Per Internet schneller zum Geld
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Papierwust in schönstem Amtsdeutsch: Bafög-Anträge sind eine Qual und selten verständlich. Diese Hürde will der Bund beseitigen. Online-Anträge stehen zur Debatte. In Bayern werden sie bereits eingeführt.
Seitenlange Bafög-Anträge könnten bald der Vergangenheit angehören. Ein Online-Formular könnte helfen, Bürokratie und lange Wartezeiten auf das staatlich bezuschusste Darlehen zu reduzieren. Davon gehen der Normenkontrollrat der Bundesregierung und Vertreter von acht Bundesländern aus, die Optionen untersucht haben, wie Studenten einfacher an Bafög gelangen können.
Bei der Internetlösung bestehe die Chance, effektive Hilfen anzubieten. Bislang sind die Hinweise auf den Anträgen, laut Aussage befragter Studenten, unverständlich.
Wer Bafög beziehen will, muss dies einmal jährlich für die zwei folgenden Semester beantragen. Nur ein bis zwei Prozent der Antragsteller geben die Unterlagen im ersten Anlauf vollständig ab. Die Nachforderung und Berechnung der zuständigen Stellen werde dadurch aufwändiger und dauere oft ein halbes Jahr.
Weitere Vorschläge des Normenkontrollrates habe der Bund bereits aufgenommen, so das Deutsche Studentenwerk. Das betreffe beispielsweise die Kosten für Miete sowie Krankenkassenbeiträge. Diese mussten bislang einzeln nachgewiesen werden. Künftig sollen die Studenten beim Antrag dafür Pauschalen ansetzen können.
Ob es ein bundesweites Antragsportal geben wird, ist derweil unklar. Als erstes Bundesland wird Bayern ab dem Sommersemester 2010 die Antragstellung per Internet ermöglichen. Anlaufpunkt dafür ist die Internetseite bafoeg-bayern.de.
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