Fr., 25.05.12

Chile 04.03.2010 Panik durch Nachbeben

Panik durch Nachbeben in Chile (Foto)
Rettungskräfte bei der Suche nach Opfern in der Stadt Concepción. Bild: dpa

Die Erde in Chile kommt nicht zur Ruhe, ein Nachbeben löste Panik unter den Menschen aus. Erdstöße in Taiwan führten nur zu leichten Schäden. Einen erneuten Tsunami erwarten die Behörden nicht.

In Chile haben vier Tage nach dem verheerenden Beben der Stärke 8,8 am Mittwoch (Ortszeit) weitere Nachbeben für Panik und Angst vor einem neuen Tsunami gesorgt. Viele Menschen in der Küstenregion um die Stadt Concepción versuchten, sich in höher gelegenen Gebieten in Sicherheit zu bringen. Die befürchtete Flutwelle blieb jedoch aus. Die Erdstöße erreichten Stärken von bis zu 6,1. Unterdessen wurde am Donnerstagmorgen auch der Süden Taiwans von einem schweren Beben erschüttert.

Wie die Erdbebenwarte in Taipeh meldete, hatte das Beben eine Stärke von 6,4. Das Epizentrum habe nahe der südtaiwanesischen Hafenstadt Kaohsiung gelegen. Nach ersten Berichten kam es nur zu leichteren Schäden, ein Mann wurde durch einen umstürzenden Baum verletzt. Im Kreis Chiayi sei ein Feuer ausgebrochen, berichtete Taiwans Nachrichtenagentur Central News Agency.

Das Beben war auf der ganzen Insel bis in die rund 250 Kilometer vom Epizentrum entfernte Hauptstadt Taipeh zu spüren. Es kam zu Stromausfällen. Taiwan liegt in einer seismisch aktiven Zone und wird häufig von Erdbeben erschüttert. 1999 kamen bei einem schweren Beben der Stärke 7,6 in Zentraltaiwan rund 2300 Menschen ums Leben.

In Chile versuchte die Katastrophenschutzbehörde Onemi, die von den Nachbeben in Angst und Schrecken versetzten Menschen zu beruhigen. «Dieses Beben hatte keine Eigenschaften, die einen Tsunami auslösen können», hieß es in einer Mitteilung. Die Onemi hatte allerdings auch unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben vom vergangenen Samstag mit etwa 800 Toten Tsunami-Entwarnung gegeben. Kurz darauf waren Dutzende Küstenorte und auch die einzige Siedlung auf der zu Chile gehörenden Pazifik-Insel Robinson Crusoe von einer riesigen Flutwelle weitgehend zerstört worden.

tfa/ivb/news.de/dpa
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