Sa., 26.05.12

Schmalkalden 01.11.2010 Riesenkrater verschluckt Auto

Schmalkalden  (Foto)
Nach einem Erdfall in Schmalkalden markiert ein Feuerwehrmann die Risse.   Bild: dpa

Es geschah mitten in einem Wohngebiet: Im thüringischen Schmalkalden hat sich ein riesiges Loch aufgetan - ein Pkw verschwand darin. Der Krater soll mindestens 15 Meter tief sein. Nun drohen weitere Autos abzustürzen.

Das Loch entstand in der Nähe einer Straßenkreuzung. Ein Sprecher der Feuerwehr Schmalkalden sagte news.de-Redakteur Jan Grundmann vor Ort, er gehe von 30 mal 40 Metern bei 15 Metern Tiefe aus. Zuvor hatte ein Polizeihubschrauber das Loch vermessen.

Wie ein Polizeisprecher vor Ort mitteilte, brach die Erde in der Nacht zum Montag gegen 3 Uhr auf. Ein Anwohner in der Einfamilienhaussiedlung habe «Geräusche» gehört und die Polizei alarmiert. Einen großen Knall oder Ähnliches gab es offensichtlich nicht. «Ich bin um halb vier wach geworden, wußte aber nicht warum», berichtete Anwohnerin Anne Währa news.de. «Dann habe ich aus dem Fenster geschaut und die ganze Straße war voller Einsatzwagen, Notstromaggregate liefen.»

Ein blauer Pkw rutschte in das Loch und ist seitdem nicht mehr zu sehen. Die Feuerwehr rechnet damit, dass zwei weitere Fahrzeuge, die in den Garagen an der Abbruchkante stehen, ebenfalls abstürzen könnten. In dem kleinen 20.000-Einwohner-Ort ist viel los nach dem Erdrutsch - ständig sind Martinshorn oder Hubschrauberrotoren zu hören.

Loch soll voraussichtlich mit Kies gefüllt werden

Laut Angaben eines Polizeisprechers gibt es keine Vermissten oder Verletzten. 25 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, fünf Häuser seien evakuiert. Weitere Evakuierungen sollen folgen.

Die Ursache für das Unglück war zunächst unklar. Experten des Landesbergamts und der Landesanstalt für Umwelt und Geologie machen sich vor Ort ein Bild von dem Unglück, wie ein Sprecher des Umweltministeriums sagte. Dass der Krater ein Folgeschaden des Salzbergbaus ist, sei nach ersten Erkenntnissen auszuschließen.

Der thüringische Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) sagte dem Fernsehsender N24, man gehe von einer natürlichen Ursache aus. Denkbar seien etwa «Auswaschungen im Untergrund». Über das weitere Vorgehen sei noch nicht abschließend entschieden worden. Das Loch werde voraussichtlich mit Kies verfüllt. «Aber das müssen die Experten noch näher beleuchten», sagte Reinholz.

«Es bröckelt ein wenig»

Am Kraterrand rutschte unterdessen weitere Erde nach. «Es bröckelt ein wenig», sagte Polizeisprecher Fred Jäger. Reinholz zufolge droht auch eine Garage, die unmittelbar an der Bruchkante steht, in das Loch abzurutschen. Strom, Wasser und Gas seien abgestellt worden, um keine weiteren Gefahren zu erzeugen

Ein Großaufgebot der Polizei und Feuerwehr ist in Schmalkalden im Einsatz und sperrt das Gebiet weiträumig ab. «Es ist aber keine größere Hektik entstanden. Die Leute sind den Umständen entsprechend recht ruhig», sagte eine Polizeisprecherin.

Ein ähnlicher Erdfall sorgt seit Jahren im rund 40 Kilometer entfernten Tiefenort in der dortigen Kali-Bergbauregion für Probleme und machte fünf Häuser unbewohnbar. Außer in Bergbauregionen sind Erdfälle auch in Karstgebieten häufiger, wo zuletzt bei Bad Frankenhausen ein großes Stück Acker zwölf Meter in die Tiefe sackte.

Lesen Sie hier auch unsere Reportage aus Schmalkalden. News.de hat sich mit der Feuerwehr am Kraterrand umgesehen.

tno/mat/ivb/news.de/dpa/dapd
Leserkommentare (1) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Matthias Engel
  • Kommentar 1
  • 01.11.2010 22:26
 

Der thüringische Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) sagte dem Fernsehsender N24, man gehe von einer natürlichen Ursache aus. Das ist aber nur eine Beruhigung damit man nicht wirklich verunsichert wird. Da stimmt aber nicht was man sagt!! Den die Ursachen sind eine ganz andere innere kommende Erdbeben leichte ruckartige Verschiebungen der Erdummandelungen bestehender Vulkanaussprüche! Hier stimmt was nicht in Deutschland samt umliegenden Kontinents Europa. Es ist keinem Aufgefallen das zu viele Erdbeben Vulkane Kalk ist in den Köpfen der Menschen! Es wird nicht so so bleiben wie es eins war.

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