Schwere Vorwürfe gegen die Organisatoren der Loveparade: Das Gelände soll nur für 250.000 Menschen zugelassen und Fluchtwege zu schmal gewesen sein. Feuerwehrpläne fehlten ganz. Bürgermeister Sauerland denkt über Rücktritt nach.
Nach der Tragödie auf der Duisburger Loveparade mit 19 Toten und 511 Verletzten werden die wütenden Vorwürfe gegen die Verantwortlichen immer lauter. Ein internes Verwaltungsdokument aus Duisburg belegt nach Informationen von Spiegel Online die Schwachstellen des Sicherheitskonzepts bei der Großveranstaltung mit insgesamt bis zu 1,4 Millionen Besuchern. So habe der Veranstalter nicht die sonst vorgeschriebene Breite der Fluchtwege einhalten müssen. Zugleich sei das Gelände ausdrücklich nur für 250.000 Menschen zugelassen gewesen.
Die Stadt Duisburg will sich erst später zu den Vorwürfen äußern und plant unterdessen die Trauerfeier. Das Sicherheitskonzept sei ausreichend gewesen, hatte sich am Sonntag noch der Panikforscher Michael Schreckenberg bei news.de geäußert. Schenkenberg hatte das Konzept vor der Tragödie geprüft. Er hatte dem Veranstalter Versäumnisse vorgeworfen: Die Unglückstreppe sei schlecht abgesichert gewesen.
Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hält es für wahrscheinlich, dass die Veranstalter und die Stadt Duisburg auf Kosten der Sicherheit bei der Loveparade sparten. «Darauf gibt es Hinweise. Dafür spricht zum Beispiel, dass es keine Videoüberwachung vor Ort gegeben hat, die eine schnelle Reaktion möglich gemacht hätte», sagte Wendt den ARD-Tagesthemen.
«Ich habe vor einem Jahr Duisburg als ungeeignet für die Loveparade abgelehnt und bin dafür als Spaßverderber und Sicherheitsfanatiker beschimpft worden», sagte Wendt. «Aber die Verantwortlichen waren besessen von der Idee, etwas für diese gebeutelte Stadt zu tun. Ich bin alles andere als glücklich darüber, nun leider auf diese Weise bestätigt worden zu sein.»
Der NRW-Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Erich Rettinghaus, sagte der dpa, «Polizei und Feuerwehr haben viel Erfahrung mit Großveranstaltungen. Praktisch nichts davon wurde umgesetzt».
Auch die Trauernden, die vor dem Todestunnel Blumen, Bilder und Briefe niederlegten, finden deutliche Worte für ihre Erschütterung: «Und keiner hat Schuld - jeder Vollidiot hätte es besser gewusst», hat jemand in akkuraten Druckbuchstaben auf ein Stück Pappe gemalt.
Die Ermittler lieferten zwar noch keine genauen Erklärungen. Doch es verdichteten sich Hinweise, dass Warnungen missachtet und behördliche Vorschriften bewusst aufgeweicht worden sind. Nun muss die Duisburger Polizei die Zuständigkeit für die Ermittlungen nach dem Loveparade-Unglück nach Köln abgeben. Offenbar fürchten die Duisburger Polizisten bei den Ermittlungen gegen Verwaltungsbeamte der eigenen Stadt den Vorwurf der Befangenheit, berichtete Spiegel Online.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur ddp soll das Kölner Polizeipräsidium die strafrechtlichen Aspekte des Unglücks ermitteln, das polizeiliche Einsatzkonzept am Veranstaltungstag soll vom Polizeipräsidium Essen ausgewertet und überprüft werden.
Profitgier und Unvermögen
Deutschlands führender Konzertveranstalter Marek Lieberberg warf den Duisburger Organisatoren Profitgier und Unvermögen vor. «Das ist kein tragisches Unglück, sondern ein Verbrechen», sagte Lieberberg der Süddeutschen Zeitung. Die Veranstalter seien der Technoparty mit hunderttausenden Teilnehmern nicht gewachsen gewesen. «Befruchtet haben sich die Geltungssucht der Lokalpolitik und die Profitsucht der Veranstalter, auf beiden Seiten gut gedüngt durch totalen Amateurismus.» Lieberberg organisiert unter anderem das Musikfestival Rock am Ring.
Das von Spiegel Online zitierte Schriftstück vom 21. Juli 2010 mit dem Aktenzeichen 62-34-WL-2010-0026 trägt den Titel «Genehmigung einer vorübergehenden Nutzungsänderung». Es richtet sich an die Berliner Lopavent GmbH als Veranstalter der Loveparade. Der Sachbearbeiter der Unteren Bauaufsicht im Duisburger Amt für Baurecht und Bauberatung befreit darin die Organisatoren von der Vorschrift, die vorgeschriebenen Breiten der Fluchtwege einhalten zu müssen. Außerdem verzichten die Beamten auf Feuerwehrpläne.
Allgemein gültige Sicherheitsstandards entwickeln
Eine unabhängige Untersuchungskomission hat der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, gefordert. Die Komission solle sich aus Fachleuten aus Sicherheitsbehörden und Rettungsdiensten zusammensetzen, die nicht aus dem Duisburger Umfeld stammten. Nur so könne unvoreingenommen geklärt werden, welche Umstände zu dem Unglück geführt hätten. Zudem könnten die daraus gezogenen Lehren dazu genutzt werden, allgemein gültige Sicherheitsstandards für künftige Massenveranstaltungen zu entwickeln.
Die Staatsanwaltschaft setzt derweil ihre Ermittlungen fort. Zeugenaussagen und beschlagnahmte Unterlagen sollen klären, bei der Planung oder der Ausführung der Großveranstaltung fahrlässig gehandelt wurde. Bereits vor der Technoparty hatte es konkrete Warnungen vor einer Katastrophe gegeben, die manchem angesichts des engen Tunnels und der erwarteten Menschenmassen unausweichlich schien. Mehr als 340 Raver hatten in dem Nadelöhr teils schwerste Verletzungen erlitten. Viele mussten wiederbelebt werden. In Lebensgefahr schwebt nach Angaben der Staatsanwaltschaft niemand mehr.
Noch immer sind 1138 Personen offiziell als vermisst gemeldet. Die Polizei hat erst die Hälfte der 2367 gesuchten Personen ermitteln können. 40 Beamte seien damit beschäftigt, die Vermisstenanzeigen abzuarbeiten, sagte ein Sprecher in Duisburg. Möglicherweise sei schon ein großer Teil der Vermissten wieder Zuhause. Die Polizei bat die Angehörigen, sich in diesem Fall zu melden. Die Rufnummern lauten (0203) 280 - 4125, - 4128 und - 4526.
Bürgermeister denkt über Rücktritt nach
Im Mittelpunkt der Kritik steht die Duisburger Stadtführung um Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU). Er hatte das Sicherheitskonzept der Loveparade verteidigt und das Unglück auf «individuelle Schwächen» zurückgeführt. Bochums früherer Polizeipräsident Thomas Wenner (62)hat Sauerland angeueigt Der Onlineausgabe der Bild-Zeitung sagte Wenner: «Ich zeige den Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, die leitenden Beamten der Stadt und die Veranstalter an.» Eine solche Veranstaltung sei in Duisburg nie realisierbar gewesen. Wenner hatte 2009 als amtierender Polizeipräsident die für Bochum geplante Loveparade abgesagt.
«Gestern und auch heute ist die Frage nach Verantwortung gestellt worden, auch nach meiner persönlichen. Ich werde mich dieser Frage stellen, das steht außer Frage», reagierte Sauerland im Radiosender WDR2 auf die Forderung nach seinem Rücktritt. Zunächst gehe es aber darum, die Geschehnisse aufzuklären und alle Informationen der Staatsanwaltschaft zur Verfügung zu stellen. Der CDU- Politiker war am Sonntag von Trauernden angegriffen worden, wurde ausgebuht, beschimpft und mit Müll beworfen, wie die Bild-Zeitung berichtete. «Das waren Menschen, die trauern, die ihren Emotionen freien Lauf gelassen haben und das verstehe ich», sagte Sauerland.
Tatsächliche Zahl der Teilnehmer noch unklar
Die Zahl der Teilnehmer konnten die Duisburger Veranstalter auch am Tag danach nicht genau beziffern. Sie reicht von 105.000 Menschen, die mit der Bahn zum Feiern reisten, bis hin zu 1,4 Millionen Ravern, die sich in der Stadt aufgehalten haben sollen. Die abgeschlossene Partyzone sei für rund 300.000 Feiernde ausgelegt gewesen, sagte der Leiter des Krisenstabs, Wolfgang Rabe. Der Platz sei zum Zeitpunkt des Unglücks nicht vollständig gefüllt gewesen.
Der Ablauf der Tragödie zeichnet sich erst in groben Zügen ab: Es gab lange Zeit nur einen Ein- und Ausgang zum Festgelände, und der war nur durch zwei Tunnel unter Bahngleisen zu erreichen. Von den Tunneln ging es um eine Ecke auf eine breite Straßenrampe zum alten Güterbahnhof.
Im Gedränge dieses Nadelöhrs stauten sich die Menschen. Raver, die ungeduldig zur Party strebten, trafen auf Menschen, die schon müde waren und das Fest verlassen wollten. Viele kletterten auf Container oder Zäune, um der drangvollen Enge zu entfliehen, einige stürzten nach Augenzeugenberichten hinunter in die Massen. Als daraufhin Panik ausbrach, ereignete sich das Unglück. Die Toten waren zwischen 18 und 38 Jahren alt, elf Frauen und acht Männer.
Einer der Schwerverletzten aus dem tödlichen Gedränge schwebte am Montag noch in Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. Von den insgesamt 511 Menschen mussten 283 in Krankenhäusern behandelt werden. 42 von ihnen lagen am Montag noch in Kliniken.
Die Stadt Gelsenkirchen - ursprünglich als Austragungsort der Loveparade 2011 vorgesehen - begrüßte die Absage der Party durch den Veranstalter Rainer Schaller. «Es ist definitiv richtig, dass die Loveparade nach der Katastrophe von Duisburg nicht mehr stattfindet. Sie wäre in Zukunft immer von diesem Unglück belastet gewesen», sagte Stadt-Sprecher Martin Schulman.
cvd/hav/sck/ivb/news.de/dpa
Hoffentlich denkt Herr Sauerland nicht allzu lange, sondern vollzieht schnell, was angebracht wäre. Die Taschen voll gestopft wird er sich vermutlich schon haben.
jetzt antwortenKommentar meldenSchneller Reibach für den Veranstalter und die Stadt Duisburg mit schrecklichem Ende. In einer Zeit, in der jeder, der die richtigen Beziehungen hat, zum staatlich bestellten Prüfer und Kontrolleur mutiert, eigentlich ein Unding. Die beiderseitigen Bemühungen, die man eher als gleichermaßen klägliche wie erbärmliche Versuche der Verschleierung bezeichnen sollte, der anderen Seite die Schuld zu zu schieben, geben Anlass zu der Vermutung, dass hier doch reichlich Bakschisch geflossen ist. Auf normalem Wege wird so etwas nicht genehmigt. Afrika lässt grüßen.
jetzt antwortenKommentar meldenSchön Sonya das Du mir plastisch versuchst eine Massenpanik zu erklären. Las dir aber sagen, dass deine Analogie ein bisschen hinkt. Warum?-in deinem Turm sind nicht die Masse an Ordnungskräften die das zu lenken versuchen. Hast Du denn die Bilder nicht gesehen, als die Polizei von den Menschen angegriffen und regelrecht überrollt wurde, weil sie keinen mehr durchlassen wollten? Und nun darf ich dich wissen lassen, dass ich selbst zur Millenniumsfeier in München in ähnliche Situation geraten bin und große Sorge, insbesondere um meine Frau und Sohn, hatte.Ich weiss also wie mann sich fühlt!
jetzt antwortenKommentar meldenDie können Karneval feiern, mit ihren Pappnasen, aber alles Andere sollten sie mal Berlin überlassen.
jetzt antwortenKommentar meldenDa sieht man mal wieder wo Profitgier und selbstherrliche Kommunalpolitik und Ihr Geltungsbedürfnis hinführen. Das Verhalten der Verantwortlichen ist feige und unerträglich, darum klagt Sie wegen Mordes an, denn was anderes war es nicht.
jetzt antwortenKommentar melden«Und keiner hat Schuld - jeder Vollidiot hätte es besser gewusst» ... wenn jeder ies gewust haette waeren freiwillig nicht so viele auf diesne paltz gegangen ... wennes zu voll wird - ist dies nun ein zeichen von Deutscher verdummung? Ein bisschchen selbstverantwortung sollte auch jeder haben! Es ist ein Unglueck aber jedem anderen die schuld in die Schuhe zu schieben ist auch falsch. Ein bisschen eigenverantwortung sollte auch in jedem stecken! Ruecktrit um sich der sache zu entziehn sollte auch nicht als Loesung in frage kommen. So macht man aus einem unglueck eine katastrophe.
jetzt antwortenKommentar meldenMein Freund kato61! Du spricht mir aus der Seele das der, Wichtigtuer - Panikforscher Michael Schreckenberg seiner Fähigkeiten unterschätzt oder noch unter selbigen Schock steht, wie wir eben alle! Das hat aber absolut was der da quallte gestern im Fernsehen nicht zutun. Panik ist eben eine normale tierische wie menschliche Situation bei einer Menge die zu Fall kommt! das sollte der angebliche Panikforscher doch wissen müssen!! Als wie gestern in Fernsehen falsche Panik zu verbreiten im Unterstellungsgeschwätz!!
jetzt antwortenKommentar meldenNachsatz zu Panikforscher Michael Schreckenberg. Ich habe seine Ausführungen gestern gehört und war entsetzt. Hier wurde auch noch von Individualschuld einzelner, bzw fehlender Disziplin gesprochen. Es wurde sogar eine Massenpanik abgestritten. Was bitte schön ist dann Massenpanik? Nachsatz zu allen die die Spaßgesellschaft oder gar den Besucher verantwortlich machen wollen: Ja es gibt zum Glück noch Menschen, die auch noch Spaß haben wollen und diesen auch haben. Der gehört auch zum Leben und Schei... ist es wenn diese dann nur deshalb Opfer werden.
jetzt antwortenKommentar meldenNachsatz zu Panikforscher Michael Schreckenberg. Ich habe seine Ausführungen gestern gehört und war entsetzt. Hier wurde auch noch von Individualschuld einzelner, bzw fehlender Disziplin gesprochen. Es wurde sogar eine Massenpanik abgestritten. Was bitte schön ist dann Massenpanik? Nachsatz zu allen die die Spaßgesellschaft oder gar den Besucher verantwortlich machen wollen: Ja es gibt zum Glück noch Menschen, die auch noch Spaß haben wollen und diesen auch haben. Der gehört auch zum Leben und Schei... ist es wenn diese dann nur deshalb Opfer werden.
jetzt antwortenKommentar meldenMan wußte wieviele Menchen kommen können,die LP war immerhin seit 1989 immer mit vielen Besuchern beglückt! Ich empfinde absolutes Entsetzen über dieses Unglück und möchte ausdrücklich mein Mitgefühl für die Betroffenen ausdrücken. Ich halte es auch für richtig, dass die Ursachen und Verantwortlichkeiten durch Gerichte (Staatsanwälte etc) geprüft und auch geahndet werden. Ob neue Richtlinien benötigt werden muss die Untersuchung ergeben, schließlich wurden ja bestehende Regeln einfach außer Kraft gesetzt. Ich hoffe und erwarte, dass die Klärung der Ursachen auch in aller Offenlichkeit erfolg
jetzt antwortenKommentar meldenEs sind junge Menschen die etwas erleben wollen. Die Menge der Menschen die zusammen etwas erleben möchten macht sie mutiger und sie verhalten sich anders als in ihrer normalen Welt. Das ist auch gut so. Das wissen der Veranstalter, und die Genehmigungspflichtige Behörde. Wenn Sie es nicht wissen, müssen sie sich informieren. Es werden Auflagen gemacht. Wenn trotz besseren Wissens die Auflagen der genehmigungspflichtigen Behörde ignoriert werden oder die Behörde Auflagen aufgeweicht hat, gehören die Verantwortlichen eigentlich sofort in U-Haft. Jeder Andere wäre dort.
jetzt antwortenKommentar meldenVermutlich konnte wohl niemand ahnen, daß so viele durch diese Loveparade angezogen würden. Man hätte ja durch Vorverkauf von Eintrittskarten, die Besucherzahl leicht begrenzen können. Auch wäre man durch die vermutlich unerwartet große Nachfrage vorgewarnt gewesen. Gegenseitige Schuldzuweisungen machen jetzt auch niemanden wieder lebendig!
jetzt antwortenKommentar meldenMein lieber JR,wie ich sehe hast du gar keine Ahnung wieso warum und was eine Massenpanik ist.Dann stell dir vor du bist in einem 300 Meter hohen Turm und es bricht plötzlich ein Feuer aus.Auf einmal sind die Fahrstühle defekt und es gibt nur einen kleinen schmalen Gang nach unten.Was glaubst du wie du auf einmal zu schwitzen anfängst weil es einfach nicht mehr vorwärts geht?Siehst du und so fängt eine Massenpanik an.Dann wird auf einmal geschubst und gestossen.Und daher ist es reine Geldgier gewesen da die Veranstalter nicht einmal Feuerwehrleute postiert hatten.Und die hauen jetzt gerne ab.
jetzt antwortenKommentar meldenIch mag diese Love-Parade auch nicht. Trotzdem sind das keine Hirnlose....etc.. So eine Massenveranstaltung muß von der Verwaltung genehmigt werden. Wer eine Veranstaltung von über Eine Million Menscghen suf einem viel zu kleinen Platz der datzu noch , nur einen Tunneleingang von ca 20 mtr breite hat, genehmigt, ist schuldig. Wer aus Italien oder Holland extra zu solcher Veranstaltung kommt, kann nicht wissen, das do etwas überhaupt genehmigt wird.
jetzt antwortenKommentar meldenIn alt bekannter Manier sehe ich wieder wie immer nur Politiker und Dritte, verantwortlich gemacht werden. Was ist aber mit den eigentlichen "Verantwortlichen",den BESUCHERN selbst??? Haben die keinen Verstand, keine Augen im Kopf? Müssen die wie Hirnlose Herden einem Leittier folgen? Fragen über Fragen, aber das wird bewußt totgeschwiegen. Das Unglück finde auch ich bedauerlich, aber irgendwann und Irgendwo mußte das zuschlagen, war schon lange überfällig. Mann sehe sich nur an, was alles in unserer Spassgeselschaft seit 2000 an "EVENTS" auf die Beine gestellt wurde !!!
jetzt antwortenKommentar meldenEs ist sehr furchtbar was in Duisburg passiert ist,schade,daß es nicht mehr statt findet.Ich hatte mir die Veranstaltung am Fernsehen angesehen,und als ich Polizisten hoch oben auf einem Häuserdach sah mit Kamera und einige mit Grinsen im Gesicht,überkam mich ein kömisches Gefühl.Später passierte das Grauen.Ich habe das Gefühl,daß jetzt manche froh sind über das Geschehen,weil nun so ein tolles Fest nicht mehr gefeiert wird,da es so vielen Ablehnern in den Augen weh tat.Warum sind nicht rechtzeitig,wie gefordert,die Notausgänge aufgemacht worden?
jetzt antwortenKommentar meldenSchrecklich was da passiert ist, doch so unerwartet wie es jetzt vielleicht dargestellt wird war das nicht. Schon 2009 hatte man Bedenken, und sagte die LP ab. Lediglich aus Geldgier und Skrupellosigkeit wurde die LP 2010 durchgeführt auf einem Platz der höchstens 400000 Menschen fasste, aber auf welchem 1,4 Mio Leute waren. Eigentlich logisch, dass da Leute totgetrampelt wurden. Die Verantwortlichen (Veranstalter und Politiker, die die Permission zu diesem Event gaben) sollen zur Rechenschaft gezogen werden.
jetzt antwortenKommentar meldenEs ist ekelhaft, dass kein Einziger von jenen, die das alles abgenickt haben, spontan seinen Rücktritt erklärt oder wenigstens angeboten hat. Unabhängig von irgendeiner persönlichen Schuld oder einem individuellen Schuldeingeständnis hätte ein solcher Akt ein klares Zeichen menschlichen Anstands gesetzt. Dieses kollektive Hände-in-Unschuld-Waschen unserer »Honoratioren« widert mich nur noch an - ist aber auch typisch für die moralische Verkommenheit derer, die bei uns das Sagen haben. Und das völlig unabhängig von deren parteipolitischer Ausrichtung.
jetzt antwortenKommentar meldenWenn man den ersten Berichten Glauben schenken darf, scheint es da an Warnunungen hinsichtlich bestehender Mängel nicht gefehlt zu haben. Da scheint wohl reichlich Bakschisch an Verantwortliche bei öffentlichen Stellen geflossen zu sein. Es braucht auch nicht daran gezweifelt werden, dass die Gerichte nichts unversucht lassen werden, ihre Amtsbruderschaften straffrei durch zu winken. Da werden dann höchstens alle anderen Schuld daran haben. Alltag in einer europäischen Bananenrepublik.
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