Umgerechnet drei Euro nehmen Straßenhändler in Südafrika für eine Vuvuzela. Einem reichen Russen war das nicht edel genug: Er ließ sich ein Modell mit Weißgold und Diamanten für 17.000 Euro anfertigen. Und die Tröte ist noch nicht einmal für ihn selbst.
Der Russe ließ sich die Vuvuzela bei einem Linzer Goldschmied anfertigen und will sie einem südafrikanischen Geschäftspartner für das WM-Finale in Johannesburg schenken - sozusagen als Symbol der Völkerverständigung.
Dabei ist er wohl der größten Marketinglüge dieser WM aufgesessen: Die Vuvzuzela kommt in der Kulturgeschichte Südafrikas so gut wie gar nicht vor und wurde erst pünktlich zum größten Fußballfest der Welt gewinnbringender Trend.
Dem reichen Russen scheint das egal zu sein: Laut dem ORF ließ er auf das weißlackierte Plastik seiner Luxus-Tröte eine Weißgoldfassung nieten, die einen funkelnden Diamanten festhält.
Die 17.000-Euro-Vuvuzela ist angeblich voll funktionsfähig und macht genauso viel Lärm wie jede andere. Trotzdem wird sie im Stadion auffallen. Schon allein deswegen, weil der Barcode fehlt, der dort vielen der Billig-Vuvzuelas noch am Plastikkörper klebt.
ped/reu/news.de