Sa., 26.05.12

Sonne oder CO2 10.12.2010 Klimaerwärmung bei dieser Saukälte?

Rekordverdächtige Kälte in weiten Teilen Europas (Foto)
Rekordverdächtige Kälte in weiten Teilen Europas und Klimaerwärmung - passt das zusammen? Bild: dpa

Von news.de-Redakteur Christian Mathea

In Cancún sitzen Regierungsvertreter bei angenehmen 24 Grad und beraten, wie sie die Kimaerwärmung stoppen können. Hierzulande friert man bei Minusgraden und würde sich über ein paar Grad mehr freuen. Aber auch diese Kälte lässt sich mit dem Klimawandel erklären.

In diesem Jahr schlagen Väterchen Frost und Frau Holle wieder richtig zu. Seit Ende November ist es draußen bitterkalt und es schneit. Genau wie im vergangenen Winter. Da fragt man, ob das mit dem Klimawandel alles Schwindel ist.

Es gibt einen wissenschaftlichen Erklärungsversuch für die Kälte, und es ist einer, der mit der Theorie der globalen Erwärmung zusammenhängt. Er stammt von Vladimir Petoukhov. Dieser ist Wissenschaftler am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und nimmt an, dass kalte Winter in Europa keinen Widerspruch zur globalen Erwärmung darstellen. Ganz im Gegenteil.

Seine These: Nach dem Schmelzen des arktischen Eises im Norden, bedingt durch die Erwärmung, gibt das eisfreie Meer Wärme an die kalte Luft ab. Das führt dort zu einer regionalen Erwärmung der unteren Luftschichten, was laut Petoukhov zu einer starken Störung der Luftströmungen führt.

Der Wissenschaftler nimmt an, dass dadurch kalte Winterwinde aus dieser subpolaren Region häufiger nach Mitteleuropa eindringen könnten. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens extrem kalter Winter in Europa werde durch diese Effekte verdreifacht, sagt Petoukhov. Damit widersprechen harte Winter nicht dem Bild globaler Erwärmung, sondern sie vervollständigen dieses eher.

Sonne oder CO2

Ist der Klimawandel nun endgültig bestätigt? Die seit Jahren gemessene ErderwärmungDie Temperatur auf der Welt ist seit Beginn der Industriellen Revolution bereits um 0,6 bis 0,8 Grad Celsius angestiegen. wird von den meisten Wissenschaftlern ohnehin nicht bestritten. Nur welche Rolle der Mensch dabei spielt, das wird heiß diskutiert.

Joachim Seifert, freiberuflicher Wissenschaftler aus Dresden, sieht beispielsweise allein in der Sonne den Grund für die Erwärmung. Oder besser gesagt in der Erde, die sich auf ihren Flugbahnen einige hundert Jahre der Sonne bis zu einem bestimmten Punkt nähert und dann wieder entfernt. Und damit erklärt er die warmen und kalten Perioden in der Geschichte.

Laut Seifert dauert ein kompletter Zyklus von einer Warmzeit zur nächsten genau 790 Jahre. Und eben in so einer Warmzeit - mit Sonnennähe - befinden sich die Menschen auf der Erde gerade - den sonnennächsten Punkt sieht er im Jahr 2045 erreicht.

War es schon mal so warm? Laut Geschichtsschreibung schon: « Es gibt beispielsweise Aufzeichnungen aus dem Mittelalter, die belegen, dass in England Wein angebaut wurde», sagt Seifert im news.de-Gespräch.

Neben dem englischen Wein gibt es übrigens weitere positive Folgen der Klimaerwärmung: «Die besseren Ernten sind das Resultat der Warmzeit, durch für Wachstum günstigere Temperaturen, durch höheres CO2-Angebot und ein Mehr an Niederschlägen», sagt der Dresdner. Andere Wissenschaftler sehen neue Rohstoffquellen unter dem Eis am Nordpol, und Russland freut sich über sinkende Heizkosten.

Für den IPCC reicht die Sonne als Ursache nicht aus

Thomas Bruckner, IPCCIntergovernmental Panel on Climate Change (Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen), im Deutschen oft als Weltklimarat bezeichnet, wurde im November 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ins Leben gerufen. -Wissenschaftler und Lehrstuhlinhaber für Energiemanagement und Nachhaltigkeit an der Universität Leipzig, stellt der Freude über die positiven Klimafolgen 20.000 zusätzliche Hitzetote im Rekordsommer 2003 entgegen. Er sagt auch, dass die Ernteerträge bei steigenden Temperaturen wieder drastisch sinken werden und nennt weitere schlimme Folgen der Klimaerwärmung (siehe unten).

Im Gegensatz zu Seifert, für den die Sonnenintensität seit 1750 um 1,56 Watt pro Quadratmeter gestiegen ist - «für CO2 bleibt kein Restanteil übrig» - halten die Wissenschaftler des IPCC die Sonnenintensität für zu gering, um die globale Erwärmung zu erklären. «Der (erwärmende) Beitrag der Verstärkung der solaren Einstrahlung (seit 1750) auf den Strahlungsantrieb beträgt nach dem jüngsten IPCC Bericht 0,12 Watt pro Quadratmeter mit einer Unsicherheit von 0,06 bis 0,3 Watt pro Quadratmeter», sagt Bruckner.

«Wir müssen die bisherigen Theorien durch eine ersetzen, die mächtiger ist», ergänzt er und legt Zahlen vor, nach denen die durchschnittliche CO2-Konzentration in der Atmosphäre seit der industriellen Revolution von 280 ppmParts per Million (ppm, zu Deutsch: Teile von einer Million). auf 380 ppm gestiegen ist. Jedes Jahr nehme die Menge dieses Treibhausgases weiter zu, knapp 2 ppm. Und genau darin sehen das IPCC und die meisten anderen Wissenschaftler die Ursache für die steigenden Temperaturen. «Dass der größte Teil des derzeitigen CO2 Anstiegs menschengemacht ist, kann man durch Isotopenmessungen nachweisen», erklärt Bruckner.

Das Zwei-Grad-Ziel

Übrigens, der Mensch ist bei weitem nicht der Hauptemittent von CO2. 90 Mengeneinheiten des Gases werden von den Ozeanen abgegeben - allerdings nehmen die Weltmeere etwa ebensoviel auch wieder auf. 5,5 Mengeneinheiten werden laut Bruckner von den Menschen und ihren Maschinen und Autos produziert. Von diesen werden wiederum zwei Mengeneinheiten von den Ozeanen und weitere 0,5 Mengeneinheiten von der Vegetation wieder absorbiert. Der Rest landet in der Atmosphäre und führt zu dem Treibhauseffekt und damit zu einer Aufheizung der Atmosphäre.

«Um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, müsste der weltweite CO2-Ausstoß
so schnell wie möglich auf 50 bis 85 Prozent gesenkt werden», sagt der Leipziger Wissenschaftler. Falls es wärmer werde, wäre die Menschheit von Hunger, Wassermangel, Stürmen und Überschwemmungen betroffen. Bis zu 30 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten wären vom Aussterben bedroht. «Die Chance, das Zwei-Grad-Ziel einhalten zu können, ist schnell verspielt», warnt Thomas Bruckner.

Der Wissenschaftler hat wenig Hoffnung, dass die Menschheit handeln werde. Beim Kyoto-ProtokollDie Industrieländer (USA und China nicht) verpflichten sich im sogenannten Kyoto-Protokoll erstmals zu konkreten Emissionszielen. Ein Minus von durchschnittlich 5,2 Prozent im Zeitraum 2008 bis 2012 sollte es sein. Dann läuft die erste Verpflichtungsphase aus. Erst 2005 trat das Protokoll in Kraft. Denn dazu mussten es 55 Staaten unterzeichnet haben und diese für 55 Prozent der industriellen Emissionen im Jahr 1990 verantwortlich sein. Mittlerweile ist die Zahl der Unterzeichner auf 189 Nationen angewachsen. habe es acht Jahre bis zu dessen Ratifizierung gedauert. «Und wenn das Kyoto-Protokoll alles ist, was die Weltgemeinschaft zustande bekommt, dann hätten wir es uns auch sparen können.»

Was die einzelnen Staaten für den Umweltschutz tun, lesen Sie hier.

zij/mac/reu/news.de
Leserkommentare (9) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Peter Hartmann
  • Kommentar 9
  • 14.12.2010 20:59
 

Den Predigern der Klimaerwärmungs-Lobby ist alles recht, denn sie verdienen Unmengen Geld damit. Sie entblöden sich nicht, selbst die Saukälte in Europa als "Erwärmung" zu bezeichnen. Hoffentlich -obwohl mir natürlich auch ungelegen- zeigt ihnen die Natur mit weiteren Kältejahren wer Herr im Hause ist. Die Menschheit ist wieder mal größenwahnsinnig geworden und meint, sie könne die Natur korrigieren. An die Adresse der Klimaerwärmungslobby, diese sollten sich einmal genauer mit dem Wechsel von Warm- und Eiszeiten der Erdgeschichte befassen und dies nicht einfach ignorieren.

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  • AS
  • Kommentar 8
  • 13.12.2010 09:41
 

Ganz so krass wie romeo würde ich es nicht formulieren, aber im Grunde ist es schon sehr zweifelhaft, was an Ergebnissen vom IPCC kommt, da zwar "Ergebnisse" behauptet werden, die grundlegenden Annahmen aber nicht genannt/erläutert werden. Die Rechnungen von Herrn Seifert in seinem Buch "Das Ende der globalen Erwärmung" konnte ich als Nicht-Spezialist jedenfalls gut nachvollziehen. Wenn sie falsch sein sollten - wie vom IPCC behauptet - müssten sie doch einen groben Fehler enthaltenn, den die Spezialisten schnell erkennen würden. Wo also bleibt endlich die Gegenrechnung?

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  • Walter Hanson
  • Kommentar 7
  • 12.12.2010 00:14
 

Es ist traurig, das nur Wenige alle Tatsachen zusammen bringen. Verfolgen Sie die Berichte der NASA ueber die Sonnen-Ausbrueche, die zusaetzlich neben der Abgase der Verbrennung von Kohle,OEL,Gas jede Art von Verbrennung auch Massen von Sauerstoff Verbrnnen der fuer Mensch und Tier zum Leben notwendig sind. Jedes Fahrzeug verbrennt TAUSED mal mehr Sauerstoff pro Minuteals ein Mensch oder Tier,da diese nur eine Lunge haben, aber nicht wie ein Auto,zwischen ein bis zwoelf Zylinder die mit jedem Pot tausende mal ein und aus atmen und Co2 ausstossen und Sauerstoff verbrennen.MEHR SPAETER !WalterH

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  • Iliana
  • Kommentar 6
  • 11.12.2010 17:46
 

In den 60ern hieß es noch, CO2 würde eine Eiszeit verursachen, dann jedoch wurde es wärmer und .... ups, nein, CO2 verursacht natürlich eine Klimaerwärmung und nun wird es wieder kälter... ach nein, CO2 verursacht natürlich einen Klimawandel! Soll wohl heißen, hin und wieder ändert sich das Klima. Da ist man endlich auf der sicheren Seite und niemand kann mehr widersprechen.

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  • RAGNAROEKR
  • Kommentar 5
  • 11.12.2010 13:50
 

Die Politik der Gegenwart braucht die Kunstkrise Klima, weil ansonsten kaum ein weltumspannendes Netz von Regierungen den Völkern dieser Erde klar machen könnte, dass jedes Volk, so wie es ist, nichts taugt. Die Volksgenosse und Volk ist daher vor der Umwelt angeklagt, seine Lebensführungsschuld zu bezahlen. Und daher möge zur Erklärung dienen: Wenn es heißer werden müsste, jedoch tatsächlich kälter wird - entgegen demokratischer Beschlusslage - ist dies keine Widerlegung, da man eben kurz nur einige Messstationen nordseits abschalten muss. Und schon ist das Klimaabzockesystem gerettet!

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  • Nur Ökoabzocke
  • Kommentar 4
  • 10.12.2010 18:43
 

Diese Klimahisterie dient nur der Abzocke durch Ökosteuer, immer teurere Dämmung..... Und zugleich soll der Westen auch noch deindustrialisiert werden. Damit wir uns überhaupt keine Kinder mehr leisten können und Europa leer wird für die Besiedlung durch die Araber. Die Grünen wollen ja das Aussterben der Deutschen und die Islamisierung. Joschka Fischer: "Deutschland von außen umzingeln und von innen ausdünnen." Sollen sie in Afrika Wälder pflanzen statt niederbrennen. Ich kaufe nur Produkte aus der Region. Globalisierung macht arm und Regionalisierung wohlhabend.

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  • wissender dritter
  • Kommentar 3
  • 10.12.2010 13:40
 Antwort auf Kommentar 2

Es gibt allerdings Schreckgespenster über die man reden sollte! Z.B.: Al'CIAda, UN, WWF, EU, FED, und wie diese Sklaventreiber der NWO alle heißen...

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  • Reimund
  • Kommentar 2
  • 10.12.2010 13:24
 

Der Anteil des angeblich ach so schädlichen CO2 in der Lufthülle beträgt gerade mal 0,038 %. Zudem brauchen Pflanzen C02 »wie die Luft zum Atmen«, und das buchstäblich. Allein das zeigt, dass das Märchen vom menschengemachten Klimawandel nur heiße Luft ist. Luft allerdings, mit der sich von »grüner« Seite aus mächtig Kohle machen und die Menschheit mal wieder in Angst und Schrecken versetzen und damit versklaven lässt. Oder redet heute noch jemand von der Vogelgrippe, der Schweinegrippe, bombenlegenden Terroristen oder anderen Schreckgespenstern?

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  • romeo
  • Kommentar 1
  • 10.12.2010 12:23
 

In den Berichten des IPCC wurde derartig viel gelogen, gefälscht und Daten manipuliert, daß man vom größten Betrug in der Wissenschaftsgeschichte sprechen kann. Insofern haben die Behauptungen seitens des IPCC und deren zuarbeitenden Institutionen wie z.B. das PIK den Wahrheitsgehalt von Kaffeesatzleserei.

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