Der Klimagipfel in Cancun beginnt - und mit ihm die Spekulationen, was uns blüht. Internationale Forscher sagen: Zwei Grad Erwärmung kann die Erde gerade noch ab. Bei vier Grad entstehen erste Katastrophenszenarien. Wir stellen sie vor.
Um nicht mehr als zwei Grad Celsius soll sich die Erde erwärmen. Auf diesen Minimalkonsens hatten sich die Teilnehmer des weitgehend gescheiterten Klimagipfels von Kopenhagen im vergangenen Jahr geeinigt. Zu Beginn des diesjährigen UN-Klimatreffens im mexikanischen Cancún ist allerdings fraglicher denn je, ob dieses unverbindliche Minimalziel überhaupt noch erreicht werden kann.
Schon die im Kopenhagen-Abkommen beschlossenen, freiwilligen Reduktionen würden nach Meinung vieler Experten zu einem Temperaturanstieg von 3,5 bis 4 Grad führen. Und von einer Reduzierung der Emissionen keine Rede sein: Weltweit nimmt der Kohlendioxidausstoß, einer der Hauptursachen für den Klimawandel, weiter zu.
Was also, wenn sich die Erde um vier Grad erwärmt, womöglich sogar um mehr? In einer Sonderausgabe der Philosophical Transactions der britischen Royal Society zum Klimagipfel in Cancún appellieren Forscher an die Verhandlungspartner, alles zu unternehmen, um einen Anstieg um mehr als zwei Grad zu verhindern:
Meeresspiegel
Er würde bei einer Vier-Grad-Erwärmung um einen halben bis zwei Meter ansteigen. Dies könne dazu führen, dass bis zu 187 Millionen Menschen im Verlauf des Jahrhunderts ihre Heimat verlassen müssen, schreiben Forscher um Robert Nicholls von der Universität Southampton. Konkrete Zahlen seien schwer zu nennen, vor unklar sei, wie stark die großen Eisflächen den Anstieg des Meeresspiegels beeinflussten.
Migration
Eine stärkere Erderwärmung wird nicht nur die Zahl der Klimaflüchtlinge erhöhen, sondern auch die bisher vermuteten Wanderungsbewegungen verändern, berichtet Francois Gemenne vom Centre for Ethnic and Migration Studies der Universität Liège. Viele Menschen werden demnach nicht mehr die Wahl haben, ob sie ihre Heimat verlassen wollen oder nicht.
Ernteeinbußen in Afrika
In Afrika könnte eine Erhöhung der globalen Temperaturen um vier Grad bis 2090 zu einer deutlichen Verkürzung der Vegetationszeit und damit zu deutlichen Ernteeinbußen führen. Den Simulationen zufolge würde ein Anstieg um fünf Grad Celsius die Maisernte um 24 Prozent schmälern, die Bohnenernte sogar um mehr als 70 Prozent, berichtet Philip Thornton vom International Livestock Research Institute in Nairobi. Immer häufiger würden Ernten aufgrund von Wetterereignissen ganz ausfallen.
Niederschläge
Trockene Regionen werden noch trockener und feuchte Regionen noch feuchter. Das ist auch bei einem Zwei-Grad-Szenario der Fall, allerdings weniger ausgeprägt, schreiben Forscher vom Tyndall Centre for Climate Change Research im britischen Norwich. In der Mehrzahl der 112 von ihnen untersuchten Fluss-Einzugsgebieten wird der Wasserbedarf der Menschen das Angebot überschreiten.
Temperaturen
Die regionalen Temperaturen verändern sich im Verhältnis zur globalen Temperatur in einem Zwei-Grad- und einem Vier-Grad-Szenario sehr ähnlich, berichtet ein Forscherteam aus Exeter. Eine Ausnahme bildeten große Teile der Nordhalbkugel, wo es bei einer globalen Erwärmung von 4 Grad Celsius in den Sommermonaten zu einer deutlich stärkeren Erwärmung komme. In der Arktis könne es bei einem globalen Temperaturanstieg von 4 Grad in den Wintermonaten um 12 bis 16 Grad Celsius wärmer werden.
iwi/news.de/dpa
Solange nicht Mittel bereitgestellt werden, die Wüsten dieser Erde reichlich mit Wasser zu versorgen, indem man Flüsse per Pipline dahin um pumpt, scheint mir, geht es nur um Geld und Patentrechte, um andere Länder auszubeuten! Auf Deutsch, die Industrieländer wollen nur Geld scheffeln! Das beste wäre, sämtliche Patente auf zu heben und bei den Drittweltländern Eifuhrzoll zu erheben, damit es sich lohnt, im eigenen Land zu produzieren!! Die Wüsten müssen wieder "Grün" werden, dann ist die Klimaerwärmung der Erde kein Thema mehr!!
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