Mo., 13.02.12

Heiraten? Wahre Liebe nur in wilder Ehe

Von news.de-Redakteurin Isabelle Wiedemeier

Artikel vom 21.03.2010

Liebe ist Verzicht. Und wer auf den Trauschein verzichtet, lässt sich auch eine ganze Reihe Vergünstigungen entgehen. Wo liegt die Grenze zwischen Freiheit und Blödheit?

Aus Liebe geheiratet? Ein viel größerer Liebesbeweis ist eigentlich die wilde Ehe. Denn wer mit jemandem ohne Trauschein zusammen ist, verzichtet auf Einiges. Mit Ehegattensplitting kann ein verheiratetes Paar derzeit bis zu 15.694 Euro im Jahr sparen. Während bei Unverheirateten der Partner, der nichts verdient, einfach nur rein gar nichts beitragen kann zum Haushalt, ermöglicht er in einer Ehe dem anderen Partner, enorm viele Steuern zu sparen.

Ungerecht? Findet Standesbeamter Willy Weber nicht: «Das ist doch der freie Wille dieser Paare», urteilt Weber, der früher bei Linda de Mols Traumhochzeit getraut hat. «Der Staat schützt die Ehe, sie wird angesehen als Keimzelle einer funktionierenden Gesellschaft. Wer nicht die Ehe eingeht, ist selber Schuld.»

Wer heiratet, liebt seinen Partner vermutlich nicht weniger, als wer es nicht tut. Vor allem aber spart er sich einen Wust von Verträgen und notariellen Vereinbarungen. «Es ist, wie wenn man in den Bus steigt und sich automatisch mit dem Beförderungsrecht des Betreibers anfreundet», vergleicht der Berliner Familienanwalt Bernhard Blankenhorn. Unterhaltszahlungen nach der Scheidung zum Beispiel ergeben sich automatisch, während sich bei Unverheirateten tausende Spitzfindigkeiten einschleichen, die bei einer Trennung jedes freundschaftliche Einvernehmen komplett zerrütten können. Wenn beispielsweise das gemeinsame Auto auf den Namen des Mannes angemeldet ist, weil er Versicherungsvorteile hat - aber die Frau hat den Wagen bezahlt. Rechtlich bleibt die Karre bei ihm.

«Nur, wenn man Verträge macht, ist man geschützt vor unliebsamen Überraschungen», betont Blankenhorn. Auch nach langjährigen Partnerschaften entsteht kein Unterhaltsanspruch. Blankenhorn zitiert aus dem Gesetzbuch: «Unterhaltspflichten bestehen zwischen Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft nicht.» Der Vorwurf, «Wie kannst du mir mit rechtlichen Dingen kommen, wenn wir uns doch lieben», mutet ob der klaren Vorgaben für (verliebt) Verheiratete also geradezu absurd an.

Frisch verheiratet - und trotzdem keine Witwenrente

Zumal es ja nicht nur um Trennung geht. Familienanwälte wie Blankenhorn können ein Lied davon singen. Gerade erst hat er den Fall eines Paars bearbeitet, das jahrzehntelang zusammenlebte. Der eine pflegt den anderen, doch beim Tod des Partners bleiben ihm keinerlei Rechte. Im schlimmsten Fall wird er sogar des Hauses verwiesen. Und selbst, wenn das Testament eindeutig den langjährigen Lebensgefährten als Erbe ausweist, kassiert der Staat bei Unverheirateten deutlich schärfer ab: Ihren Steuerfreibeträgen von etwa 6000 Euro stehen bei Eheleuten rund 300.000 Euro gegenüber.

Witwenrente ist dann natürlich auch Fehlanzeige. Willy Weber erinnert sich an ein drastisches Beispiel. Seit 25 Jahren war ein Paar zusammen, und um die Frau im Rentenalter versorgt zu wissen, entschlossen sie sich zur Hochzeit. «Vier Wochen später ist der Mann gestorben, und weil die Ehe noch nicht den Mindestbestand von zwölf Monaten hatte, hat diese arme Frau keine Rente bekommen», schildert er, und fügt hinzu: «Sie hätten doch einfach früher zum Standesamt gehen können.»

Wer verheiratet ist, kann die doppelte Haushaltsführung von der Steuer absetzen. Den nicht-berufstätigen Partner bei der Krankenkasse mit versichern. Im Krankenhaus wird der noch nicht geschiedene Ex-Mann informiert, während der Liebste nicht mehr Rechte hat als ein Irgendjemand. Auch im Knast ist das Besuchsrecht eingeschränkt. Unverheiratete Väter haben lediglich dann ein Sorgerecht, wenn die Mutter zustimmt, und Krankenkassen geben nur Ehepartnern 50 Prozent zur künstlichen Befruchtung dazu. Im Gegenzug sieht der Staat auch Unverheiratete gern als Lebensgemeinschaft an, wenn es darum geht, Sozialleistungen zu beziehen. Da werden Verdienst und Vermögen des wilden Partners natürlich mit eingerechnet.

Ob solche Benachteiligungen noch zeitgemäß sind, ist nicht die Frage. Bernhard Blankenhorn empfiehlt, immer, wenn eine besondere Konstellation vorliegt, zum Beispiel im Bezug auf Vermögen und Besitz, eine vertragliche Regelung zu suchen. Doch nicht alle Ungerechtigkeiten lassen sich durch Verträge ausgleichen - und eine Änderung ist nicht in Sicht. «Das ist eine gesetzliche Wertung, da wird auch nicht dran gerüttelt», sagt der Familienanwalt. Wer sich aufgrund dessen zähneknirschend doch für eine Heirat entscheidet, habe immerhin die Möglichkeit, einen sehr schlanken Ehevertrag aufzusetzen, der eine schnelle Scheidung ermöglicht.

Romantik wird am Hochzeitstag natürlich ganz groß geschrieben. Die Entscheidung, zu heiraten, ist jedoch für viele Paare tatsächlich rein pragmatisch. Zumal der Standesbeamte Willy Weber nicht nur in der Schönwetterzeit zwischen Mai und Oktober viel zu tun hat, sondern vor allem im Dezember – weil sie dann noch die steuerlichen Vorteile für das gesamte Jahr in Anspruch nehmen können.

sck/news.de
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Schlagworte:
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Leserkommentare (21)
  • Kommentar: 21
  • 23.03.2010 18:34
von
Friedrich Schlenker
Antwort auf Kommentar 6

Hi tashina, Dir geht's vermutlich eher um Anerkennung gesellschaftliche Gleichstellung oder so. Anerkennung in der Gesellschaft muß man sich erarbeiten, das gibts nicht auf Rezept und nicht per Gesetz (nur vor dem Gesetz!!!) Das bekommt man über Leistung, Engagement, Hilfsbereitschaft und hängt auch gekoppelt daran von den jeweiligen Wesenszügen u. Karaktereigenschaften ab. Wenn ich also ein "Drecksack" wäre würde das bekannt und ich würde nur Mißachtung und Ablehnung ernten.

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  • Kommentar: 20
  • 23.03.2010 18:22
von
Friedrich Schlenker
Antwort auf Kommentar 5

Warum soll ein Vater nicht für ein uneheliches Kind Verantwortung übernehmen können? Das tut ja selbst eine Kindergärtnerin! Ach ja - die bekommt Geld dafür. Liebe ist Emotion (Gefühl) - also Du meinst wenn ich ein Papier unterschreib bekomm ich Gefühl? entsteht Liebe? Hab ich dann auch 14 Tage Rücktrittsrecht? Was ist das für eine Papierliebe? Was ist das für ein Vertrauen wenn ich mir davor einen EHEVERTRAG erstellen lasse? = vertraglich gesichertes Mißtrauen für die Eventualität, bedeutet wer weiß..ich vertrau doch nicht ganz... Sex - Liebe od. Liebe - Sex! Sex mittels Papier?

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  • Kommentar: 19
  • 23.03.2010 18:10
von
Friedrich Schlenker
Antwort auf Kommentar 14

Ja, Du hast vollkommen recht. DER MIßBRAUCH mit dem MIßBRAUCH. Eine ganz linke Tour deren sich Frauen oft bedienen. Kenne einen Fall einer 12 jährigen die seinen Vater bezichtigt hat, es kam zur Scheidung. Die Tochter lebte bei der Mutter mit Sozialhilfe, ging dann zum Vater zurück wegen ihrer gewohnten Geldansprüche (mal am WoEnde 500 DM einfach ausgeben)die die Mutter nicht stillen konnte. 1 Jahr später kam die Lüge raus. Es waren Freunde von mir - kein zugetragenes Gerede:

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  • Kommentar: 18
  • 23.03.2010 18:02
von
Friedrich Schlenker
Antwort auf Kommentar 6

Warum das so ist? Der Mensch ist auch nur ein "Tier" und unterliegt seinen Trieben der Sexualität und Emotionen. Ansonsten würde Sex seinen Reiz verlieren und wäre unnormal. Männer wie Frauen gehen auf Jagd nach dem anderen Geschlecht und ist in den Genen seit der Urzeit. Keine Religion, kein Gesetz, kein Feminismus kann diese Tatsache beiseite lügen. Feminismus ist ohnehin einseitig und nicht Objektiv. Auch dieser Trend mißachtet die von der Natur vorgegebene Gesetzgebung der Geschlechter und seinen Eigenschaften/ Eigenheiten. Wo Menschen rumbasteln kommt Mist raus - und nennt es Verstand.

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  • Kommentar: 17
  • 23.03.2010 17:43
von
Friedrich Schlenker
Antwort auf Kommentar 6

Hi, Ich war auch verheiratet. Was Du so schreibst stimmt so nicht ganz. Es gibt nur den Unterschied zwischen guten und schlechten Menschen - unabhängig vom Geschlecht. Da eine Frau eben auch ein Mensch ist kann eine Frau ebenso gut oder schlecht sein. Ich hatte das Pech eine schlechte angelacht zu haben. Trotzdem muß man fair bleiben. Und Weiblichkeit allein macht noch keinen guten Menschen oder? Dasselbe auch bei Männern - auch die sind nich bloß schlecht wegen der Männlichkeit.

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  • Kommentar: 16
  • 23.03.2010 17:30
von
Friedrich Schlenker

Man muß sich bewuß sein was die BRD ist. Drogensüchtige und geschmierte Politiker die Banken und Industrie vertreten - nicht uns! Die BRD ist kein Staat weil wir keine Verfassung haben. Warum? Kein Friedensvertrag! Den kann man nur mit dem dt. Reich schließen (BRD hatte kein Krieg). Das GG war nur ein Gesetz als Übergangslösung und ist außer Kraft. Beamte gibt es nicht - Beamtenausweise auch nicht, damit sind viele Rechtsurteile NICHTIG. Es gibt nur Dienstausweise und "Staatsdiener". Die sind weisungsgebunden, unterschreiben deshalb oft nicht wegen deren Haftung mit Privatvermögen. Nur Theater

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  • Kommentar: 15
  • 23.03.2010 17:17
von
Friedrich Schlenker
Antwort auf Kommentar 14

Deutschland nennt sich arroganterweise "Rechtsstaat". Jeder weiß aus Recht muß immer Gerechtigkeit entstehen. Das ist im Scheidungsrecht nicht so - in anderen Bereichen auch nicht. Ich arbeitete oft zwischen 14 u. 18 Std. bevor die Jungs bei mir waren, Geldfahren und Wachdienst bis morgens. Ich bat meinen RA um Neuberechnung. Der meinte wenns nicht ausreicht muß ich einen Nebenjob annehmen (Gesetz). Diesem antwortete ich: bevor ich 24 Std./ Tag arbeite tu ich nichts mehr!

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  • Kommentar: 14
  • 23.03.2010 17:10
von
hpklimbim
Antwort auf Kommentar 11

Problem sind die unterschiedlichen Denkweisen, mit der die Beteiligten an die Sache heran gehen. Die meisten Frauen sind voll mit Besitzansprüchen vom ersten Mal an. Warum wohl haben wir heute so viele Juristinnen und so viele fragwürdige Urteile in Sachen Scheidung und (angeblichem) sexuellen Mißbrauch? Und bei den Scheidungen ist so mancher Mann dabei, der sich bald ausrechnen kann, was ihn jeder einzelne Stoß gekostet hat. Da war dann in den allermeisten Fällen keine wirkliche Liebe vorhanden, da wurde ein Stück Fleisch zu Markte getragen.

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  • Kommentar: 13
  • 23.03.2010 17:01
von
Friedrich Schlenker

Ehe ist ein Konstrukt der Kirche aus grauer Vorzeit und damit veraltet, nicht dagegen gesunde und lebendige Moral - die funktioniert ohne Recht und Papier! Ehe wurde installiert um die Menschen zu kontrollieren inklusive der Geburten und war damit das erste Instrument dieser Art. Die Mutter aller Kontrollorgane in der westlichen Welt ist die Religion selbst und hat auch heute noch maßgeblichen Einfluß auf Gesellschaft, Gesetze und Bildung. Viele von Machtbesessenen Menschen aufgezwungene Systeme haben ihren Ursprung im Altertum. Gesetze werden nicht von "Schwachen" geschrieben - von Machtgier.

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  • Kommentar: 12
  • 23.03.2010 17:01
von
hpklimbim

Dann dürften wir auch vom Alter her vermutlich nicht so weit auseinander liegen. Ich bin 55. Angefangen habe ich mal mit einer elf Jahre älteren Frau. Jetzt bin ich bei einer zehn Jahre Jüngeren hängen geblieben. Es iat eine Partnerschaft mit Abstand, von beiden so gewünscht. Getrennte Wohnungen und doch Gemeinsamkeit. Jeden Tag von Morgens bis Abends würde das keiner von uns mehr ertragen.

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  • Kommentar: 11
  • 23.03.2010 16:50
von
Friedrich Schlenker

Das ist alles kompletter Blödsinn. 1. Sowie ein Trauschein besteht kommen unterschwellige Ansprüche an den Anderen und Toleranz geht verloren, ebenso das Knistern - der Kick. Wer Trennung u. Scheidung durchlebte weiß wie es ist wenn die Existenz gefährdet wird. Entweder ist es die Ex. oder der Staat welche versuchen ungeachtet der persönlichen Situation dieses zu zerstören. Oft sind es beide in wechselnder Folge. 2. Ich bin seit 2001 geschieden, hab zwei Jungs, hatte sie auch seit 2002 ganz bei mir neben der Arbeit und muß noch immer zahlen. Der Mann ist Wirt für Blutsauger!!!

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  • Kommentar: 10
  • 23.03.2010 00:16
von
Felix Kroll

Hallo,hpklimbim, ich habe die gleiche Vergangenheit wie Du. Genau so erging es mir. Ich bin voellig neu wieder angefangen, obwohl ich 20 Jahre verheiratet war. Das hat bestens geklappt, obwohl meine 2. Frau 20 Jahre juenger ist als ich. Nun habe ich eine Tochter von 38 Jahren, eine von 18 und eine ist gestern 13 geworden. Alle sind gluecklich und zufrieden.

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  • Kommentar: 9
  • 22.03.2010 06:02
von
hpklimbim
Antwort auf Kommentar 5

Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass mein Verantwortungsbewußtsein ohne Trauschein ungleich höher ist als mit. Dessen ungeachtet würde ich auch heute noch sofort die Konsequenzen ziehen, wenn eine Beziehung nicht wirklich funktioniert. Liebe und Vertrauen sind nicht von der Existenz eines Trauscheins abhängig. Der übt oft genug nur den gesellschaftlichen Auftrag einer Fassade aus. Die Realität dahinter ist vermutlich auch bei etwa 50 % troslos und traurig. Die Vernünftigsten davon einigen sich ohne Rechtsanwalt, bleiben offiziell verheiratet, und gehen dennoch getrennte Wege.

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  • Kommentar: 8
  • 22.03.2010 05:50
von
hpklimbim
Antwort auf Kommentar 6

Es dürfte so etwa 50 % von Fällen geben, bei denen der Sachverhalt genau anders herum ist. Auch nicht jede Frau meint in Wirklichkeit das, was sie sagt. Partnerschaft/Ehe = 2 Menschen und 2 Meinungen

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  • Kommentar: 7
  • 22.03.2010 02:03
von
Felix Kroll

Zu dem Foto mit dem Feuer im Hintergrund: Der Junge sieht aus wie Sitting Bull in seiner Jugendzeit. Die Indianer haben das genauso gemacht wie die heutige Jugend. Die huebsche "Braut" wurde einfach beim Nachbarstamm geraubt und schon lebten sie gluecklich zusammen. Die Beiden auf dem Foto sind sehr sympathisch. Die haben offenbar keine Sorgen und sind gluecklich und nach mir die Sintflut.

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  • Kommentar: 6
  • 22.03.2010 00:13
von
tashina
Antwort auf Kommentar 1

Es ist nicht verwunderlich, daß Männer gerne eine Frau ohne jegliche Verantwortung nehmen wollen, und es ihnen dabei völlig gleichgültig ist, daß diese deswegen Nachteile über Nachteile hat. Besonders deutsche Männer sind im Egoismus schon immer hervorragend gewesen, und in Verantwortungsbewußtsein auf dem Stand eines Kleinkindes. Schade ist nur, daß Frauen weiterhin solchen Kerlen auf den Leim gehen, idealistisch wie sie sind, und in Liebe blind vertrauend, was sich üblicherweise irgendwann einmal rächt...

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  • Kommentar: 5
  • 21.03.2010 23:56
von
emil Emilie

Wer nicht heiratet, will sich eine Hintertür offen lassen, d.h. es fehlt das letzte Vertrauen. Liebe ohne Vertrauen gibt es nicht. Wilde "Ehe" ist meist zeitweilige kostengünstige Sexualgemeinschaft und hat mit wahrer Liebe nichts zu tun. Wer nicht heiratet, verweigert dem anderen die letzte Geborgenheit, ohne die es keine tiefe Gemeinschaft gibt = fehlende Liebe! Man kann Ehe nicht in einer Nichtehe testen. Das sind verschiedene Zustände: mit und ohne Verbindlichkeit. Fakt, daß die Scheidungswahrscheinlichkeit in dem Maße wächst, je länger man "wild" hauste also Unverbindlichkeit eingeübt hat

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  • Kommentar: 4
  • 21.03.2010 21:40
von
tomahawk

Heiraten? Warum nicht?! Ehevertrag notariell bestätigen lassen und dann gehts mit dem heiraten.

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  • Kommentar: 3
  • 21.03.2010 14:18
von
hpklimbim

Funktioniert eine Partnerschaft, können da weder der Pfaffe noch der Standesbeamte irgend etwas dafür. Funktioniert sie nicht, können sie auch nicht helfen. Eine Heiratsurkunde ist kein Garantieschein wie etwa der für den Geschirrspüler. Es ist allein Sache der Beteiligten, was die daraus machen. Und das mit den offizell getrennten Wohnungen bei Stütze ist so neu auch nicht. Ich beziehe keine, kenne aber beruflich jede Menge Leute, die das so praktizieren. Staatlich geförderter Betrug. Also kann man sich das Bimborium der Heirat auch ersparen. Ich bin glücklich geschieden und bestens liiert.

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  • Kommentar: 2
  • 21.03.2010 13:54
von
RAGNAROEKR

Der Standesbeamte verwechselt einiges: Liebe ist ein eigenes Struktur- und Ordnungsprinzip und damit nicht rechtlich regelbar. Damit gilt umgekehrt auch, das Familienrecht hat keine Bedeutung für eine Ehe, eine "gute" benötigt es nicht, in einer schlechten hilft es nicht. Wenn nun der Staat sich einmischt, weil er die Ehe und Familie als seine Keimzelle ansieht, dann müsste er diese Lebensform zuerst einmal respektieren. Aufhetzen ist jedoch der politische Zeitgeist - daher auch K 1 aus seiner Sicht zu Recht. RAGNAROEKR fordert die Abschaffung von Regelungsmaßnahmen für den sog. Schwächeren.

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  • Kommentar: 1
  • 21.03.2010 12:55
von
paul

Ziemlich dreister Artikel, der das Wort wahre Liebe führt und nur nach finanziellen Vorteilen sucht. Heiraten ist nach wie vor (finanziell) vorteilhaft für die Frau und nachteilig für den Mann. Was hat das bitte mit Gerechtigkeit zu tun. Würde ich eher Anspruchsdenken der Frau nennen.

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