Sturmtote in Mexiko
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Der Hurrikan «Alex» ist mit Windgeschwindigkeiten von fast 170 Kilometern pro Stunde über Nordostmexiko hinweggerast. Dabei starben sieben Menschen, 7000 wurden im Landesinneren in Sicherheit gebracht. Nun wird der Sturm langsam schwächer.
Der erste Wirbelsturm der Hurrikansaison, die am 1. Juni beginnt und am 30. November endet, peitschte meterhohe Wellen gegen die Küsten und setzte mit heftigen Regenfällen Straßen und Häuser unter Wasser.
Nach unbestätigten Angaben starben in Mexiko mindestens sieben Menschen. Der Süden des US-Bundesstaates Texas wurde ebenfalls von Orkanwinden und Regen heimgesucht. In Mexiko waren mehr als 7000 Bewohner küstennaher Regionen ins Landesinnere in Sicherheit gebracht worden. Auch die Bekämpfung der Ölpest im Golf von Mexiko wurde beeinträchtigt.
Der zunächst als Wirbelsturm der Kategorie zwei eingestufte «Alex» - die höchste Kategorie ist fünf - wurde über Land bald schwächer und vom US-Hurrikanwarnzentrum zu einem Tropensturm herabgestuft. In zwei bis drei Tagen werde er sich ganz aufgelöst haben. Das Auge des Sturms traf in der Gemeinde Soto de la Marina, 24 Kilometer südlich des mexikanischen Ortes Punta de Piedra und etwa 180 Kilometer südlich der texanischen Stadt Brownsville auf Land.
Umstürzende Mauer begrub Mann unter sich
Die Auswirkungen an Land waren beträchtlich. Mexikanische Medien berichteten von einem Mann, der in Monterrey von einer umstürzenden Mauer erschlagen wurde. Weitere drei Menschen kamen nach diesen Angaben bei dem Einsturz einer Mauer in dem Ort Pie de la Cuesta in der Nähe von Acapulco ums Leben. Zahlreiche Straßen und Häuser wurden unter Wasser gesetzt. Im Bundesstaat Tamaulipas im Nordosten Mexikos fiel in einigen Orten der Strom aus, tausende Menschen brachten sich in Schutzräumen in Sicherheit, Schulen wurden geschlossen.
In Texas suchten etwa 1000 Menschen Zuflucht. In Brownsville seien rund 40 Straßen überflutet worden, berichtete der Fernsehsender CNN. US-Präsident Barack Obama hatte schon am Vortag vorsorglich für Texas den Notstand ausgerufen, damit im Notfall rasch Hilfe ins Hurrikangebiet fließen kann.
Auch für den Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko stellt der Hurrikan eine ernste Gefahr dar. «Alex» war zwar auf dem Festland weit entfernt vom Bohrloch unterwegs, aus dem das Öl seit nunmehr zehn Wochen ins Wasser sprudelt. Dennoch mussten die Arbeiten, den Ölfluss einzudämmen, vorübergehend eingeschränkt werden. Außerdem können hohe Wellen die Ölbarrieren vor der Küste beschädigen.
ped/reu/news.de/dpa
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