Der «Loch-Melder»
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Keine Gnade: Harald Kraus weiß über jedes Schlagloch in Deutschland genau bescheid. Und er hat es sich zur Aufgabe gemacht, jedes einzelne von ihnen zu vernichten.
Zum Ende des Winters treten sie reihenweise zutage: Schlaglöcher. Vom Frost in den Asphalt gesprengt, können sie schlimme Unfälle verursachen. Deshalb hat Harald Kraus ihnen den Kampf angesagt. «Hier geht es um Verkehrssicherheit», betont der 61-Jährige. Seit rund einem Jahr verwaltet er im baden-württembergischen Eislingen die nach seinen Angaben einzige bundesweite Schlagloch-Zentrale.
Jede Schadensmeldung ist für Kraus ein ernstzunehmender Auftrag. «Wenn die Leute sich die Mühe machen, uns ein Schlagloch zu melden, dann ärgern sie sich entweder schon lange drüber oder der Fall ist entsprechend krass», sagt er. Um den Schaden einschätzen zu können, bittet er oft um ein Foto. Dann macht er sich an die Arbeit: Er sucht die genaue Stelle und die Behörde, die die Kosten übernimmt.
Hat Kraus das zuständige Straßenverkehrsamt gefunden, nimmt er Kontakt auf, meldet den Schaden - und bekommt sehr unterschiedliche Reaktionen. «Einige danken und reagieren prompt, andere sagen, dass sie unsere Hilfe nicht brauchen.» Rund zwei Drittel der gemeldeten Schlaglöcher seien mittlerweile beseitigt, sagt Kraus. Stolz schwingt in seiner Stimme mit.
Los ging es 2005 mit einer Aktion des Automobil-Clubs Europa ACE. Der Verein machte eine Bestandsaufnahme der Krater in Fahrbahnen - und die Schadensmeldungen trudelten auch nach Ende der Aktion weiter ein. So reifte der Entschluss, Deutschland eine zentrale Meldestelle für Schlaglöcher zu verschaffen. Kraus, stellvertretender ACE- Regionalvorsitzender für Baden-Württemberg, wurde zum «Herrn der Schlaglöcher» auserkoren. «Zu der Zeit war ich etwas mehr als ein Jahr in Rente. Es passte ganz gut.»
Rund 900 Schadensmeldungen hat Kraus bisher über die Seite www.ace-online.de/Schlaglochmelder erhalten. Am aktivsten seien die «Loch-Melder» in Nordrhein-Westfalen - mit knapp einem Viertel der Meldungen.
Kraus' Eindruck von Deutschlands Straßen: Der Zustand werde von Süden nach Norden schlechter - und in Berlin sei die Situation besonders schlimm. In Eislingen übrigens suche man vergeblich nach einem Schlagloch. «Die Stadtverwaltung ist da sehr hinterher, mir keine Angriffsfläche zu bieten.»
tfa/news.de/dpa
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In Sindelfingen in der Leonbergerstraße in Richtung Stadtmitte befindet sich ein kleines aber tiefes und fieses Schlagloch seit diesem Winter. Die Straße ist ziemlich gut befahren und wenn man von dem Schlagloch nichts weiß fährt man immer rein das tut dem Auto besonders gut. Außbessern bringt nichts. Es müsste ein Teil der Fahrbahn abgehobelt werden und einfach neu gemacht werden.
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