Mi., 08.02.12

Ramadan-Ende Abspeck-Erfolge im Fastenmonat

Von news.de-Redakteur Jan Grundmann

Artikel vom 08.09.2010

Kein Essen oder Sex zwischen Sonnenauf- und Untergang: Für Muslime geht heute der Ramadan zu Ende. Eine gläubige junge Frau erzählt news.de, wie schwer die Nulldiät war und wie viele Kilos sie dabei abgenommen hat.

Um halb sieben ist in Leipzig die Sonne aufgegangen. Seitdem hat Aishe Ali nichts mehr gegessen. Auch nicht getrunken. Nicht mal Zähneputzen ist erlaubt, weil versehentlich ein Wassertropfen die Kehle hinablaufen könnte. «Damit hätte ich den  Ramadan für diesen Tag gebrochen», sagt sie.

Es ist jetzt früher Nachmittag - acht Stunden ohne Essen und Trinken liegen hinter der Muslimin. «Ich bin müde, ich bin kraftlos», sagt die 26-Jährige. «Ab dem Nachmittag ist es schwer, das Fasten durchzuhalten. Der Magen knurrt.» Sie muss noch einige Stunden mit der Nulldiät überstehen: Die Sonne geht erst kurz vor 20 Uhr unter. Und erst nach dieser 13-stündigen Fastenzeit sind Kohlenhydrate oder Koitus wieder erlaubt.

Der Fastenmonat orientiert sich am Mondkalender. Der ist elf Tage kürzer als das Sonnenjahr. Und deshalb verschiebt sich der Ramadan in den kommenden Jahren immer weiter Richtung Sommer. Begann der Fastenmonat in diesem Jahr am 11. August, ist es im kommenden Jahr bereits der 1. August, 2012 werden Gläubige bereits ab 21. Juli fasten. «Das wird krass», sagt Aishe, «im Hochsommer ohne Flüssigkeit auszukommen.»  Zudem nimmt die tägliche Fastenzeit zu, weil die Sonne im Sommer länger am Himmel steht.

Zwischen drei und fünf Kilo Gewichtsverlust

Für Muslime ist es eine Pflicht, das Fasten einzuhalten. Kranke oder Schwangere dürfen nicht fasten, sie müssen die Tage aber nachholen. «Es ist eine Zeit, in der du nichts isst, in der du keinen Sex haben darfst. Da hast du viel mehr Zeit für Gott übrig», sagt sie. Denn die soll der gläubige Muslim im Ramadan haben, auch Zeit zum Ruhen, zum Stillstehen. Er soll sich mit dem Koran beschäftigen, die Suren studieren. Und beten, fünfmal am Tag schreibt der Koran es den Gläubigen vor.

Seit Beginn des Ramadan vor 29 Tagen isst und trinkt Aishe zwischen Sonnenauf- und Untergang nichts. «Abends kann ich nicht mehr viel essen. Ich will zwar, aber der Magen verkleinert sich, es passt nicht mehr viel hinein», sagt die Muslimin. Deshalb verliere sie im Fastenmonat zwischen drei und fünf Kilo Gewicht. «Das ist aber höchstens ein Begleitaspekt. Man fastet ja nicht für sich, sondern für Gott.»

Jetzt wird das Ende des Ramadan gefeiert - da kommt aber auch wieder Gewicht drauf. «In meiner Familie ist es Tradition, dass wir uns schon am Vormittag zu einem riesigen Festmahl treffen.» Drei Tage wird das Fest des Fastenbrechens gefeiert. Zum zweithöchsten islamischen Fest werden viele Süßigkeiten, Fleisch und Reis gereicht. «Und eine leckeren Suppe mit getrockneten Aprikosen», erzählt Aishe.

cvd/ivb/news.de
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Ramadan-Ende: Abspeck-Erfolge im Fastenmonat » Gesellschaft » Nachrichten

URL : http://www.news.de/gesellschaft/855072383/abspeck-erfolge-im-fastenmonat/1/
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Leserkommentare (9)
  • Kommentar: 9
  • 09.09.2010 16:23
von
August
Antwort auf Kommentar 8

Das ist überhaupt kein Problem,denn beim Saftfasten hat man nach 4Tagen keinen Hunger mehr & Wandern & Arbeit ist sogar zuträglich.Der Kopf wird klar & aufgeräumt & der Geruchssinn verbessert.Man sollte es jedoch nicht ohne fachliche Anleitung machen, denn sonst kann es notfalls auch schädigen.Bei den erforderlichen Einläufen kommen sog. Kotsteine, das sind Teerähnliche Klumpen aus dem Darm, die als sozusagen "Altlasten" endlich den Körper verlassen. Ich habe dabei ca. 15 kg abgenommen, von denen 5 kg auf Dauer fern blieben. Das Abfasten, also;langsames zurückkommen zur Normalkost ist wichtig.

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  • Kommentar: 8
  • 09.09.2010 14:04
von
kühl

Ich frage mich nur,wie ein streng Fastender dann seinen Arbeitstag durchhält.- Wenn er denn überhaupt arbeitet.

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  • Kommentar: 7
  • 09.09.2010 13:46
von
Peter Feischen

Wen interessiert das ?????

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  • Kommentar: 6
  • 09.09.2010 11:38
von
nirun182
Antwort auf Kommentar 4

Ja ganz genau und sonst noch welche Märchen? Ich habe es geschrieben - ich habe das "FASTEN" in den Länder (siehe unten) miterlebt. Also erzählen Sie mir nicht was wirklichkeit ist was sein SOLLTE? Steinigung wird auch aus Demut gemacht?

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  • Kommentar: 5
  • 09.09.2010 07:18
von
Verena
Antwort auf Kommentar 2

Natürlich kommt das Fastengebot von Gott,sogar in der Bibel wird das Fasten erwähnt&Propheten vollzogen dies auch schon. @August Fastenbrechen bedeutet nicht,sich den Magen voll schlagen.Der Prophet (Friede und Segen sei auf ihm),aß bescheiden,und wichtig war es auch,sich nicht voll zu essen. Und nein,auch wir schlagen uns den Magen nicht voll bevor es ins Bett geht. Verstehe gar nicht was das für Unterstellungen sind.Nein,ungesund ist es definitiv nicht,nur weil man Hunger oder Durst spüren kann.Beim Sport, bekommt man Schmerzen durch Anstrengunge und Muskelkater.Ist Sport deswegen ungesund?

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  • Kommentar: 4
  • 09.09.2010 07:12
von
Verene
Antwort auf Kommentar 1

Erzählen Sie doch bitte keinen Blödsinn. Welcher normale Menschen isst sich durch die ganze Nacht. Wir sind schon nach 10-15 Minuten alle satt. Der Magen verträgt nach einer längeren Pause nicht viel. Und Nein, wir sind nicht die ganze Nacht damit beschäftigt zu essen. Und Mitleid braucht man als Fastenden nicht. Man fastet aus Demut, Überzeugung und Liebe zu Gott.Als gläubiger Mensch ist dies eher ein Genuss @Schoggo Ich weiß zwar nicht wie sie Gott definieren, aber Allah, ist allmächtig uns sieht, weiß und hat macht über alles. Desegen auch der allmächtige Gott,im wahrsten Sinne des Wortes.

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  • Kommentar: 3
  • 08.09.2010 14:07
von
schoggo

das ist doch alles nur gequatsche, Religion ist in meinen Augen nur was für Leute die mit sich selbst unzufrieden sind und heucheln anderen nur was vor. Der Mensch biegt sich alles igendwie so hin wie es für ihn gut ist. Grungsätzlich finde ich fasten ja O.K. sollte es auch richtig gemacht werden. Aber wir wissen ja alle Alah sieht in der Nacht nichts. Und somit denke ich sind alle Menschen irgendwie gleich gestrickt.

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  • Kommentar: 2
  • 08.09.2010 14:01
von
August

Wenn man so wie ich schon mal die Saftkur nach Breuss gemacht hat, kann man über das "Ramadanfasten" nur lauthals lachen. 40 Tage; nur Wurzelgemüsesaft,Tee&einmal am Tag eine Suppe(nur das flüssige)von Zwiebelschalen ist außerdem noch eine Krebskur, da dem Körper jegliches Eiweiß vorenthalten wird.Das absolut unvernünftige Schlemmen, zu Zeiten, wenn der vernünftige Mensch besser; hungrig zu Bett geht und Dürsten, tagsüber ist absolut ungesund. Es sei denn man betrachtet den Ramadan als Bestrafung und Kasteiung. Das Alkoholverbot im Islam ist ganz ok aber der Ramadan kann nicht von Gott kommen.

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  • Kommentar: 1
  • 08.09.2010 12:49
von
nirun182

Ich finde es immer wieder amüsant wenn die "armen" Moslems über das "harte" fasten sprechen? Ich habe JAHRE in Moslemischen Länder (Pakistan, Marroko, TR,Algerien) gelebt und gerabeitet und das einzige was sich im Fastenmonat ändert sind die Tageszeiten für essen und schlafen. Bei Sonneuntergang der durch´den Ruf des Muezins und meistens zusätzlich durch lautes Sirenegheul verkündet wird beginnt das grosse Fressen. Es wird die ganze nacht durch gegessen und spazieren gegangen. Von Fasten habe ich nichts bemerkt, meistens sind die Gerichte sogar noch Kalorien reicher als in der "normalen" Zeit.

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