Drei Stockschläge und fünf Monate Haft: Der Schweizer Oliver F. ist in Singapur für seine U-Bahn-Graffitis verurteilt worden. Der Sprayer war vor Gericht geständig. Mit seinen Körperstrafen steht Singapur international in der Kritik.
Vandalismus lautet der Schuldspruch gegen den 32-jährigen Schweizer. Oliver F. räumte auch ein, das U-Bahn-Depot widerrechtlich betreten zu haben. Er war nach den Ermittlungen der Polizei im Mai mit einem Komplizen nachts dort eingedrungen und hatte die Waggons besprüht. Der Schaden wurde erst zwei Tage später entdeckt, weil Angestellte der U-Bahn das Bild zunächst für eine Werbung hielten.
Für Vandalismus sieht das Gesetz in Singapur eine Haft- oder Geldstrafe sowie mindestens drei Stockschläge vor. Das südostasische Land hat wegen der Verhängung von Körperstrafen wiederholt international in der Kritik gestanden. 1994 wurde ein Amerikaner trotz eines Gnadenappells des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton der Prügelstrafe unterzogen.
iwi/ivb/news.de/dpa