Dreimal am Tag gab es bei den Göttern im alten Ägypten Fleisch und Süßes. Das fettige «Junk Food» führte zu verkalkten Arterien und Herzproblemen, belegt jetzt eine Studie.
Die Götterspeisen der alten Ägypter führten einer Studie zufolge eher zum frühen Tod als zur Unsterblichkeit. Dreimal am Tag wurde den Göttern ein Buffet mit Fleisch und Süßigkeiten aufgetischt - gegessen allerdings wurden die Himmelsspeisen dann von den Priestern und ihren Familien. Die bekamen von dem viel zu fettigen «Junk-Food» verkalkte Arterien und Herzprobleme, wie eine am Freitag im Lancet medical journal vorgestellte Studie der Universität Manchester belegt.
«Die Botschaft könnte nicht deutlicher sein: Lebe wie ein Gott und bezahle dafür mit deiner Gesundheit», sagte Rosalie David, die für die Studie zusammen mit ihren Helfern Hieroglyphen und Bilder an Tempeln ausgewertet hat. Auch Mumien von ägyptischen Priestern bestätigten die ungesunde Lebensweise.
Auf dem Himmels-Speiseplan standen vor allem Mahlzeiten mit viel gesättigten Fettsäuren, außerdem viel zu viel Bier und Wein. An den Mumien wurden bei Röntgenaufnahmen denn auch die unmissverständlichen Zeichen von verkalkten Arterien und Herzkrankheiten gefunden. Die Lebenserwartung selbst eines sozial hochgestellten Ägypters lag vermutlich auch Dank des Essens relativ niedrig bei 40 bis 50 Jahren.
Der Priester galt als Diener der Götter und reichte diesen im Tempel die wertvollen Speisen. Allerdings dachten sich die heiligen Männer wohl mit der Zeit: Was für eine Verschwendung. Gegessen wurden die Opfergaben deshalb vom Tempelpersonal und seinen Familien. David: «Die Studie zeigt auch, dass verstopfte Arterien durch eine zu reichhaltige Ernährung kein Problem der Moderne sind - es geht zurück auf uralte Zivilisationen.»
cvd/ivb/news.de/dpa