Tibet und China sind bei Twitter
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Für Chinas Staatspräsidenten Hu Jintao ist der Dalai Lama ein «gefährlicher Separatist», dabei will der spirituelle Führer der Tibeter doch nur Meinungsfreiheit. Ab sofort können die beiden Oberhäupter sich ihre Liebenswürdigkeiten zuzwitschern.
Wer dem Dalai Lama folgen möchte, kann dies nicht mehr nur spirituell tun, sondern auch virtuell. Das Oberhaupt des tibetanischen Buddhismus benutzt Twitter. Nachdem im letzten Jahr ein falscher Dalai Lama enttarnt wurde, kann man dank der Einführung der verifizierten Twitter-Konten jetzt wohl davon ausgehen, dass der Tibetaner selbst zwitschert - und 44.058 Menschen folgen ihm auf diesem Weg.
Noch sind seine Tweets lediglich Verweise auf seine Website oder ein Interview bei CNN - doch möglicherweise fühlt sich der spirituelle Führer bald bemüßigt, seine Botschaften auf 140 Zeichen zu komprimieren: Chinas Staatspräsident Hu Jintao ist nämlich auch auf den Geschmack gekommen, wie Welt Online berichtet. Allerdings hat er sich nicht vom westlichen Zwitscher-Dienst ködern lassen, sondern soll sein Profil bei Renmin Weibo angelegt haben, einem chinesischen Konkurrenzdienst.
Als «Generalsekretär der Kommunistischen Partei, Staatschef, Vorsitzender der Zentralen Militärkommission» will er demnach seinen 14.000 Followern zeigen, wo der Hammer hängt - doch bislang warten diese offenbar vergeblich auf einen ersten Tweet. Da wird doch nicht die Zensur gegriffen haben? 1:0 für den Dalai Lama auf virtuellem Parkett.
iwi/reu/news.de
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