Deutschlandweit sind mehr Schüler missbraucht worden, als man bisher angenommen hatte. Eine Rechtsanwältin berichtet von mehr als 100 Opfern, die sich bei ihr gemeldet haben.
An katholischen Jesuitenkollegs und Schulen in Deutschland sind wesentlich mehr Schüler sexuell missbraucht worden als bisher bekannt. Die Berliner Anwältin Ursula Raue, die vom Jesuiten-Orden mit der Untersuchung der Vorwürfe beauftragt ist, sprach von deutschlandweit mehr als 100 Fällen. Einige Opfer hätten sich auch anonym gemeldet.
Darunter seien Opfer, die mit Namen oder anonym Angaben machten. Sie wolle versuchen, noch in dieser Woche einen Zwischenbericht vorzulegen, sagte Raue. Was sie darin vorschlage, wolle sie vorher nicht öffentlich bekanntgeben.
Der Jesuiten-Orden in Deutschland will vor der Einleitung weiterer Schritte ihren Zwischenbericht abwarten. Der Rektor des Berliner Kollegs, Pater Klaus Mertes, hatte gegenüber der Berliner Zeitung bereits geäußert, dass die Zahl der Missbrauchsopfer möglicherweise dreistellig sei. Bisher waren rund 30 Opfer am Canisius-Kolleg aus den 1970er und 1980er Jahren bekannt geworden.
Neue Hinweise auf Missbrauchsfälle hat auch das Bistum Hildesheim erhalten. Die Fälle, in denen sich Geistliche an Jugendlichen vergangen haben sollen, liegen teilweise bis zu 50 Jahre zurück. Ein Teil davon betreffe die beiden Jesuitenpater, die bereits für etliche Missbrauchsfälle in Deutschland verantwortlich gemacht werden, teilte das Bistum mit. Fünf Opferberichte beziehen sich auf inzwischen gestorbene Priester, ein weiteres mögliches Opfer beschwerte sich über einen schon lange im Ruhestand lebenden Priester. «Wir werden helfen und Beistand gewähren, wo wir können», erklärte Domkapitular Heinz-Günter Bongartz.
Zum Punkt möglicher finanzieller Entschädigungen der Opfer sagte der Sprecher des in München ansässigen Jesuitenordens, Thomas Busch, der Orden warte ab, was die Opfer dazu zu sagen hätten. «Für uns ist entscheidend, welche Erwartungen die Opfer an uns formulieren. Wir wollen nicht vorgeben, was wir für richtig für die Opfer hielten», sagte Busch. Vielleicht legten die Betroffenen auf anderes Wert als auf Worte der Entschuldigung oder die Konfrontation der Täter mit dem Missbrauch. «Dann werden wir über alles sprechen.» Doch der Orden könne nicht von vornherein einen Blankoscheck ausstellen, sagte Busch.
Er erwarte nicht, dass die deutschen Missbrauchsfälle am Dienstag oder Mittwoch in Rom zur Sprache kommen. Im Vatikan haben zweitägige Krisengespräche zum Missbrauchsskandal der katholischen Kirche in Irland begonnen. Dort waren tausende Heimkinder bis in die 1990er Jahre von Geistlichen gequält und vergewaltigt worden. «Der Vatikan beschäftigt sich dann mit solchen Fällen, wenn sämtliche Fakten geklärt sind», sagte der Jesuiten-Sprecher. So weit sei man noch nicht, da noch nicht mal der Zwischenbericht vorliege.
iwi/ivb/news.de/dpa
Wie war das noch gleich mit der Legende von der Flammenschrift an der Wand, dem berühmten "mene tekel"? GEWOGEN UND ZU LEICHT BEFUNDEN! Das "Weltgericht" soll ja bekanntlich am "jüngsten Tage" stattfinden - und das ist (immer) heute! Den Rest kann jeder aus den Fakten ablesen.
jetzt antwortenKommentar meldenMit der Großmutter in die Kirche,auf die Knie!Gebetbuch immer in der linken Hand,denn die rechte und die Zunge brauchten Platz!Beichte als Kind und nichts zu beichten,so wird Mensch ganz klein gemacht.Angst anerzogen durch Sprache die fremd war-Latein-so wurde Herrschaft ausgeübt! So machen es die "Römer"immernoch katholisch!Und nun der Mixa mit der Verdrängung auf die 68er,übrigens meine Oma mochte nach 8 ordentlich katholisch getauften und erzogenen Kindern den 9ten,meinen Vater,nicht katholisch taufen,er war der erste EVANGELIST,und ich bin stolz auf ihn,weil auch er nicht so verlogen war!Er trat aus und ich sprach das"Vaterunser am Grab".
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