Fr., 25.05.12

Familien 04.02.2010 Immer weniger verheiratete Eltern

Klassische Familie wird seltener (Foto)
Familie bedeutet heute nicht mehr unbedingt, dass leibliche Geschwister mit ihren beiden, verheirateten Eltern leben. Bild: dpa

Klassische Familien werden seltener. Dennoch wachsen immer noch die meisten Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren bei den miteinander verheirateten Eltern auf. Ein Viertel von ihnen lebt in alternativen Lebensformen.

Immer mehr Jugendliche in Deutschland wachsen in alternativen Familienformen auf. Im Gegensatz zu Ehepaaren mit Kindern werden darunter Lebensgemeinschaften mit Kindern sowie alleinerziehende Mütter oder Väter mit Kindern gezählt.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lebten 2008 rund 842.000 der 3,4 Millionen Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren bei Alleinerziehenden oder in Lebensgemeinschaften. 1996 waren es noch 600.000 der damals 3,6 Millionen Jugendlichen.

Nach wie vor wachsen Jugendliche jedoch am häufigsten in traditionellen Familienformen auf. Ehepaare zogen laut Statistik 2008 rund 2,6 Millionen der Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren groß. Das waren 75 Prozent, wie die aktuellen Ergebnisse des Mikrozensus belegen, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.

1996 wurden erstmalig im Mikrozensus die Daten nach dem sogenannten Lebensformenkonzept ausgewertet. Seitdem stieg die Zahl der Jugendlichen, die von alleinerziehenden Müttern und Vätern betreut werden, um 37 Prozent.

Besonders deutlich wuchs seither die Zahl der Jugendlichen bei alleinerziehenden Müttern (plus 42 Prozent). Vergleichsweise gering war der Zuwachs bei Jugendlichen, die bei Vätern lebten (plus 13 Prozent). Insgesamt lebten 2008 knapp 20 Prozent der Jugendlichen bei Alleinerziehenden, während es im April 1996 nur 14 Prozent waren. Die Zahl der Jugendlichen, die in Lebensgemeinschaften aufwuchsen, erhöhte sich seit 1996 um 56 Prozent. Damit betreuten Lebensgemeinschaften 2008 knapp fünf Prozent der Jugendlichen, im April 1996 waren es drei Prozent.

Die Familie umfasst im Mikrozensus alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, das heißt Ehepaare, Lebensgemeinschaften sowie alleinerziehende Mütter und Väter mit ledigen Kindern im Haushalt.

iwi/ham/news.de/ddp
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