Jetzt ist auch Top-Kill gescheitert - ebenso wie alle bisherigen Versuche, den Ölfluss zu stoppen. Die Südküste der USA bereitet sich darauf vor, dass bis August Öl in den Golf sprudelt. Und jetzt steht auch noch die Hurricane-Saison bevor.
Der Ölkonzern BP hat nach dem Scheitern der sogenannten Top-Kill-Operation die Hoffnung aufgegeben, die gigantische Ölpest im Golf von Mexiko kurzfristig stoppen zu können. BP-Manager Bob Dudley räumte im US-Fernsehen ein, dass auch die nun geplante Abdichtung der vor sechs Wochen bei einer Explosion beschädigten Steigleitung den Ölaustritt höchsten vermindern könne. Ein endgültiger Stopp sei erst mit dem Fertigstellungen von Ersatzbohrungen Ende August zu erwarten.
«Nun, der Entsatzbrunnen (zur Druckminderung) Ende August wird sicherlich das Ende, der Endpunkt dieses Spiels sein», sagte Dudley in der ABC-Sendung «This Week». «Wir haben es gestern versäumt, das Biest in die Knie zu zwingen.» Die Umweltberaterin von Präsident Barack Obama, Carol Browner, sprach unterdessen von der schlimmsten Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA. Noch nie sei so viel Öl unkontrolliert in den Golf von Mexiko geflossen, sagte sie im Sender NBC.
Die pessimistischen Prognosen von BP bedeuten, dass der Konzern keine realistische Chance mehr sieht, das Ölleck vor Beginn der Hurrikan-Saison am Dienstag abzudichten. Die riesigen Öllachen im Golf werden nach Einschätzung von Experten keinen Einfluss auf die Entstehung von Stürmen haben. Die Wirbelstürme könnten aber das Öl noch weiter in Küstengebiete, Flussmündungen und Nebenarme hineindrücken und die Umweltschäden dort noch weiter verschlimmern.
US-Regierung nach eigenen Worten aufs Schlimmste gefasst
Mit den erst längerfristig wirksamen neuen Bohrungen soll der Druck von der seit dem Untergang der Ölplattform «Deepwater Horizon» beschädigten Leitung in 1.500 Meter Tiefe genommen werden. Umweltberaterin Browner sagte, die US-Regierung sei auf das Schlimmste gefasst: «Im schlimmsten Fall sprudelt das Öl bis August, bis die Entlastungsbohrungen gemacht sind.» Es handele sich um vermutlich um die schwerste ökologischen Katastrophe in der Geschichte der USA.
Zugleich warnte sie vor möglichen Komplikationen beim weiteren Vorgehen gegen die Ölpest. Der vom Ölkonzern geplante nächste Schritt könnte dazu führen, «dass der Öl-Ausfluss aus dem Leck zeitweise um bis zu 20 Prozent steigt». Die Ingenieure des BP-Konzerns versuchen, das defekte Steigrohr an der Quelle abzusägen und einen Auffangbehälter über die Öffnung zu platzieren. Dadurch solle zumindest ein Teil des ausströmenden Öls aufgefangen und auf ein Schiff gepumpt werden. Mit der Operation solle am Montag oder Dienstag begonnen werden, teilte die Regierung mit. Allerdings äußerten sich BP-Experten bereits im Vorfeld skeptisch.
Obama reagierte tief enttäuscht auf die Nachricht vom Scheitern der Top-Kill-Operation. Dass nun weiter Öl in die bereits stark verschmutzten Gewässer ströme, sei «ebenso empörend wie herzzerreißend», erklärte der Präsident.
Der Top-Kill-Versuch begann am Mittwoch. BP pumpte dabei 4,5 Millionen Liter einer Spezialmischung aus Schlamm, Zement und Müll in das Bohrloch in 1.500 Metern Tiefe. Dass das Verfahren scheiterte, «jagt jedem Angst ein», räumte BP-Manager Doug Suttles ein. Seit der Explosion auf der Ölbohrplattform «Deepwater Horizon» am 20. April sind nach Schätzung der US-Regierung zwischen 68 Millionen und 151 Million Liter Öl ins Meer geflossen.
Die Nachricht über das Scheitern von Top Kill wurde in den Orten an der Küste von Louisiana und besonders bei den Fischern mit großer Enttäuschung aufgenommen. «Jetzt wird jedem klar, dass dieser Sommer verloren ist. Unser ganzer Lebensstil ist womöglich verloren», sagte der 59-jährige Michael Ballay, Manager einer Marina in Venice in Louisiana, wo das erste Öl vor Wochen an die Küste kam. «Sie zerstören den Süden von Louisiana. Wir sterben hier einen langsamen Tod», sagte Billy Nungesser von der Gemeinde Plaquemines. «Und am Dienstag beginnt die Hurrikan-Saison.»
cvd/iwi/news.de/ap
Ideenfindung und Ölkatastrophe: links und rechts 2 Führungs-T o. U-schienen fest auf den Boden montieren anschliessend eine Metallplatte, mit hochdruck millimeter weise, darüberziehen d.h. in der "U/T-Nut" der Schiene, wobei das Restrohr dadurch abgescheert wird. ruck zuck ist das loch dicht ohne große kosten. die Vorrichtung könnte als sicherheits-Nachrüstung für andere gemacht werden.
jetzt antwortenKommentar meldenHey 2009 gab es im St,pölten ein jahrhunterthochwasser unser proplem die 7,5 fache menge wasser abzupumpen wie im golf öl ausströmt am tag um unseren standort zu retten ! meine idee mehr wasser im golf abpumpen als öl ausströmt es entsteht unterdruck und.... das ölsteigt nicht mehr ins meer auf
jetzt antwortenKommentar meldenIdeenfindung und Ölkatastrophe Ich verstehe eines nicht. Man hat hat es jetzt in der Hand via Internet weltweit eine Ideensuche zu organisieren. Warum hat niemand den Mut einen Internet -Auftritt zu gestalten, mit dem weltweit Ideen zur Lösung des Problems abgefragt werden können. Das hängt vielleicht auch damit zusammen, wie man theoretische Erkenntnisse ignoriert , die einfach zur Optimierung der Ideenfindung notwendig sind. Vielleicht können kurze Anregungen weiterhelfen, die ich im Forum meiner Homepage niedergelegt habe. wird fortgesetzt
jetzt antwortenKommentar meldenHallo, wie wäre es denn, wenn mann eine stabile textile Konstruktion wie einen Strumpf über die lecken Stellen zieht, die mit einem Schlauch, der widerum mit einem Rohr verbunden ist über die lecke Stelle zieht. Eine textile Verbindung (Wie eine extrem starke Plane, evtl. mehrere übereinander) wäre vielleicht eher in der Lage, die extrem Kräfte aufzunehmen, die dort unten herrschen. diese könnte mit einer Art riesiger Schlauchklemmen gedichtet werden und an ein festes Rohr angeschlossen werden. Später könnte ein Rohr darüber montiert werden, welches hält, bis die Entlastungsbohrungen greifen.
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