Honig-Komplott aufgeflogen
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Zehn Deutsche sind in den USA angeklagt worden. Sie sollen Honig mit Antibiotika versetzt, ihn illegal aus China in die Staaten eingeführt und dabei Anti-Dumping-Zölle umgangen haben. Ein internationales Komplott wird vermutet.
Wie das Justizministerium mitteilte, handelt es sich um ehemalige Topmanager des deutschen Nahrungsmittelkonzerns Alfred L. Wolff GmbH oder vier Tochtergesellschaften. Das US-Honigimport-Geschäft des Unternehmens war demnach in Chicago angesiedelt.
Nach Angaben des Ministeriums wurden auch ein Chinese und insgesamt sechs Firmen in Verbindung mit dem Konzern angeklagt. Ihnen allen wird ein internationales Komplott vorgeworfen: Honig aus China soll mit falschen Etiketten importiert worden sein, um andere Herkunftsländer vorzutäuschen. Ziel sei es gewesen, Anti-Dumping-Zölle in Höhe von insgesamt fast 80 Millionen Dollar (62,5 Millionen Euro) zu umgehen. Der illegal in die USA eingeführte Honig sei außerdem entgegen Verboten zum Teil mit Antibiotika versetzt gewesen.
Neun der Angeklagten sollen sich außerdem wegen Honigschmuggels, Fälschung von Papieren und Verstößen gegen Bestimmungen zur Nahrungsmittelsicherheit verantworten. Neun der Angeklagten befinden sich nach Mitteilung des Ministeriums im Ausland, das heißt, sie wurden in Abwesenheit angeklagt.
jag/cvd/news.de/dpa
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