Ein Jahr als schönste Frau
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Von Briéla Jahn
Artikel vom 04.02.2010
Manchmal ist Aussehen eben doch alles. Sonst hätte die 21-jährige BWL-Studentin bestimmt nicht der Bundeskanzlerin die Hand geschüttelt. Aber Doris Schmidts ist die Schönste in Deutschland.
Der Valentinstag 2009 hat die Welt von Doris Schmidts auf den Kopf gestellt. Am 14. Februar wurde die 21-Jährige aus Karlsruhe im Europa-Park in Rust aus 22 Mitbewerberinnen zur schönsten Frau Deutschlands gewählt. «Von diesem Zeitpunkt an hat sich mein ganzes Leben verändert«, sagt die Miss nach einem Jahr.
Die gebürtige Rumänin hatte vor ihrer Wahl angefangen, BWL zu studieren. Deshalb hat sie auch nicht gleich alles hingeschmissen, als sie von der Miss Germany Corporation in das «Missen Camp» nach Dubai eingeladen wurde. «Das Camp dient zur Vorbereitung auf die Miss-Wahl, und jedes Mädchen möchte sich dort so gut wie möglich präsentieren.» Doris Schmidts aber musste zwischen Sprachtraining, Knigge-Kurs und Fotoshootings vor allem die Zeit finden, eine Klausur zu schreiben.
Geschafft hat sie das alles, und was nach der Wahl zur Miss Germany 2009 folgte, lässt sie immer noch staunen: Von Fotosessions an fast allen Orten der Erde über Empfänge, Interviews bis zu kleinen Auftritten im Fernsehen. All das hat sie in diesem Jahr gesehen und sogar der mächtigsten Frau Deutschlands, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die Hand geschüttelt. «Sie hat mich sehr beeindruckt», berichtet Doris Schmidts. Sehr nett und überaus intelligent sei die Kanzlerin. Auch Peter Maffay ist die 21-Jährige begegnet. «Er und mein Vater sind im gleichen Ort in Rumänien aufgewachsen. Schon als Kind wollte ich immer den Mann kennenlernen, von dem mein Vater mir schon so viel erzählt hatte.»
Aber wie geht es nach so einem aufregenden Jahr weiter? «Ich kann mir durchaus vorstellen, im Personalwesen oder auch im Marketing einer großen Firma zu arbeiten», meint die 21-Jährige. Im April nimmt sie ihr BWL-Studium an der Uni Heilbronn wieder auf. Bevor sie sich aber die Hörsäle mit Hunderten anderer Studenten teilt und bis spät in der Nacht in der Bibliothek über ihren Büchern sitzt, möchte sie erst einmal ein Praktikum beim ZDF absolvieren. Denn auch in der Medienwelt fühlt sie sich durchaus zu Hause. Zweimal pro Woche moderiert sie künftig das Frühstücksfernsehen beim einem Regionalsender.
Das Jahr als Miss Germany habe die 21-Jährige nicht nur beruflich, sondern auch persönlich einen großen Schritt voran gebracht. Trotzdem möchte sie der nächsten Miss mit auf den Weg geben: «Sich selber immer treubleiben!» Es sei unheimlich wichtig, sich in dem Jahr nicht selbst aus den Augen zu verlieren und am Ende womöglich ohne Zukunftsperspektive dazustehen.
Für die Wahl am 13. Februar drückt sie allen Kandidatinnen die Daumen. Ihre Favoriten bei der kommenden Wahl sei Miss Berlin. «Sie ist nicht nur umwerfend schön, sondern kann sich auch professionell präsentieren.»
iwi/ham/news.de/dpa
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