Der Ölkonzern BP hat nach Angaben der US-Küstenwacht bei seinem jüngsten Versuch zur Schließung des Öllecks im Golf von Mexiko Fortschritte gemacht. Geschlossen sei das Leck aber noch nicht, erklärte Küstenwachtkommandeur Tony Russell.
Berichte, wonach Admiral Thad Allen, der die Operation überwache, erklärt habe, das Verfahren sei ein Erfolg, seien falsch, betonte Tony Russell, Kommandeur der Küstenwache. Der Schlamm habe den Ölaustritt offenbar etwas gebremst. Es sei aber noch zu früh, um zu sagen, dass das Leck erfolgreich geschlossen worden sei. BP wollte später am Donnerstag zum Fortgang des Unternehmens Stellung nehmen.
Der Ölfluss ist nach Angaben der US-Küstenwache durch massiven Beschuss mit riesigen Schlamm- Mengen lediglich vorübergehend gestoppt worden. Der Einsatzleiter der Regierung, Admiral Thad Allen, habe die beispiellose Aktion «noch nicht zu einem Erfolg erklärt», relativierte eine Sprecherin der Küstenwache am Donnerstag einen Bericht der Los Angeles Times.
Der Austritt von Öl und Gas aus dem Bohrloch sei lediglich zeitweise durch den Gegendruck des Schlamms, der in die Quelle gepumpt wurde, unterbrochen worden, erläuterte sie. «Admiral Allen hält fest, dass der Prozess weiterläuft, aber dass die Dinge nach Plan verlaufen», sagte Sprecherin Lisa Novak.
Die Zeitung hatte unter Berufung auf Allen gemeldet, die «Top- Kill» genannte Operation habe genug Schlamm in das Bohrloch gepumpt, um den Austritt des Öls zu stoppen. Auch der BP-Konzern hatte jedoch zunächst nicht bestätigt, dass die am Mittwochabend (MESZ) begonnene Aktion erfolgreich war. Eine BP-Sprecherin in London sagte lediglich, die Aktion laufe weiter.
Doppelt so viel Öl wie angenommen sprudelt aus dem Bohrloch
Aus dem defekten Bohrloch im Golf von Mexiko fließt nach Angaben von US-Wissenschaftlern mindestens doppelt so viel Öl wie bislang angenommen. Die Direktorin des Geologischen Dienstes der USA, Marcia McNutt, erklärte am Donnerstag, zwei Gruppen von Forschern hätten mit unterschiedlichen Methoden versucht, die Menge des austretenden Öls abzuschätzen. Sie seien zu dem Ergebnis gekommen, dass seit der Explosion der Bohrinsel am 20. April zwischen 64 und 148 Millionen Liter Rohöl ins Meer geflossen seien. Das ist bei weitem mehr als 1989 bei der «Exxon Valdez»-Katastrophe in Alaska (42 Millionen Liter).
Umgerechnet auf den Tag bedeuten die neuen Schätzung, dass zwischen 1,9 bis 3 Millionen oder sogar 3,8 Millionen Liter Öl binnen 24 Stunden aus dem Leck ins Meer fließen. Der Ölkonzern BP und die US-Küstenwacht sprachen bislang von rund 800.000 Litern.
Die Regierung von US-Präsident Barack Obama reagiert auf die Katastrophe, indem sie nach Angaben demokratischer Politiker in Washington die bisherige Leiterin der Behörde zur Überwachung der Ölbohrungen entlässt. Elizabeth Birnbaum war vorgeworfen worden, dass die Überwachung der Ölindustrie zu lasch gewesen sei. Birnbaum hatte das Amt seit Juli 2009 geleitet. Ihre Entlassung werde Obama am Donnerstag bekanntgeben, heißt es.
sck/ivb/news.de/dpa/ap
War doch klar das diese Aktion nicht funzt ,nein aber diese Experten versuchen immer noch so viel Öl wie möglich aus dem schaden zu nutzen , aber versuchen erst garnicht das Loch wirklich zu schließen, die Probieren solange wie möglich ,wie es sich die Amerikaner gefallen lassen. Man wie viel geduld muss der Präsident Obama haben, bevor er mal richtig auf den Tisch haut. mfg
jetzt antwortenKommentar melden