Beim «Heliskiing» im Fernen Osten Russlands sind am Wochenende sechs deutsche Wintersportler ums Leben gekommen. Die Lawine soll von den Touristen selbst ausgelöst worden sein.
Zunächst hatte es geheißen, ein Helikopter habe die Lawine ausgelöst. Jetzt sind die russischen Behörden der Ansicht, die Touristen selbst hätten die Schneemassen in Bewegung gebracht. Das Zivilschutzministerium erklärte dazu: «Ein Hubschrauber setzte die Gruppe auf dem Hang ab, flog ins Tal und stand zum Zeitpunkt der Lawine am Fuß des Bergs.» Bei dem Unglück am Samstag auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka starben insgesamt mindestens zehn Menschen. Unter den Toten sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin sechs Deutsche.
Nach russischen Berichten von Sonntag kommen fünf Todesopfer aus Deutschland und fünf aus Russland. Einer der getöteten Russen habe die doppelte Staatsbürgerschaft, hieß es. Der deutsche Reiseveranstalter Flory Kern sprach ebenfalls von fünf toten Deutschen. Demnach stammen zwei der Opfer aus Nordrhein-Westfalen, zwei aus Bayern und eines aus Baden-Württemberg.
Ihre Leichen sollen ab Dienstag in die Heimat übergeführt werden. Psychologen kümmerten sich um die Hinterbliebenen, die mittlerweile auf Kamtschatka eintrafen. Zwei Menschen, darunter ein Deutscher, überlebten das Unglück schwer verletzt. Fünf weitere Deutsche sowie ein Belgier konnten sich in Sicherheit bringen.
iwe/iwi/news.de/dpa