Wenn die Nacht am kürzesten ist
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Zweimal im Jahr wird gegrübelt: Vor, zurück, mehr oder weniger schlafen? Vorgestellt und weniger schlafen ist die Ansage zur Sommerzeit. Abends ist es länger hell. Strom sparen wir dabei aber nicht.
«Werden die Uhren nun eine Stunde vor oder zurück gestellt?» Manchen hilft die Eselsbrücke: Im Sommer treibt man die Kühe vor den Stall, im Herbst zurück. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) dreht mal wieder an den Uhren: In der Nacht von Samstag auf Sonntag startet die Sommerzeit. Um Punkt 2 Uhr werden alle Funkuhren auf 3 Uhr springen.
Dafür sorgt ein schon vor Wochen programmiertes Signal des Zeitsenders in Mainflingen bei Frankfurt (Main). Alle anderen Uhren müssen per Hand umgestellt werden. Nun bleibt es morgens länger dunkel und abends länger hell. Am 31. Oktober werden die Uhren wieder eine Stunde zurück auf die Normalzeit gestellt.
Die Zeitumstellung in Deutschland feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag. «Und in all den Jahren ist noch nie etwas schiefgegangen», sagte Jens Simon von der PTB. Die Bundesanstalt mit Sitz in Braunschweig ist unter anderem für die gesetzliche Zeit in Deutschland zuständig. In Frankreich wurden die Uhren schon einige Jahre früher verstellt, als Folge der Ölkrise 1973 sollte so in den Betrieben und den Haushalten das Tageslicht besser genutzt und so Energie gespart werden.
Sommerzeit spart keine Energie
Nach Erkenntnissen der deutschen Energiewirtschaft funktioniert das aber nicht. Es würde weder Strom- noch Heizkosten eingespart, berichtet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
Nach Angaben des BDEW wird zwar an den hellen Sommerabenden weniger Strom für Licht verbraucht, dafür aber mehr Strom bei abendlichen Freizeitaktivitäten benötigt. Dadurch könne sogar insgesamt mehr Energie verbraucht werden, da der Anteil des Lichts am Stromverbrauch der rund 40 Millionen deutschen Haushalte durchschnittlich nur rund acht Prozent ausmache. Durch den verstärkten Einsatz von Energiesparlampen im Haushalt sinke der ohnehin geringe Lichtspareffekt weiter.
Die Deutsche Bahn sieht in der Umstellung keine Schwierigkeiten: «Für die Bahn ist die Zeitumstellung Routine», sagte ein Bahnsprecher. Probleme habe es noch nie gegeben. Mehr als 50 Nachtzug-Verbindungen sind betroffen. Güterzüge werden soweit möglich schon eine Stunde früher auf die Reise geschickt, bei Personenzügen fallen eventuelle nächtliche Aufenthalte aus oder die Züge kommen wegen der Zeitumstellung zu spät an. Etwa eine Stunde dauert es, bis alle 120.000 Bahnhofsuhren die neue Zeit anzeigen. Das PTB-Signal wird zunächst von 2500 Hauptuhren empfangen, die die aktuelle Zeit dann an alle 120.000 Nebenuhren im Bahnbereich weitergegeben.
iwi/news.de/dpa
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Alles recht und gut. Wie schon bei Einführung der Sommer- und Winterzeit war die Aktion umstritten und jetzt als kostenneutral nachgewiesen. Abgesehen von den vielen Schwierigkeiten, die die meisten Menschen damit haben, stellt sich die Frage nach dem Warum? Wenn die Massenmedien einmalig bekannt geben würden, dass keine Uhren mehr umgestellt werden müssen, wäre das ein Leichtes gegenüber den ganzen Irritationen und Kosten bei der Umstellung auf Sommerzeit. Die Umstellung ist in meinen Augen eine total unsinnige Maßnahme!
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