Sa., 26.05.12

DGB-Studie 15.05.2010 Junge Migranten benachteiligt

Schlechte Chancen für junge Migranten (Foto)
Die oft niedrigen Bildungsabschlüsse verhindern, dass junge Migranten eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen. Bild: ap

Ihre Wurzeln liegen in der Türkei, in Afrika oder Asien. Doch auch wenn junge Migranten ihren Schulabschluss in Deutschland gemacht haben, sind ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt schwierig. Das kostet den Staat viel Geld.

Junge Migranten in Deutschland haben Schwierigkeiten, nach der Schule eine Ausbildung oder Beschäftigung zu finden. Ursache sind in erster Linie durchschnittlich niedrigere Bildungsabschlüsse. Aber «auch bei gleichen Abschlüssen, gleichem Engagement, trotz höherer Mobilität und Umzugsbereitschaft, finden sie seltener einen Ausbildungsplatz». Das geht aus einer DGB-Studie über Jugendliche mit Migrationshintergrund vor, wie der Berliner Tagesspiegel berichtet.

In Zahlen aus dem Jahr 2008 ausgedrückt ist die Situation folgende: Jeder vierte Jugendliche im ausbildungsfähigen Alter hat einen Migrationshintergrund - 2,3 Millionen der 9,5 Millionen 15- bis 25-Jährigen in Deutschland. Mit 12,6 Prozent sind fast doppelt so viele Migranten erwerbslos wie Nichtmigranten. Entsprechend groß sei das Risiko, auf staatliche Transferleistungen angewiesen zu sein: Jeder dritte Jugendliche mit Migrationshintergrund lebt von Hartz IV. Drei von zehn Migranten über 25 Jahre haben keinen Berufsabschluss - unter den Nichtmigranten ist es jeder Elfte.

«Das ist tragisch für jeden Einzelnen der jungen Menschen und ein großer Nachteil für uns alle», sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der Zeitung. «Wir können es uns nicht leisten, sehenden Auges Jugendarbeitslosigkeit zu produzieren, wenn auf der anderen Seite Fachkräfte fehlen werden.»

Bereits jetzt sei das Problem zu spüren. Wie der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Holger Schwannecke, der Rheinpfalz am Sonntag sagte, seien bereits im vergangenen Jahr 10.000 Lehrstellen im Handwerk unbesetzt geblieben. In diesem Jahr sei mit einer Lücke in gleicher Höhe zu rechnen. Schwannecke forderte Jugendliche in den alten Ländern auf, eine Lehre im Osten aufzunehmen.

cvd/news.de/ddp
Leserkommentare (1) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • oliver
  • Kommentar 1
  • 07.02.2011 16:08
 

Warum beschwert ihr euch denn? Es ist sehr schwer hier anständige Arbeit zu bekommen und deswegen müssen die Migranten zurück in ihre Heimat! Andere Länder haben auch Regierungen, warum müssen wir deutsche denn immer alle durchfüttern, ist der Hitler der Grund dafür? Ausserdem sehe ich es nicht ein, dass hier immer Muselmanen einwandern müssen, es gibt jetzt schon genug Muselmansiche Staaten. Freiheit statt Sharia!

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