Die Maske von Scientology
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Von news.de-Redakteurin Ines Weißbach
Artikel vom 02.07.2010
Mit Euthanasie-Vergleichen und erschreckenden Bildern will die «Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen die Menschenrechte» mit einer einseitigen Ausstellung über Psychiatrie aufklären. Dabei verschweigen sie den Passanten ihre Zugehörigkeit zu Scientology.
«Psychiatrie tötet» steht auf dem T-Shirt des Herrn, der in die Ausstellung bittet. «Sie können sich die 14 Videos anschauen, die über Psychiatrie aufklären», sagt er. Das bedeutet drei Stunden lang weinende Menschen, Kinder, denen die Schädel aufgebohrt werden, Vergleiche mit Euthanasie in der Nazizeit. Grausame Bilder. Schließlich muss es einen Grund haben, dass der Flyer, den die Mitarbeiter der «Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen die Menschenrechte» (KVPM) verteilen, warnt: «Diese Ausstellung ist nicht für Kinder geeignet».
Dennoch soll es um Kinder gehen. In einem ehemaligen Schuhladen hat sich die KVPM eingemietet. Zeitgleich zum Weltkongress für Kinder- und Jugendpsychiatrie, der gerade in Leipzig stattfindet, wolle die Vereinigung Einblicke in die menschenverachtenden Praktiken geben, die Psychiatrie hervorgebracht habe, sagt KVPM-Vorstand Bernd Trepping zu news.de. Dabei macht er keinen Hehl daraus, dass seine Vereinigung zu Scientology gehört.
«Die erste deutsche Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte wurde 1972 in München von Mitgliedern der Scientology-Kirche gegründet, nach dem Vorbild unserer amerikanischen Schwesterorganisation Citizens Commission on Human Rights (CCHR)», sagt Trepping. Scientologen engagierten sich ehrenamtlich in diesem Verein. Wert legt er auf den Zusatz «zusammen mit anderen Bürgern, unabhängig von ihrem Glauben, Rasse oder Herkunft.» Ärzte, Anwälte, Wissenschaftler und Künstler säßen im Beirat der KVPM.
Die Verbindung zur Organisation, die oft genug als Sekte bezeichnet wird, ist ein Umstand, der in der Presse einen Aufschrei auslöst. Das ist jedoch an viele Passanten noch nicht heran gedrungen, zumal die Ausstellung keinerlei Hinweise auf Scientology gibt. Einige von ihnen kommen mit angewidertem Gesicht nach Sekunden wieder heraus, andere nach Stunden mit einem Mitgliedsantrag.
«Alles Böse der Welt kommt von den Psychiatern»
Für gefährlich hält das Ursula Caberta. Die Leiterin der Hamburger Arbeitsgruppe Scientology beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit der Organisation. «Die vielen Facetten und Gesichter von Scientology machen es für den Einzelnen schwer, zu erkennen, welches Gefährdungspotenzial dahintersteckt.» KVPM sei eine der «Masken» von Scientology und zwar eben die, mit der die Organisation gegen Psychiatrie kämpfen wolle, sagt die Expertin. «Das ist Bestandteil ihrer Gesamtideologie. Sie sind der Meinung, dass alles Böse dieser Welt von den Psychiatern kommt.»
Eine Einschätzung, die sich in der Ausstellung bestätigt. Einseitig die Darstellung der psychiatrischen Methoden, des Berufs. Eine Milliarde Menschen weltweit stünden unter dem Einfluss von Psychiatern oder Psychopharmaka, wird erzählt. Quelle dieser Zahl? Keine. Die KVPM-Mitglieder versuchen Überzeugungsarbeit zu leisten. «Trinken Sie Kaffee?», fragt eine freundliche Dame. «Dann gibt es eine psychiatrische Diagnose für Sie.» Will sagen, Psychiatrie kann bei jedem ins ganz alltägliche Leben eingreifen. Mittlerweile würden psychiatrische Diagnosen für Kinder bereits im Mutterleib erstellt. Die werden später auf «gefährliche Psychodrogen» gesetzt. «Finden Sie das nicht schlimm?», fragt sie im Hinblick auf den Psychiaterkongress.
Broschüren mit Titeln wie «Mythos Schizophrenie – Wie eine erfundene Krankheit zum Goldesel der Psychiatrie wurde» und «Sex als Therapie – wie Psychiatriepatienten missbraucht und vergewaltigt werden» gibt es zur Lektüre mit nach Hause. Dazu im Kopf die Szenen von Menschen, die sich durch Psychopharmaka-Einwirkung selbst verstümmelt haben.
Grausame Originalaufnahmen
Bei den Bildern handele es sich um Originalaufnahmen, sagt Trepping. «Der Großteil der Besucher ist erschüttert, schockiert, betroffen.» In den vergangenen Jahren hätten 80.000 Menschen die Wanderausstellung besucht, in Leipzig seien es bereits 1253 in vier Tagen gewesen. Unter ihnen auch Solveig Prass.
Sie ist die Geschäftsführerin der Eltern- und Betroffeneninitiative gegen psychische Abhängigkeit und hat versucht zu verhindern, dass die Ausstellung nach Leipzig kommt. «Ich habe seit meiner Kenntnis durch eine Immobilienverwaltung versucht, alle Behörden und Ämter darauf aufmerksam zu machen, welches Problem auf uns zukommt. Aber es gab keine Handhabe.»
Ihre Initiative hat Anteil daran, dass in Leipzig die Scientology-Organisation sonst nicht präsent ist. Auch im restlichen Sachsen gebe es keine Mission. «Sie hatten schon mal Fuß gefasst und wir haben sie durch Aufklärung wieder vor die Stadttore gesetzt», sagt Solveig Prass.
Psychiater selbst haben laut Trepping die Ausstellung noch nicht besucht, zumindest hätten sie sich nicht zu erkennen gegeben. Den Einfluss der KVPM-Schau auf den Weltkongress für Kinder- und Jugendpsychiatrie hält Michael Kroll, der Leiter der Kinderpsychiatrie in Leipzig, für gering. «Wir nehmen das sehr gelassen.» Schade finde er jedoch, dass ein verzerrtes Bild der Behandlung von Kindern in der Psychiatrie entstehe. «Aber das ist halt Scientology.»
mik/news.de
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Und noch etwas. Ich kenne jemanden der bekommt Psychopharmaka Spritzen, dieser Mensch kann keinen logischen zusammenhängen mehr folgen. Stoppt diese Gleichschaltungsfabriken Wenn mir irgendjemand Helfen kann bitte kontakt aufnehmen Tkmeister666@hotmail.de Das ist kein Scherz !!!
jetzt antwortenKommentar meldenIch bin kein freund von scintology aber der psychiatrie kann man auch nicht vertrauen sie zerstören Menschenleben mit sogenannten Medikamenten und jede Gefühlsregung wird als krankhaft, Angst sogar als psychotisch bezeichnet. Sinn und zweck der Psychiatrie ist das brechen der Persönlichkeit und der erschaffung einer neuen angepassten Persönlichkeit (billiger Arbeitssklave). Ich schreibe dies weil ich selbst mit der psychiatrie zu tun habe. Ich hoffe das ich das irgendwie überstehe mich traue mir inzwischen fast nichts mehr zu und habe gedächtnislücken. Die Behandlung ist schlimmer als die "Kra
jetzt antwortenKommentar meldennatürlich, die "bösen" Scientologen sind die Schlimmen ... kann denn keiner mehr hinschauen und sehen was die Psychiatrie für unfassbare Greueltaten vollbringt? Ich finde es bewundernswert, dass sich eine Gruppe engagiert, diese ans Licht zu bringen und hoffe, dass dieses ewige Gehetze gegen Scientologen endlich ein Ende hat.
jetzt antwortenKommentar meldenSchöne Schlagzeile und was verschweigt die Psychiatrie? Sie verschweigt, das jährlich tausende von Menschen in der Psychiatrie unter menschenunwürdigen Umständen sterben. Sie tötet tatsächlich Menschen und dies wird hier großflächig verschwiegen, was ich unglaublich finde. Ich selber war auch mal in der Psychiatrie und ich kenne die menschenunwürdigen Umstände die dort herrschen. Wenn man die Bilder der Ausstellung gesehen hat, versteht man, warum es diese Kommission gibt.
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