Fr., 25.05.12

Obst und Schwerkraft 18.01.2010 Newtons Apfel geht online

Isaac Newton (Foto)
Isaac Newton kam angeblich auf das Gesetz der Schwerkraft, als er einen Apfel vom Baum fallen sah. Bild: dpa

Bislang schlummerte das brüchige Manuskript zu einer der bekanntesten Anekdoten der Wissenschaftsgeschichte im Archiv. Künftig stehen die Notizen zum «Apfel-Erlebnis» von Isaac Newton online.

Die Details der Anekdote um Isaac Newtons Apfel erfüllen alles, was neugierige Fans  über ihr Genie wissen wollten. Es sind Details, die auch heute noch faszinieren: Wie kam der damals 24-jährige 1666 auf das Gesetz von der universellen Schwerkraft? Auf die Formel, die Apfel und Stein, Mond und Planeten, Milchstraße und alle Galaxien im Universum in ihre Bahnen zwingt? Angeblich entstand alles in einer kurzen Mittagspause, in der ein winziges Ereignis eine Kette von Gedanken in Gang setzte, die die Welt verändern sollten. Und im Zentrum steht, wie schon öfter in der Geschichte der Menschheit, ein Apfel.

Der britische Mathematiker, Physiker und Astronom (1643-1727) hatte oftmals berichtet, dass er zu seiner berühmten Gravitationstheorie inspiriert worden war, als er einen Apfel von einem Baum fallen sah. Die Anekdote ist Teil von Newtons Biografie von William Stukeley, die 1752 veröffentlicht wurde.

Das empfindliche Manuskript wurde bislang in den Archiven der Royal Society aufbewahrt, nun steht es in einem interaktiven Format im Internet. Unter www.royalsociety.org/turning-the-pages können Nutzer Seiten umblättern, vergrößern und drehen. An manchen Stellen erscheinen zusätzliche Kommentare, wie die Royal Society mitteilte.

Der Überlieferung zufolge saß Newton in einem Garten und grübelte vor sich hin, als er den Apfel vom Baum fallen sah. Das führte ihn zu der Frage, warum der Apfel stets senkrecht zur Erde falle. Noch heute steht vor dem Trinity College in Cambridge unter dem Zimmer, in dem Newton einst lebte, ein Apfelbaum, bei dem es sich laut Legende um einen Abkömmling des damaligen Baums handelt.

car/news.de/dpa
Leserkommentare (1) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • ragnaroekr
  • Kommentar 1
  • 19.01.2010 15:20
 

Rührend diese Geschichte. Und so lebensnah. Passt gut zu diesem Henker. Was hat er denn da entdeckt, dieses intrigante Genie? Lang lebe Leibnitz!

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