Das Flammeninferno in einem Vorort der kalifornischen Metropole hat ein Wohnviertel in Brand gesetzt. Sechs Menschen kamen dabei ums Leben, Dutzende wurden teils schwer verletzt.
Nach dem Bruch einer Gasleitung und einer gewaltigen Explosion ist in einer Wohngegend in San Francisco ein Großbrand ausgebrochen. Dabei sind sechs Menschen ums Leben gekommen, sagte ein Feuerwehrmann der Los Angeles Times. Andere Medien sprachen von drei Toten.
Zahlreiche Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. 53 Wohnhäuser wurden ein Raub der Flammen, 120 Häuser wurden beschädigt. Augenzeugen zufolge schoss ein Feuerball rund 300 Meter in die Höhe und versetzte viele Anwohner in eine panische Flucht. An der Gasleitung entstand ein riesiger Krater. Das Feuer erfasste am frühen Donnerstagabend mehrere Straßenzüge im Viertel San Bruno.
Der Gasversorger Pacific Gas and Electric erklärte, dass es sich um eine ihrer Gasleitungen handele. Sollte ihr Defekt den Brand verursacht haben, werde das Unternehmen die Verantwortung übernehmen. Neben 150 bis 200 Feuerwehrleuten waren auch Löschflugzeuge und Hubschrauber im Einsatz. In Krankenhäuser der Bay-Area wurden etliche Personen mit schweren Verbrennungen eingeliefert, hieß es. Der Feuerwehrchef von San Bruno, Dennis Haag, sagte, die Einsatzkräfte hätten wegen der Flammen Mühe gehabt, nahe genug an die gebrochene Gasleitung heranzukommen, um sie schließen zu können.
Eine Augenzeugin berichtete von einem riesigen Knall. «Alles außer dem Erdboden schwankte, deshalb war klar, dass es kein Erdbeben war», sagte die 62-jährige Jane Porcelli, die auf einem Hügel oberhalb des von dem Großbrand betroffenen Viertels wohnt. «Man fühlt sich so hilflos. Ich kann nur dasitzen und zusehen.» Eine andere Augenzeugin berichtete, die Hitze sei bereits in drei oder vier Straßenzügen Entfernung fühlbar gewesen. «Ich habe Familien im Hof nebenan gesehen, die ihre Kinder gepackt und zugesehen haben, dass sie sie rauskriegen.»
jag/news.de/dpa/dapd