Sa., 26.05.12

S-Bahn-Attacke 17.07.2010 Brunner starb an Herzstillstand

Brunner-Mordprozess  (Foto)
Ein Bild des getöteten Dominik Brunner am S-Bahnhof Solln in München (Oberbayern) zwischen Kerzen und Blumen (Archivbild). Bild: dpa

Dominik Brunner hat an einem Herzfehler gelitten und ist nach der Prügelattacke am S-Bahnhof München-Solln an einem Herzstillstand gestorben. Das berichtet der Münchner Merkur. Ein Herzfehler oder Herztod sei in der Anklageschrift nicht erwähnt.

Das Ergebnis der Obduktion werde erst in den kommenden Prozesstagen erörtert, wenn die Rechtsmedizin ihr Gutachten erstattet, sagte die Staatsanwaltschaft der Zeitung. Was das Ergebnis juristisch bedeute, werde erst danach geklärt. Barbara Stockinger, Sprecherin der Münchner Staatsanwaltschaft, sagte der Zeitung: «Sein Herz ist stehengeblieben.»

Mehrere Zeugen schildern im Mord-Prozess gegen Markus S., 19, und Sebastian L., 18, die Symptome eines Herztodes. So sei Brunner zunächst noch einmal aufgestanden, dann plötzlich wieder zusammengesackt und grau bis blau angelaufen.

Derzeit findet vor der Jugendkammer des Landgerichtes München I der Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Schläger Markus S. und Sebastian L. statt. Sie sollen Brunner 22 schwere Verletzungen zugefügt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, Dominik Brunner am 12. September 2009 getötet zu haben.

Die Anklage lautet auf Mord, weil die Staatsanwaltschaft davon ausgeht, dass sich Markus S. und Sebastian L. mit ihrer Attacke für seine Einmischung rächen wollten. Brunner hatte sich schützend vor vier Schüler gestellt, die von den beiden Angeklagten vorher bedroht worden sein sollen.

Die mutmaßlichen S-Bahn-Mörder haben nach Ansicht der Staatsanwaltschaft den Tod Dominik Brunners zu verantworten, auch wenn der Manager letztlich einem Herzversagen erlag. «Sein Herz blieb infolge der Tritte und Schläge durch die Angeklagten stehen», sagte Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger.

 

cvd/news.de/ddp/ap
Leserkommentare (11) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • estefania
  • Kommentar 11
  • 20.07.2010 20:07
 Antwort auf Kommentar 7

felix kroll,noch besser,als d u es ausgedrückt hast,ging es gar nicht! es ist zum weinen!!!

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  • iffle
  • Kommentar 10
  • 20.07.2010 19:57
 

ja,liebe anwälte und richter,verteidigt und verharmlost nur immer schön weiter solche,in meinen augen,schwerverbrecher. es ist doch nun wirklich kein wunder dass es in deutschen landen kaum noch zivilcourage gibt. verhätschelt und vertätschelt diese armen,traumatisierten täter. mann,ich könnte kotzen!!!

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  • hpklimbim
  • Kommentar 9
  • 18.07.2010 07:55
 

Diese Nachricht hat mich sehr berührt. Bestätigt sie doch meine Feststellung, dass gerade die Rechtsprechung dieses Landes auf dem besten Weg ist hin zu den Wurzeln und Übeln nationalsozialistischer Vergangenheit. Dass es an der Haltestelle zu dem Eklat kam, ist sicher ein Problem, das gelöst werden muss. Dass aber Staatsanwaltschaft und Gericht hier offenbar gemeinsam bemüht sind, einen Fall nach eigener Willkür zu gestalten, schlägt dem Faß den Boden aus. Gauleiter, Blockleiter und amtlich bezahlte Denunziantenschweine sind wohl die deutsche Zukunft auf dem Weg zurück in die Vergangenheit.

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  • hagal
  • Kommentar 8
  • 17.07.2010 23:44
 Antwort auf Kommentar 2

Von den BRD-Bürgern wird wirklich alles verlangt nur nicht Zivilcourage denn wer bräuchte denn das? Die Besatzungsmächte und ihre willigen Kofferträger gewiß nicht.Den Politikern ist da eigentlich keine Schuld zuzuschreiben denn wären sie nicht so wie sie sind so wären sie zumindest keine BRD-Politiker,obwohl sich heutzutage die Frage stellt ob es nicht in den meisten Staaten nur mehr die Krähen in solche Positionen schaffen nach dem Motto:"Wir hacken uns gegenseitig kein Auge aus".Daß die Justiz auch in diesem Maße verblendet und/0der korrumpiert ist,das ist aber original BRD!

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  • Felix Kroll
  • Kommentar 7
  • 17.07.2010 22:43
 

Ein gerechtes Urteil zu finden ist in diesem Fall schwierig. Zähne haben sie dem Herzkranken nicht ausschlagen können, er war Gebissträger. Ausserdem waren die jungen Leute alkoholisiert, also unzurechnungsfähig und das Opfer trug keine Armbinde. Sterbehilfe würde ich mal annehmen. Der Umstand der Körperverletzung wird durch die positive Komponente wieder aufgehoben. Wollen wir denen die Zukunft nicht verbauen und Brunner wäre sowieso irgendwann gestorben. Also Freispruch auf Bewährung. Last Euch aber nicht noch einmal erwischen, dann ist der Arsch ab!

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  • Regina Weis
  • Kommentar 6
  • 17.07.2010 19:07
 

Eine Frage. Schläger dieser Art nach Afghanistan? Vielleicht könnten sie sich dort austoben. Aus diplomatischen Gründen wären sie auch dort nicht zu gebrauchen.

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  • Kommentar 5
  • 17.07.2010 18:19
 

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  • mapa42
  • Kommentar 4
  • 17.07.2010 16:42
 Antwort auf Kommentar 1

am schluß war er`s selber,schwaches herz.die schläger bekommen einen physiologen um das alles durchzustehen. um anschließend ins champ nach kanada zu fahren.alles auf steuerzahler kosten.zur bewährung natürlich! wolln wir wetten,daß der nebenkläger sein kosten selber bezahlen muß anwalt usw.

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  • Wels
  • Kommentar 3
  • 17.07.2010 13:25
 

Woran sollte man sonst sterben, wenn nicht durch einen Herzstillstand! Nach einem solchen Prügelwerk sind sämtliche Funktionen des Körpers in Mitleidenschaft gezogen, somit auch das Herz. Da ist der Herzstillstand die letzte Konsequenz. Für mich ist der Fall ein Mordfall und kein Totschlag, denn die Täter wollten Herrn Brunner ja ausschalten.

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  • FrauEnte
  • Kommentar 2
  • 17.07.2010 12:54
 

und in letzter Konsequenz wird man die beiden prügelnden Jugendlichen noch für das an ihnen geschehene Unrecht entschädigen und sie eventuell heilig sprechen. Wie unser sogenannter Rechtsstaat mit Recht und Unrecht umgeht ist eigentlich nur noch zum Kotzen. Ach ja und wenn unsere klugen Pölitiker noch mal von Zivilcourage faseln, ich knall ihnen eine.

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  • Dirk Mahler
  • Kommentar 1
  • 17.07.2010 12:47
 

Das ganze wird so ausgehen, wie die meisten Verfahren vor Gericht mit jugendlichen Intensiv-Straftätern auszugehen pflegen. Von den Verteidigern unterstützt, bemühen sich die häufig völlig realitätsfernen Richter, möglichst viele mildernde Umstände für die Täter zu finden, notfalls werden ihnen halt auch schon mal zusätzlich welche suggeriert. Am Ende gibt es dann eine geringe Bewährungs-Strafe. Wenn es mal ganz dick kommt, werden die Dreckskerle auf Kosten der Steuerzahler zu einem mehrmonatigen Selbstfindungs- und Aufbaulehrgang in ein Camp nach Florida geschickt.

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