Menschenfleisch-Restaurant eröffnet
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Es gab Anzeigen und Zeitungsberichte. Es gab Annoncen, in denen freiwillige Fleisch-Spender und aufgeschlossene Chirurgen für das Restaurant gesucht wurden. Am Ende entpuppte sich die Eröffnung als makaberer Scherz des Vegetarier-Bundes.
Mit Anzeigen und Berichten in Zeitungen hatte der Vegetarierbund den Eindruck erweckt, in der Hauptstadt solle in einem neuen Restaurant Menschenfleisch zum Verzehr angeboten werden. Zu der Kampagne hatten unter anderem eine angebliche Internet-Versteigerung von vermeintlicher Menschenfleischpastete sowie die Suche nach einem «aufgeschlossenen Chirurgen» für das Restaurant gehört. Zudem war in Annoncen nach freiwilligen Spendern von Fleisch für das Restaurant gesucht worden.
Mit seiner Kampagne wollte der Bund nach eigenen Angaben auf all die Millionen Menschen aufmerksam machen, die «durch den weltweiten Fleischkonsum in Mitleidenschaft gezogen werden». Es sei eine Tatsache, dass alle 3,6 Sekunden ein Mensch an Unterernährung stirbt, während ein Großteil der Getreideerträge an die sogenannten Nutztiere verfüttert werde.
Der Organisation zufolge würden Welthunger, Klimawandel, Wasserknappheit, Regenwaldabholzung, Tierseuchen oder Wohlstandskrankheiten durch hohen Fleischkonsum verursacht oder verschärft. Über diese Tatsachen mache sich im Alltag kaum einer Gedanken. Deshalb sei es nötig gewesen, eine solche kreative Kampagne ins Leben zu rufen, so der Vegetarierbund.
jag/cvd/news.de/ddp
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