Von news.de-Redakteur Jan Grundmann
Sie kämpfen per Zeitungsbericht gegen Google Street View: Die rheinländischen Rentner-Rebellen lassen sich dafür fotografieren - vor ihren Häusern, die Google keinesfalls im Netz veröffentlichen soll.
Deutschland kämpft auf allen Fronten. Gott Google ist die Zielscheibe, dieser undurchsichtige Super-Krake mit ausgeprägter Sammelleidenschaft. Doch jetzt muss mal Schluss sein mit diesem Google, der US-Konzern bringt alle auf die Palme, nicht nur die Herrschaftselite im Berliner Reichstag.
Auch rüstige Rheinländer-Rentner haben zum Gegenschlag ausgeholt. Sie wollen die Öffentlichkeit vor der Google-Gefahr warnen. Eine «Unverschämtheit» sei es, dass der Weltkonzern nicht mal das Einverständnis der Eigentümer vor der Veröffentlichung holen müsse, zürnte Ludwig Hillesheim in den Notitzblock der Journalistin Jennifer Koch von der Rheinischen Post (RP) hinein. Er sehe doch nicht ein, dass jemand ohne sein Okay das Haus fotografiere, einfach so.
Gemeinsam mit den Nachbarn Konrad, Anne und Erich ließ er sich von der Journalistin vor der Reihenhaussiedlung fotografieren, um gegen die Veröffentlichung der Bilder seines Hauses bei Street View zu protestieren. Der Beitrag in der Rheinischen Post ist ein Renner: An einem Tag sei das Foto mehr als 30.000 Mal angeklickt worden, vermeldete die RP stolz.
Der Rentner, von dem eine breite Netzgemeinde jetzt nicht nur seinen Namen, sondern auch das Aussehen sein wohliges Reihenhauses kennt, ist sich seiner Berühmheit nicht bewusst.
Denn laut RP hat er zu Hause gar kein Internet.
iwi/news.de
Tja solche Leute gibts in Bayern auch: In Neuburg hat sich auch so ein Held ablichten lassen, vor seinem Haus, mit einem Prpoagandaplakat der hiesigen Lokalzeitung in der Hand, die permanent gegen Street View hetzt. http://www.donaukurier.de/lokales/neuburg/Neuburg-Staat-muesste-sich-fuer-seine-Buerger-einsetzen;art1763,2312966
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