Lehrer entscheiden nach Nase
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Wer darf aufs Gymnasium? Bei dieser Entscheidung spielt offenbar nicht die Schulleistung eine Rolle, sondern welchen Bildungsabschluss die Eltern haben. Akademikerkinder gehen dreimal häufiger aufs Gymnasium.
«Sage mir, welche Schulform du besuchst, und ich sage dir, was deine Eltern für eine Bildungsabschluss haben.» Auch wenn das eigentlich keine Messlatte sein sollte, ist der elterliche Bildungsabschluss eben doch entscheidend, wie weit es Kinder in der Schule bringen.
Laut aktueller Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) gehen Kinder von Akademikern dreimal häufiger aufs Gymnasium als Kinder von Eltern mit niedrigerem Abschluss. Mit der Leistung der Kinder hat das nichts zu tun. Denn der Studie zufolge, an der der Dortmunder Schulforscher Wilfried Bos mitgewirkt hat, empfehlen Grundschullehrer die gymnasiale Laufbahn seltener Kindern, die aus der Mittel- oder Unterschied stammen.
Dabei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Die Koppelung von sozialer Herkunft und Gymnasialchancen ist danach im Saarland, in Sachsen, Hessen, Bayern und in Sachsen-Anhalt besonders groß. In den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen fanden die Schulforscher hingegen keine bedeutsamen Unterschiede - wenn man die Gymnasialempfehlungen von Kindern mit gleicher Intelligenz und Lesekompetenz vergleicht.
Zum Vergleich: Während bundesweit die Gymnasialchancen von Akademikerkindern 2,72 mal so groß sind wie die von Kindern aus der Mittel- und Unterschicht - erreicht das Saarland mit einer Quote von 4,52 im Bundesländervergleich den schlechtesten Wert in Sachen Chancengleichheit, gefolgt von Sachsen mit 4,12 und Hessen mit 3,84.
Nach Aussage von Bos ist bundesweit jede dritte Grundschullehrer-Empfehlung über die weitere Schullaufbahn nach Klasse vier «nicht optimal». Zum Zeitpunkt der IGLU-Untersuchung 2006 war die Lehrerempfehlung in den Ländern Bayern, Baden-Württemberg, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen aber wesentlich entscheidend für die Zulassung zum Gymnasium. Stimmen Elternwunsch und Lehrerempfehlung nicht überein, kennen mehrere Ländern auch Aufnahmeprüfungen und Prognoseunterricht.
ham/kat/news.de/dpa
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Das UNBEWUSSTE ist in der Pädagogik immer noch ein Fremdwort. Dabei enstcheidet es in wenigstens 99 von 100 Fällen alles fürs Leben Wichtige, und nicht der BEWUSSTE Verstand, auf den sich die Pädagogik beschränkt. In der neuen Ich-kann-Schule weiß jedes Kind, dass die TALENTE im UNBEWUSSTEN ruhen, die den Lehrer bewegen könnten, "nach Nase" zu entscheiden. Es weiß aber auch: "Wenn ich mit deinen Talenten BESSER umgehe als du, dann mögen sie mnich undfolgen mir lieber als dir." Da wird Schule FÜR ALLE interessant! Ich grüße freundlich. Franz Josef Neffe
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