Von news.de- Redakteurin Kristina Schmidl
Duisburgs OB drückt sich davor, Verantwortung für den Tod der Loveparadeopfer zu übernehmen und zurückzutreten. Statt dessen überlässt er die Entscheidung, ob er abtreten soll, lieber dem Stadtrat. Das ist respektlos gegenüber den Toten und Hinterbliebenen.
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland hat sich bereit erklärt, sich einem Abwahlverfahren zu stellen. Endlich. Diese Entscheidung war längst überfällig. Denn auch wenn er die Genehmigung der Loveparade nicht persönlich unterschrieben hat - er steht an der Spitze der Stadtverwaltung. Und somit ist er politisch dafür verantwortlich, dass die Veranstaltung, bei der 21 junge Menschen in einer Massenpanik zu Tode gequetscht worden sind, überhaupt stattfinden durfte - und das obwohl gravierende Mängel am Sicherheitskonzept bekannt waren und Warnungen ausgesprochen worden sind.
Allein wegen der Hinterbliebenen ist Sauerlands Einlenken ein Erfolg. Denn damit sie mit dem schrecklichen Verlust umgehen können, ist es wichtig, dass jemand Verantwortung übernimmt - und zwar schnell. Wenn das nicht passiert, werden sie wohl lange keine Ruhe finden.
Sauerlands tagelanges Zögern war mehr als schwach - es war respektlos gegenüber den Toten und deren Angehörigen. Und was der Gipfel ist: Er möchte die Verantwortung für die Katastrophe bei der Loveparade noch immer nicht übernehmen - weder persönlich noch politisch. Statt selbst einen mutigen Schritt zu machen, überlässt der die Entscheidung, ob er im Amt bleiben soll oder nicht, lieber dem Stadtrat.
Die Behauptung, er wolle erst abwarten, bis die Ursachen der Katastrophe und damit auch die Frage, wer für sie verantwortlich sei, geklärt ist, ist lächerlich. Denn moralische Schuld hat er allemal auf sich geladen. Feige flieht er vor der Realität.
mik/cvd/news.de
Wie kann man einem Gemeindevater unterstellen, er habe Schuld (d.h. die vorsätzliche Absicht, dass es zu einem solchen Drama an Menschen in seiner Stadt kommt) an dem Tod so vieler Menschen bei einer Großveranstaltung in seiner Stadt? War es nicht vielmehr die Gier, mehr Profit daraus zu schlagen, indem Personal eingespart wurde, um die Menschen zu begleiten und ihnen an mehreren Orten Zutritt zum Gelände zu verschaffen, damit alle sicher ankamen und sich beteiligen konnten, die den Kern (Sch)aller Schuld ausmacht?
jetzt antwortenKommentar meldenWas weiß denn Kristina Schmidl als Redakteurin über OB Sauerland ? Nix, haut nur auf die Pauke. Verklagen sollte Sauerland wegen geschmakloses Mundwerk der Dame und übler Nachrede ..............
jetzt antwortenKommentar meldenWer von den lauten Anklägern würde denn auf seine gesamten Pensionsansprüche verzichten, wenn er ein Leben lang ordentlich gearbeitet hat und nun eine verwerfliche Entscheidung von mehreren getroffen wurde? Wer sich in die Lage von Herrn Sauerland versetzen kann, wird wohl etwas leiser. Auch, wer ehrlich reflektiert, wie er selbst sich bei eigenen Fehlentscheidungen verhält... Ein Sündenbock macht die fürchterliche Katastrophe nicht ungeschehen. Er würde nur andere decken, die der Loveparade unter diesen verhängnisvollen Bedingungen ebenfalls zugestimmt haben.
jetzt antwortenKommentar meldenPolitiker fordern den Rücktritt vom Posten des Oberbürgermeisters. Dabei ist er nur ein kleines Rädchen im Getriebe. Der OB hat ein Recht auf die Pension. Politiker sollten ganz stillsein, für die Bundeskanzlerin könnte das Stimmungstief weiter fallen. Und die Landesmutter hätte Duisburg gerne wieder SPD- regiert gesehen. Ist Karl- Theodor zu Guttenberg von seinem Amt als Bundesverteidigungsminister zurückgetreten nachdem in Afghanistan weit über 200 Menschen - Zivilisten- überwiegend Kinder- bei einem Bombardement zu Tode kam. Nein, er ist weiter im Amt. Oberst Klein war wohl der Sündenbock
jetzt antwortenKommentar melden.... wie immer machen es sich die Menschen viel zu Leicht in diesem unserem Land. Hat Herr Sauerland wirklich Fehler gemacht ? -- Keiner weiß es ! -- Aber mitheulen mit der Meute scheint üblich und normal zu sein. Im guten alten Wildenwesten wäre es wohl zur Selbstjustiz kommen- Aufhängen an dem nächsten Baum ...... Nein und nochmals Nein. Alle Fehler sind aufzudecken, Andere werden wohl gehen müssen ! Die Loveparade ist die größte blöd-sinnigste Erfindung, die es je gab. Alles was nichts kostet wird grenzenlos in Anspruch genommen. Dadurch wird auch Nichts kalkulierbar!Selbst eine Panik nicht
jetzt antwortenKommentar meldenEs ist traurig, dass es zur Loveparade in Duisburg zur Tragödie kam. Doch warum soll soll deswegen der Oberbürgermeister zurück treten von seinem gewählten Amt ? Viele gute Veranstaltungen hat er für die Stadt heran geholt. Nie gab es Probleme, es wurde bejubelt - ja Dank bekam er von der Bevölkerung. Es ist schlimm für die Angehörigen, für die Freunde der vielen toten jungen Menschen und der Verletzten. Doch soll jetzt ein Sündenbock herhalten ? - Damit ist es dann auch nicht getan, wenn der OB seinen Hut nimmt. Als OB kann er wirksam an der Aufklärung der Missstände mithelfen.....
jetzt antwortenKommentar meldenEs ist einfachj wiederlich einen Menschen wie den OB Sauerland weiterhin als Bürgermeister arbeiten zu lassen. Sauerland sollte mit dem Spachtel von seinem klebrigen Amtssessel gekratzt werden und seine Pension als Schmerzensgeld unter die Geschädigten verteilt werden. Sauerland soll bis am Ende seines Lebens von Harz 4 leben, damit er seine Mörderichen Fehler nicht vergisst. Die Profilneurose solcher Amtsträger stinkt ganz erbärmlich zum Himmel. Welcher Richter wird diesem miesen Amtsträger seine gerechte Strafe zukommen lassen, ich nehme an, Sauerland wird keine Bestrafung erhalten "Pfui" !
jetzt antwortenKommentar melden