Obama sagt New Orleans weitere Hilfen zu
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Von Erica Werne
Artikel vom 30.08.2010
Fünf Jahre nach dem Hurrikan «Katrina» hat US-Präsident Barack Obama den Menschen in New Orleans weitere Unterstützung zugesichert. Und er stänkerte kräftig gegen seinen Amtsvorgänger George W. Bush.
«Meine Regierung steht Ihnen bei und kämpft mit Ihnen, bis die Aufgabe erledigt ist», sagte Obama am Sonntag in einer Rede an der Xavier-Universität. Noch immer seien nicht alle Häuser wieder aufgebaut, zu viele Schüler würden noch in Containern unterrichtet, es gebe zu viele Arbeits- und Heimatlose. Die Bewohner der Stadt hätten «eine unglaubliche Belastbarkeit» gezeigt.
Seine Ansprache am Jahrestag der Naturkatastrophe, der Ende August 2005 mehr als 1800 Menschen zum Opfer fielen, verband Obama mit Kritik an seinem Vorgänger George W. Bush. Der Hurrikan und seine Folgen seien «eine von Menschenhand geschaffene Katastrophe» gewesen, sagte der US-Präsident - «ein schändliches Versagen der Regierung, die zahllose Männer, Frauen und Kinder sich selbst überließ».
80 Prozent der Stadt überflutet
Obama sprach aber auch Erfolge an, die seine Regierung beim Wiederaufbau nach der Naturkatastrophe erzielt habe. So werde derzeit das Deichsystem von New Orleans ausgebessert, das «Katrina» vor fünf Jahren nicht standgehalten hatte. Die Reparaturarbeiten sollen dem Präsidenten zufolge bis nächstes Jahr abgeschlossen sein. Das ausgebesserte Deichsystem solle in der Lage sein, die Stadt vor einem Jahrhundertsturm zu schützen, sagte Obama. «Weil wir nicht jede Hurrikan-Saison russisches Roulette spielen sollten.»
«Katrina» hatte am 29. August 2005 die Stadt New Orleans, das südliche Louisiana und die Golfküste von Mississippi unter Wasser gesetzt und verwüstet. 80 Prozent von New Orleans wurden überflutet. Es dauerte einen Monat, bis die Wassermassen aus der Stadt abgepumpt waren und der Wiederaufbau beginnen konnte. Besonders betroffen war der Ortsteil Lower 9th Ward, wo bisher nur ein Viertel der ehemals 5400 Häuser wieder aufgebaut wurde.
Obama ging in seiner Rede am Sonntag auch auf die jüngste Katastrophe in der Region ein: die Ölpest im Golf von Mexiko. Seine Regierung werde nicht ruhen, bis die Säuberungsarbeiten abgeschlossen und die Umweltschäden beseitigt seien, sagte er. «Und auch dieses Versprechen werden wir halten.»
Hurrikan «Earl» erreicht die Karibik
Hurrikan «Earl» sorgte unterdessen auf den nördlichen Leeward-Inseln östlich von Puerto Rico für heftigen Regen und starken Wind. «Earl», der bereits die Hurrikan-Stufe zwei erreicht hat, könnte sich am Montagabend oder Dienstagmorgen (Ortszeit) zu einem sehr starken Hurrikan entwickeln, wie das Nationale Hurrikan-Warnzentrum der USA in Miami sagte.
In der Karibik wurden für zahlreiche Inseln Unwetterwarnungen herausgegeben, darunter Antigua und die Virgin Islands. Auf Antigua wurde der Flughafen geschlossen, Flüge wurden gestrichen. Kreuzfahrtschiffe mussten ihren Kurs ändern. Am frühen Montag (Ortszeit) wütete «Earl» etwa 75 Kilometer nordöstlich der Insel St. Martin, auf dem Weg nach Westen.
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