Südeuropa friert mit uns
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Als wäre es der letzte vor dem definitiven Klimawandel gebärdet sich der Winter derzeit. Nicht nur in Deutschland hält er den Frühling im Schach, auch Südeuropa fröstelt weiter unter dem Schnee.
Der Frühling steht vor der Tür, doch selbst in Südeuropa lässt der Winter vielerorts nicht locker. Während zehntausende Spanier unter Stromausfällen leiden, stöhnen Italiener, Rumänen und Bulgaren über Schnee und Eisglätte. In Griechenland können sich die Menschen dagegen über sonnige 15 Grad freuen.
Im Süden Rumäniens sorgten heftiger Schneefall und starker Wind für ein Verkehrschaos. Zahlreiche Überlandstraßen sind geschlossen, die Schneeverwehungen mancherorts bis zu zwei Meter hoch, wie örtliche Medien berichten. Dutzende Autos blieben stecken. Auch in der Hauptstadt Bukarest kam es zu Verkehrsproblemen. In mehreren Ortschaften im Kreis Mehehdinti ist zudem die Stromversorgung ausgefallen.
Der für März ungewöhnlich schwere Winter hält auch im benachbarten Bulgarien an. Am schwersten getroffen ist der Nordwesten des Balkanlandes. Nach heftigen Schneestürmen rief die Gemeinde Kula den Notstand aus. Schneeverwehungen machten die Landstraßen in der Region unbefahrbar. Autos blieben im Schnee stecken, an vielen Schulen fällt der Unterricht aus.
Auch in Italien sind sowohl in der Provinz Viterbo bei Rom als auch weiter nördlich in Bologna die Schulen wegen starker Schneefälle geschlossen. Im Süden sorgen dagegen starke Regenfälle und Wind für Probleme. So verursachte unablässiger Regen sowohl in Kampanien als auch rund um die Hafenstadt Messina auf Sizilien erneut mehrere Erdrutsche. Im Dorf San Fratello im Westen Messinas zerstörten starke Windböen zahlreiche Notgebäude für rund 1500 Menschen, die ein Erdrutsch obdachlos gemacht hatte.
Im Nordosten Spaniens sorgen die Auswirkungen des Schneesturms vom Montag zunehmend für Unmut. Mehrere zehntausend Menschen mussten in der Gegend um Gerona an der Costa Brava bereits die dritte Nacht hintereinander ohne Strom und Heizung auskommen. In der Ortschaft Ultramort ist eine Frau an den Folgen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. Wegen der Kälte hatte sie in einem schlecht belüfteten Raum einen alten Ofen angezündet, wie der Rundfunk berichtet. Der Schneesturm knickte in der Region mehr als 30 Strommasten um.
Mallorca ist dagegen einen Tag nach den heftigen Schneefällen weitgehend zur Normalität zurückgekehrt. Es schneit nur noch ein wenig im Tramuntana-Gebirge im Nordwesten der spanischen Ferieninsel. Fast alle Straßen sind wieder freigegeben.
Auch in Frankreich entspannt sich die Wetterlage weiter. Lediglich in Lagen über 500 Metern fällt in der Mittelmeerregion noch vereinzelt Schnee. Auf der Korsika sind allerdings weiterhin Hundert Haushalte ohne Strom. Die Mittelmeerinsel hattder erneute Wintereinbruch besonders hart getroffen.
iwi/news.de/dpa
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