Die Wasserversorgung in Lübeck ist am Sonntagmorgen weitgehend zusammengebrochen. Betroffen waren alle 130.000 Haushalte der Hansestadt. Ursache ist vermutlich ein großer Wasserrohrbruch an einer Hauptleitung.
Mittlerweile läuft das Wasser in der Hansestadt wieder. Trotzdem werde die Wasserversorgung noch einige Stunden eingeschränkt bleiben, sagte der Stadtwerke-Sprecher Lars Hertrampf. Ursache für den größten Versorgungsausfall in Lübeck seit dem Zweiten Weltkrieg sei ein Leck in einer Wasserleitung gewesen, vermutlich unter Wasser. Die Feuerwehr versorgt unterdessen sensible Einrichtungen wie Krankenhäuser und Altenheime mit Wasser aus Tankwagen, die direkt an einem Wasserwerk befüllt wurden.
In einzelnen Haushalten gebe es seit etwa 9.00 Uhr gar kein Wasser mehr, in anderen herrsche nur geringer Wasserdruck, sagte Hertrampf. Er sprach von einem «massiven Druckabfall». Es sei ungewöhnlich, dass es aus der Bevölkerung noch keinen Hinweis auf einen großen Wasseraustritt gebe. Immerhin flössen 100 Kubimeter Wasser pro Stunde aus einem defekten Rohr. Deshalb werde vermutet, dass ein Rohr in einer Wasserunterführung etwa unter der Trave gebrochen sei. Derzeit würden alle Stellen, die nicht unmittelbar einsehbar seien, systematisch untersucht.
Die Stadtwerke richteten zusammen mit der Feuerwehr eine Arbeitsgruppe ein. Die Feuerwehr soll dafür sorgen, dass die Wasserversorgung in Einrichtungen wie etwa Krankenhäusern gewährleistet ist. Dazu befüllt sie Wassertanks direkt an einem Wasserwerk und liefert das Wasser direkt an die Einrichtungen aus. Problem dabei sei die absolute Einhaltung der Hygiene, wie sie in Krankenhäusern benötigt werde, sagte der Sprecher.
jag/news.de/dapd/dpa