleabbau-Unter-Tage-Arbeiter überhaupt anerkannt worden sind.Andere Krankheiten wurden auch nicht ver Gehe ich an Straßenarbeitern vorbei die gerade frisch teeren - kann ich nicht atmen während die ohne jeden Schutz arbeiten. Sie schützen weder ihre Atmungsorgane noch ihre Ohren. Bahn/Gleisarbeiter schweißen ohne jeden Schutz. Und so kann man ewig listen ... bis zu den erhöhten atomaren Erdstrahlung in den Alpen/Bergregionen.

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  • Neugebauer
  • Kommentar 6
  • 10.01.2011 21:55
 

An die Kommentatoren Bitte weiter machen ... Herrlich! Endlich mal wieder gelacht und mich entspannt.

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  • qwert
  • Kommentar 5
  • 10.01.2011 12:44
 

Vor meinem Unfall trank ich nur Wasser, das durch eine Bleileitung in den ebenfalls bleiernen Wasserhahn kam. Mein Verhalten von damals war sehr sehr auffällig, und ich drehte mindestens einmal am Tag vollkommen durch, brüllte und hatte immer recht. Nachdem die Bleileitungen und bleiernen wasserhähne ausgetauscht worden waren, veränderte sich mein Benehmen rasant.

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  • EKEL
  • Kommentar 4
  • 09.01.2011 19:51
 Antwort auf Kommentar 3

Ich möchte das etwas anders ausdrücken. Es mag ja eine Parallele zwischen Geburten und Storchen geben, so zwingend auch hier. Wer oder was Gott sein soll..bitte... wir verblöden selbst- gerecht, bequem und langweilig ohne echte Perspektive. Da macht etwas mehr Quecksilber auch nichts mehr. Aber z.B. Östrogene im Wasser und androgene Kameradinnen alla Gender lassen die Sex-frequenz und -freude ab- schlaffen ! Ich habe noch scharfe Zeiten erlebt, heute schaut man bekifft Terror-movies...gemeinsam ... Das deutsche TV hat das Niveau für Schwermetall-Hirne, passt doch !

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  • Felix Kroll
  • Kommentar 3
  • 09.01.2011 18:35
 

Es liegt nicht an Schwermetallen im Gehirn. Die Erklärung ist viel einfacher. Gott hat den Menschen Seinen Geist entzogen.

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  • EKEL
  • Kommentar 2
  • 09.01.2011 18:08
 

Wilde Spekulationen um des Effektes wegen kommen gut. Ob diese Forum wert ist, seine Meinung zu zeigen, scheint mir fraglich. Die Vorrednerin spricht nicht dafür. Die Spekulation über den Cholesterinspiegel ist gähnendlangweilig, wohl sollte man wieder "Lipobay" einführen...Wir entkommen nicht, und können es uns aber so vormachen. Auch eine Lösung !

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  • Herta Atzlesberger
  • Kommentar 1
  • 09.01.2011 14:51
 

Es gibt noch weitere Gründe für aggressives Verhalten: Ein hoher Cholesterinspiegel! Ich erlebe meine Umwelt als aggressiv, weil ich total positiv bin. Ich ernähre mich gesund nach der natürlichen Gesundheit und bin wahrscheinlich auch nicht sehr mit Schwermetallen belastet, aber wir entkommen der schlechten Luft, des miesen Wassers und der negativen Umwelt nicht gänzlich. Unser Schicksal ist es, damit leben zu müssen! Aber wir können als vernunftbegabte Personen aktiv werden und dazusehen, dass wir so wenig als möglich in unsere Körper aufnehmen und trotzdem ein lebenswertes Dasein haben!

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