Jugendrichterin nahm sich das Leben
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Von Jutta Schütz
Artikel vom 05.07.2010
Mit ihrem Kampf gegen Jugendkriminalität war die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig bundesweit bekannt geworden. Dann verschwand sie. Nun ist klar: Sie hat sich umgebracht. Der Tod der Richterin wirft Fragen auf.
In Berlin herrscht Bestürzung. Die prominente Jugendrichterin Kirsten Heisig hat sich selbst getötet. Die Leiche der 48-Jährigen wurde am Samstag nach mehrtägiger Suche in einem Waldstück im Norden der Hauptstadt entdeckt.
Die Juristin war im Kampf gegen Jugendkriminalität neue Wege gegangen. Sie hatte das sogenannte Neuköllner Modell initiiert und sich damit in ganz Deutschland einen Namen gemacht.
Der Tod der couragierten Frau wirft Fragen auf. Wurde die Juristin Opfer ihres eigenen Erfolgs, war der Druck zu groß oder war die Mutter zweier Töchter einsam?
Am vergangenen Montag war die sportliche Frau zuletzt gesehen worden. An dem Tag habe sie auch letzte Korrekturen für ihr Buch Das Ende der Geduld übermittelt, sagte eine Sprecherin des Verlages Herder. Der Erfahrungsbericht sollte im September erscheinen.
Heisig war als Richterin am Amtsgericht Tiergarten für den Problembezirk Neukölln mit einem hohen Ausländeranteil zuständig. Sie hatte es satt, dass vor allem junge Straftäter erst Monate später vor ihr auf der Anklagebank saßen und sich nicht mehr erinnern konnten. Nach dem Neuköllner Modell werden Täter nun schneller bestraft. Es können vier Wochen Arrest verhängt werden, es werden Täter-Opfer-Gespräche angeordnet oder gemeinnützige Arbeit. Nur so gebe es noch die Chance auf Erziehung, hatte Heisig in einer Reportage gesagt.
«Richterin ist mein Traumberuf», hatte sie gesagt. In Nachbarschaftsvereinen und Schulen warb sie dafür, dass Jugendliche mit ausländischen Wurzeln lernen müssten. Heisig war seit mehr als 20 Jahren in der Berliner Justiz, lief immer auf Hochtouren. Manchmal gehe sie auch sonntags ins Gericht, um in Ruhe ihre Prozesse vorzubereiten, hatte die Richterin eingeräumt. Manchmal habe sie aber das Gefühl, dass alles zu viel sei.
War sie nun an dem Punkt, an dem ihre großen Projekte fertig waren und sich dahinter Leere auftat? In Justizkreisen hieß es, Heisig habe persönliche Probleme gehabt. «Da wird vieles zusammengekommen sein.» Auch von Depressionen ist die Rede. Ihre Töchter hielt Heisig aus allem heraus. Von ihrem Mann, einem Staatsanwalt, lebte sie getrennt. Die Richterin hatte auch gesagt, dass ihr der Erfolg zu schaffen mache. «Ich hab keine Freunde hinzugewonnen. Ich fühle mich oft als Exot wahrgenommen.»
sck/hav/news.de/dpa
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Bei der allgemeinen politischen Entwicklung in diesem Land kann auch ein politischer Mord nicht ausgeschlossen werden, auch wenn es momentan noch so absurd erscheint. Zudem in einer Verwaltung, deren Machtanspruch sich auch dadurch dokumentiert, dass man zur Pflege des eigenen Besitzstandes regelmäßig 30-40 Jahre hinter der allgemeinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung her hinkt, und damit die Gesellschaft und Wirtschaft permanent hindert und nötigt, fortschrittlich denkende Mitarbeiter absolut nicht wohl gelitten sind. Die stören hier nur...............
jetzt antwortenKommentar meldenOb es wirklich Selbstmord war, das ist die Frage. Wer mehr zu den Ungereimtheiten erfahren will, lese "Was spricht gegen Selbstmord von Kirsten Heisig?" bei Europenews: http://europenews.dk/de/node/33453 Oder den Originalbeitrag mit einer sehr interessanten Diskussion aus mehr als 300 Kommentaren bei Fakten -Fiktionen.
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