Fr., 25.05.12

Kernenergie 22.01.2010 Arbeiter in Urananlage verstrahlt

Störfall in Urananlage - Arbeiter verstrahlt (Foto)
Luftbild der Urananreicherungsanlage in Gronau. Bild: dpa

Bei einem Störfall in der Urananreicherungsanlage in Gronau im Münsterland ist ein Arbeiter radioaktiver Strahlung ausgesetzt worden. Die Bevölkerung sei nicht gefährdet, teilte der Betreiber mit. Atomkraftgegner fordern die sofortige Stilllegung der Anlage.

Der Mann sei nach dem Unfall am Donnerstag zur Beobachtung in die Universitätsklinik Münster gekommen, teilte der Betreiber Urenco mit.

Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden. Laut Urenco traten radioaktive Stoffe in der sogenannten Behältervorbereitung der Anlage aus. Die verstrahlte Raumluft sei gefiltert worden und nicht nach außen gedrungen, sagte eine Sprecherin. Die Ursache des Störfalls werde derzeit untersucht.

In der einzigen Anlage dieser Art in Deutschland wird der Ausgangsstoff Uran derart verändert, dass der Stoff in Kernkraftwerken zur Energiegewinnung genutzt werden kann.

Atomkraftgegner forderten die Stilllegung der Gronauer Anlage. Es handele sich um einen der schwersten Störfälle, heißt es in einer Mitteilung des «Aktionsbündnisses Münsterland gegen Atomanlagen». Bei dem ausgetretenen Uranhexafluorid handele es sich um einen äußerst aggressiven Stoff, der bei Berührung mit Luftfeuchtigkeit giftige Flusssäure bilde. Der Körperkontakt könne tödlich sein.

iwe/seh/ivb/news.de/dpa
Kommentar schreiben Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Kommentar  
Ihr Name
Ihre Emailadresse
Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Feld darunter.
'6Ld52csSAAAAAKTxfdwmi0Ay4Tjghi64k3PAcWrj'
Wir empfehlen
Anzeige
Facebook
Twitterbox
Follow Us!
Anzeige