Sa., 26.05.12

Starkregen 06.08.2010 Wetter-Chaos in Süddeutschland

Hochwasser in Bayern (Foto)
Eine Frau trägt in Starnberg (Bayern) an der Wassersportsiedlung bei Hochwasser einen Sandsack zu einem Gebaeude. Dauerregen hat am Freitag im Suedwesten Bayerns und an der Donau zu Hochwasser gefuehrt. Der Wasserstand im Starnberger See ist nach Angaben Bild: ddp

Auf der Zugspitze fielen 35 Zentimeter Neuschnee,  starke Regenfälle sorgen für überflutete Straßen und vollgelaufene Keller, Jugend-Zeltlager mussten geräumt werden. Laut Deutschem Wetterdienst soll der Regen andauern.

An mehreren Orten im Allgäu fielen binnen 24 Stunden mehr als 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter - das sei etwa so viel wie normalerweise im ganzen Monat Juli, teilte der Hochwassernachrichtendienst in München mit. Keller liefen voll Wasser, Straßen wurden überflutet, mehrere Jugend-Zeltlager wurden geräumt. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor weiterem Dauerregen in Teilen Bayerns.

Bayerische Flüsse schwollen stark an. An der Illach, einem Zufluss zum Lech in Oberbayern, und an der Ammer bei Weilheim wurde den Angaben zufolge die Meldestufe 3 erreicht. «Das wird dazu führen, dass der Wasserpegel der größeren Flüsse im Laufe des Tages steigt», sagte ein Sprecher des Hochwassernachrichtendienstes. Auch an der Donau werde Hochwasser erwartet.

In Friedrichshafen am Bodensee waren die Niederschlagsmengen so groß, dass das Wasser vom Erdreich nicht mehr aufgesogen wurde und stellenweise über Straßen und Wiesen floss. Auch dort liefen nach Angaben der Stadt in der Nacht zum Freitag zahlreiche Keller voll. 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Rotach, die in Friedrichshafen in den Bodensee mündet, blieb jedoch rund 20 Zentimeter unter der kritischen Marke von 2,26 Metern.

Schnee auf Deutschlands höchstem deutscher Berg

Der Pegelstand des Bodensees ist nach den Niederschlägen der vergangenen Tage zwar deutlich gestiegen, bewegt sich jedoch auf einem für die Jahreszeit durchschnittlichen Niveau. In Konstanz wurden am Freitag 4,39 Meter gemessen. Die erste Alarmstufe wird erst bei 4,80 Metern erreicht.

Durch die kühlen Temperaturen der vergangenen Tage ist in den Hochlagen der bayerischen Alpen der Winter vorübergehend zurückgekehrt. So fielen auf der 2962 Meter hohen Zugspitze seit Donnerstag 35 Zentimeter Neuschnee. Wie ein Mitarbeiter der Wetterstation auf Deutschlands höchstem Berg am Freitag sagte, seien Schneefälle in den Sommermonaten nichts Ungewöhnliches. Bergwanderer können jedoch beruhigt sein. In den nächsten Tagen soll es auch auf der Zugspitze wieder wärmer werden.

jag/news.de/dpa
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