Duisburgs OB Sauerland wusste offenbar bereits lange vor der Love Parade von den Sicherheitsbedenken seiner Verwaltung. Dennoch genehmigte er das Massenevent. Die Kanzlerin unterbricht für die Trauerfeier für die Opfer ihren Urlaub.
Dass es in Duisburg einen behördeninternen Streit über das Sicherheitskonzept der Loveparade gegeben hat, geht aus einem den Zeitungen der WAZ-Gruppe vorliegenden Sitzungsprotokoll hervor. Danach mussten die Sicherheitsbedenken auch dem Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) entgegen bisherigen Aussagen im Detail bekannt gewesen sein. Dies sei aus dem Verteiler ersichtlich, der handschriftlich auf dem Protokoll vom 18. Juni vermerkt ist und das Kürzel OB trägt.
In dem Schriftstück, das an Stadtbaudezernent Jürgen Dressler gerichtet ist und das eine Sitzung mit dem Loveparade-Veranstalter Lopavent, der Feuerwehr, dem Ordnungsamt und dem Ordnungsdezernenten Wolfgang Rabe zusammenfasst, ist den Angaben zufolge der Streit um die Fluchtwege dokumentiert.
Lopavent wehrte sich dem Protokoll zufolge gegen die Vorschrift, bei 220.000 Besuchern 440 Meter Fluchtwege nachweisen zu müssen. In dem Protokoll würden die Lopaventvertreter mit den Worten zitiert: «Die rechtlichen Voraussetzungen hätten sie noch nie machen müssen. Sie seien überrascht, welche rechtlichen und formalen Anforderungen die Bauordnung stellen würde.»
Lopavent bestand dem Papier zufolge auf 155 Meter Fluchtweg, da es ihrer Erfahrung nach «ausreichend sei, wenn ein Drittel der Personen entfluchtet werden können.»
Ordnungsdezernent übte Druck aus
Aus dem Schriftstück geht weiter hervor, dass der Ordnungsdezernent Wolfgang Rabe, der an dem Gespräch teilnahm, Druck ausübte. «Herr Rabe stellte in dem Zusammenhang fest, dass der OB die Veranstaltung wünsche und dass daher hierfür eine Lösung gefunden werden müsse. Die Anforderungen der Bauordnung, dass der Veranstalter ein taugliches Konzept vorlegen müsse, ließ er nicht gelten», heiße es im Protokoll. Rabe forderte das Bauordnungsamt, das normalerweise nur Kontrollfunktion hat, auf, «an dem Rettungswegekonzept konstruktiv mitzuarbeiten».
Der Leiter des Baudezernats, Jürgen Dressler, kommentierte das Schreiben handschriftlich: «Ich lehne aufgrund dieser Problemstellung eine Zuständigkeit und Verantwortung (...) ab. Dieses entspricht in keinerlei Hinsicht einem ordentlichen Verwaltungshandeln und einer sachgerechten Projektstellung.»
Ein Gruppenführer der Kölner Polizei macht den Veranstaltern der Loveparade schwere Vorwürfe wegen ihres vermeintlich sorglosen Handelns. «Es gab 12 bis 13 Ortstermine in Duisburg. Auch andere Einsatzführer der Polizei aus Wuppertal oder Aachen waren dabei. Und jedes Mal waren wir uns einig, dass das geplante Konzept im Chaos enden wird, dass es Verletzte und Tote geben wird», sagte ein Gruppenführer der Kölner Einsatzhundertschaft dem Kölner Express.
Bedenken seien ignoriert worden, sagte der Polizist dem Blatt weiter. «Uns wurde immer wieder mitgeteilt, es werde nicht diskutiert. Im Rathaus stehe man auf dem Standpunkt: Die Loveparade muss funktionieren.» Die Polizisten hätten ausgerechnet, dass sich bei einer Million Besuchern acht Menschen auf einen Quadratmeter zwängen würden.
Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge befand sich Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland in den Tagen vor der Loveparade mit seiner Familie im Urlaub in Österreich. Daher habe auch nicht er persönlich am Samstagmorgen vor der Parade die ordnungsbehördliche Erlaubnis erteilt. Das habe die Verwaltung getan, so das Blatt. Ursprünglich sei geplant gewesen, dass Sauerland erst zur Abschlusskundgebung anreise.
Unter den Angehörigen der 20 Todesopfer der Massenpanik im Tunnel ist die Wut und die Trauer groß. Am Samstag wird in Duisburg die Trauerfeier für die Opfer der Katastrophe stattfinden. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt daran teil. Das bestätigte eine Regierungssprecherin in Berlin. Merkel unterbricht dafür ihren Urlaub. Auch Bundespräsident Christian Wulff erwäge eine Teilnahme an der Trauerfeier, sagte ein Sprecher des Bundespräsidialamtes.
Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 und der MSV Duisburg planen für die Hinterbliebenen und Opfer der Loveparade-Tragödie ein Benefizspiel. Das Datum für die Partie im Duisburger Stadion steht noch nicht fest, wie der MSV und Schalke mitteilten.
«Wir in Duisburg müssen in diesen schweren Tagen zusammenhalten, für unsere Stadt und das Ruhrgebiet zusammenstehen und auch in die Zukunft blicken. Wir wollen versuchen, allen denen, die jetzt so unendliches Leid ertragen müssen, im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen», hieß es. Der Meisterschaftszweite Schalke habe spontan zugesagt.
sck/ivb/news.de/ddp/dpa
...alle bekannten Verantwortlichen an dieser Katastrophe gehören sofort in die Untersuchungshaft
jetzt antwortenKommentar melden...alle bekannten Verantwortlichen an dieser Tragödie gehören sofort in die Untersuchungshaft und nichts anderes
jetzt antwortenKommentar meldenWut und Trauer sind gross auch von Beteiligten der Loveparad - Morddrohung gegenüber dem OB. Was Hätte es nfür einen Aufschrei gegeben wenn der OB gegen die Veranstaltung gewesen wäre. Jetzt kommen Stimmen die die Katastrophe voraussahen ??? Vorauszusehen ist auch das es Tote beim jählichen Oktoberfest geben kann wenn in einem Zelt durch Feuer oä. Panik ausbricht .Es gibt keine 100%ige Sicherheit.Sicher muss geprüft werden ob tatsächlich alle Vorschriften beachtet wurden,aber was jetzt in der Presse gegenüber Stadtverantwortlichen ect.passiert ist unserös und hilft auch den Opfern nicht.
jetzt antwortenKommentar meldenWer ist aus bosnien toot?????
jetzt antwortenKommentar melden....hatten die Paraden noch Mottos die eine Aussage hatten. Das Motto war Programm. Peace, Love and Unity!!! We are one Family!!! und heute ist es egal wie sie heißt, Hauptsache sie findet statt. Man man man, ich könnte noch so viel dazu sagen, aber .......!! Ich hoffe alle Verantwortlichen kommen dafür ins Gefängnis. Rest in Peace
jetzt antwortenKommentar melden.....Alles für Ruhm und Ehre und Profit. Der herr Schaller macht sein Geld durch McFit und kriegt den Hals nicht voll. Der kann doch zufreiden sein, wenn solch ein Event plus/minus null endet. Aber Auslegungen und Richtlinien der Sicherheitsbestimmungen zu mißachten ist das schlimmste. Man sollte McFit mißachten, und lieber eine Runde auf einem echten Bike durch die Natur machen. Eine Million Soforthilfe ist zu wenig, bei den Mllionen die er macht. Ich wünnschte, der Doc Motte hätte es nie verkauft und es hätte nie Berlin verlassen dürfen. Ich war ´94,´95,´96,´97 und 2002. In den 90er ......
jetzt antwortenKommentar melden....keine Zäune oder Sperren. Da konnte es nicht passieren, das sich Menschen über den Haufen laufen. Was in Duisburg passiert ist, war keine Parade, sondern ein Festival mit festgelegtem Bereich. Ausgelegt für zu wenig Menschen. Es wurden in den letzten Jahren immer Besucherzahlen erreicht, die sich eine Million bewegt. Das dieses Gelände zuklein ist, war klar. 250.000 - 350.000 war im Vorfeld gesagt, also bekannt das es für zu WENIG Menschen ausgelegt ist. Das die Verantwortlichen es nun abstreiten, von Gefahren und die Hinweise dazu gewusst zu haben, finde ich verachtend!!! ................
jetzt antwortenKommentar melden1. Meine Trauer und Mitgefühl geht an die Familien und Freunde. 2. Die Kommentare die ich hier lese, wo die Tragödie mit der NS- Zeit verglichen wird, finde ich unpassend und Makaber. Das eine hat mit dem anderen nichts zutun. Der Kranke damals wollte die Weltherrschaft. Die Leute um den Veranstalter, Oberbürgermeister und seiner Verwaltung ging es um Profit und Ansehen. Beides ist ein falscher Grund, so eine Veranstaltung zumachen. 3. Ich war 5x auf der Loveparade, alle in Berlin. Da kommt sie her, und da gehört sie hin. Ein offene Strecke über Kilometer, rechts und links alles offen, .....
jetzt antwortenKommentar meldenWie ich sehe tut es Ihrer BRD-Krämerseele gut,daß Sie wirklich jeden Scheiß dem Herrn Hitler in die Schuhe schieben können!Damals hätten die Verantwortlichen wohl verantwortungsvoller entschieden, außerdem war die verzogene Spaßgesellschaft nicht so zahlreich und waren Schwulenumzüge damals nicht wirklich en vogue, außerdem hätte da wohl manch einer der Verantworlichen befürchtet als 22. Loveparadetoter an der Wand zu liegen.Ihre antifaschistische Milchmädchenrechnung geht da gar nicht auf!
jetzt antwortenKommentar meldendas ist typisch, echt typisch deutsch, es wird nicht diskutiert, es kommt einem wie bei ADOLF vor, einer diktiert die masse und der rest zieht nach, es wird zeit dass wir begreifen dass wir uns von diesen machenschaften nichts mehr vorrechnen lassen, 1und 1 ist 3 ahaaaaaa
jetzt antwortenKommentar meldendas ist typisch, echt typisch deutsch, es wird nicht diskutiert, es kommt einem wie bei ADOLF vor, einer diktiert die masse und der rest zieht nach, es wird zeit dass wir begreifen dass wir uns von diesen machenschaften nichts mehr vorrechnen lassen, 1und 1 ist 3 ahaaaaaa
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