Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Ein großer Entdecker und große Katastrophen haben die Geschichte Haitis beeinflusst. Heute gehört der Inselstaat, der den westlichen Teil der Karibikinsel Hispaniola umfasst, zu den ärmsten Ländern der westlichen Hemisphäre.
Rund 80 Prozent der haitianischen Bevölkerung leben in Armut. Ihr tägliches Einkommen beträgt meist nicht mehr als zwei US-Dollar. Entsprechend leidet die Bevölkerung unter hohen Lebensmittelpreisen und schlechten Lebensbedingungen. Der bauliche Zustand der meisten Gebäude des Inselstaates, in dem rund neun Millionen Menschen leben, ist ebenfalls schlecht.
Geprägt ist die heutige Karibikrepublik, die im 15. Jahrhundert von Christoph Kolumbus entdeckt wurde und zur Kolonialzeit einer der reichsten Karibikstaaten war, vor allem von Naturkatastrophen, zuletzt aber auch von gewalttätigen Ausschreitungen, die trotz Anwesenheit von UN-Truppen nur schwer einzudämmen sind. Vor allem ausländische Fahrzeuge geraten laut Auswärtigem Amt immer wieder ins Visier. Deshalb gibt es immer wieder Reisewarnungen.
Auch wenn Haiti Karibikstaat ist, touristisch ist das Land wenig erschlossen. Überbevölkerung, Überschwemmungen, Verelendung und schlechte hygienische Verhältnisse bestimmen das Leben. Gesundheitssystem, Wasser- und Energieversorgung funktionieren nur eingeschränkt. Ähnlich sieht es in der Bildung aus. Fast die Hälfte der überwiegend schwarzen Bevölkerung sind Analphabeten.
Zudem wird der Staat immer wieder von schweren Hurrikans heimgesucht, oft mit hohen Opferzahlen. Politisch ist das Land von Krisen geprägt. Staatsstreiche, Diktaturen, Missachtung der Menschenrechte und Korruption bestimmten die Entwicklung.
kat/reu/news.de