Sa., 26.05.12

Krater in Schmalkalden 04.11.2010 Jetzt kommt der Kies ins Erdloch

Die Bagger rollen in Schmalkalden an. Tag und Nacht soll nun Kies in den Krater gekippt werden. (Foto)
Die Bagger rollen in Schmalkalden an. Tag und Nacht soll nun Kies in den Krater gekippt werden. Bild: dpa

In den Krater von Schmalkalden werden seit dem Morgen die ersten Ladungen Kies gekippt. Sechs Lastwagen sollen jetzt Tag und Nacht unterwegs sein. Doch der angekündigte Regen beunruhigt die Experten. Sie warnen vor weiteren Einbrüchen im Erdreich.

Das Zuschütten des 20 Meter tiefen Lochs werde voraussichtlich mehrere Wochen dauern, so Schmalkaldens Bürgermeister Thomas Kaminski. Die dafür benötigten 40.000 Tonnen Kies sollen aus einer knapp zwölf Kilometer entfernten Grube herangekarrt werden. Etwa 2000 Lastwagen-Ladungen sind notwendig. Der Bürgermeister rechnet damit, dass bis zu 2000 Tonnen Kies pro Tag in das Loch geschüttet werden könnten.

Experten fürchten vor allem Gefahren bei starkem Regen. Der könnte weitere Ausspülungen und neue Erdeinbrüche auslösen. Vorbeugend wurden daher Wasser- und Abwasserleitungen verlegt, um das Loch vor einem Wassereinbruch zu schützen. Um mehr über die Gesteinsschichten im Untergrund zu erfahren, soll es eine Untersuchungsbohrung geben.

Der Krater war in der Nacht zum Montag in der Wohnsiedlung an einem Hang der Südthüringer Fachwerkstadt aufgebrochen. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Ein Auto rutschte in die Tiefe, die Straße brach weg. Das fast kreisrunde Loch hat einen Durchmesser von gut 35 Metern. Geologen gehen von einer natürlichen Ursache für das tiefe Loch aus.

jag/car/reu/news.de/dpa
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