Von news.de-Redakteur Oliver Roscher
Dr. Motte fand die Fortsetzung der Abschlussveranstaltung «ekelhaft». Techno-Pionier Sven Väth hält Absperrungen für ungeeignet. Die Kritik an den Veranstaltern wächst. Eine Anzeige gegen die Organisatoren der Loveparade 2010 wird erstattet - von kompetenter Stelle.
Um einer weiteren Panik vorzubeugen entschieden sich die Organisatoren gegen den Abbruch der Veranstaltung. Eine richtige Entscheidung findet Jürgen Wiesbeck, Programmchef des Szene-Radios sunshine live, der mit seiner Hörfunk-Station einen Float bereitgestellt hatte. «Dann wären die Helfer auch noch mit abströmenden Massen konfrontiert gewesen und alle Rettungswege wären verstopft gewesen», äußert er gegenüber news.de. Loveparade-Gründer Dr. Motte vertritt in seinem Blog eine gänzlich andere Meinung. Zur Fortsetzung der Veranstaltung hat er eine klare Meinung: «Ich finde das nur ekelhaft».
Absperrungen und Tunnel waren ungeeignet
Sein Vorwurf richtet sich an die Veranstalter. «Das Gelände abzusperren war ein Fehler». Techno-Pionier Sven Väth stößt ins selbe Horn. «Absperrungen und Eingrenzungen erscheinen mir persönlich für eine Menschenmenge dieser Größenordnung logistisch nur schwer durchführbar», lässt er in einer Pressemitteilung seines Büros wissen.
Größter Kritikpunkt ist der Tunnel. Dr. Motte kann die Veranstalter nicht verstehen: «Ein einziger Zugang durch einen Tunnel birgt die Katastrophe in sich.» So weit geht Jürgen Wiesbeck nicht, bestätigt aber, dass «dies (der Tunnel, Anm. d. Red.) eine problematische Stelle ist, war klar».
Offenbar wussten viele Besucher gar nichts von dem Unglück und haben zunächst weitergefeiert, als sei nichts passiert. Wiesbeck hatte den Eindruck,«dass die Menschen vor der Bühne gar nichts mitgekriegt haben.» Da das Handynetz überlastet war, stockte der Informationsfluss.
Zumindest einige Künstler sahen sich nicht mehr in der Lage, aufzulegen. Beispielsweise Loveparade-Ikone Westbam: «Ich wollte noch mal 21 Jahre Loveparade hochleben lassen und das wäre nun angesichts der Tragödie vollkommen unpassend gewesen», sagte der DJ im Interview mit der Süddeutschen.
Bochums Ex-Polizeipräsident will Anzeige erstatten
Ob die Fortsetzung der Parade richtig war, steht aber längst nicht mehr im Mittelpunkt des Interesses. Nun muss die Justiz handeln. Auf Anzeigen wird sie nicht lange warten müssen. Bochums Ex-Polizeipräsident Thomas Wenner (62) beispielsweise erklärt gegenüber der Bild-Zeitung: «Ich zeige den Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, die leitenden Beamten der Stadt und die Veranstalter an. Eine solche Veranstaltung war in einer Stadt wie Duisburg auf einem solchen Gelände nie realisierbar.»
Er war derjenige, der sich gegen eine Austragung der Loveparade im letzten Jahr in Bochum aussprach, da es erhebliche Sicherheitsbedenken gab. «Ich wollte die Sicherheit nicht opfern auf dem Altar der Spaßgesellschaft. Genau das ist nun geschehen», begründet er seine damalige Entscheidung in der Bild.
cvd/news.de
den laut focus bericht sah mann auch polizei unterhalb der Rampe die Sperren wollten!!so um mal ganz ernst zu sein mann steht vor der bühne du bist mit den anderen am feiern mit den dj die dort auflegen mann hört auf einmal es sind auf der LP 15tote und 50 verletzte was will mann da noch machen??wobei ich dort kein alk getrunken habe weil dort an der bühne bald eine massenschlägerei ausgebrochen wäre wen ich nicht dazwischen gegangen wäre so sonntag hab ich ersmal die bilder gesehen was genau passiert ist genauso wie die anderen tausende raver und glaub mal ich hab geheult bin 39jalt
jetzt antwortenKommentar melden@vanessa was sollte in diesen moment die polizei machen???in der menge springen sorry um ganz hart zu sagen hätten die nicht alle zur der dämliche treppe gedrängt wer auch nichts passiert weil der weg nach oben frei war.und die jenigen die normal nach oben wollten zur gelände wurden systematisch mitgerissen von die leute die zu treppe wollten.wen du dir die videos anschaust sieht mann es.und jetzt mal ironisch westbam 21j loveparade 21tote hmm so aber mal nett zu sein diese LP hätte nicht statt finden dürfen weil alle sicherheitsvorkehrungen vom veranstalter ignoriert worden sind.
jetzt antwortenKommentar meldenerstmal die überschrieft tanz auf der gräber sowas verbiete ich mir NEWS.de zu thema Offenbar wussten viele Besucher gar nichts von dem Unglück und haben zunächst weitergefeiert, als sei nichts passiert. Wiesbeck hatte den Eindruck,«dass die Menschen vor der Bühne gar nichts mitgekriegt haben.» doch ich wußten es was passiert ist weil jemand mit handy in net war und die runde machte und es waren viele minderjährige bei mir gewesen die mich gefragt haben ob es stimmt was da passiert ist und zuhause anrufen wollten das es ihn gut geht
jetzt antwortenKommentar meldenhallo ich finde die polizei hat schuld die saheinfach nur zu wie die menschen da um ihr leben kempfen ok ich wa nicht vor ort aber alles was ich in den narichten oder zeitungen gesehen habe ich einfach nur schrecklich
jetzt antwortenKommentar meldenWieso hat man nicht schon vorher was unternommen? Ich war selber vor Ort und kann sehr genau sagen, dass auf das Hauptgelände noch Menschen gepasst hätten. Hier auch nur die Veranstalter als schuldige zu bezeichnen ist selber schon ein verbrechen. Die Stadt und auch ebenso das LAND Deutschland ist schuld daran. Auch die Polizei hat mit den Veranstaltern zusammen geplant und hier müsste man diese auch zur Rechenschaft hinzuziehen Aber ich vergaß.Es gibt keine bessere Story die, die Taschen der Medien besser füllt wie: "Tote Menschen auf der Loveparade" Bringt mehr als "Loveparade abgesagt"
jetzt antwortenKommentar meldenDie Frage wer Schuld hat sollte doch im Moment nebensache sein die Frage ist doch was hat die Panik ausgelöst und darüber liest man wieder mal nichts. Jetzt hat man ja einen schuldigen aber hätte die Stadt es nicht verbieten können? Die sollte man gleich mit als schuldige rein nehmen nur leider hilft es den toten auch nichts. Die Frage ist auch was kann man zur Sicherheit aller tun dass so etwas nicht wieder passiert.
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