Die Tierschutzorganisation Peta will den Geflügelproduzenten Wiesenhof verklagen. Die Vorwürfe sind massiv. Auf einer niedersächsischen Geflügelfarm des Unternehmens sollen Tiere systematisch gequält worden sein.
Grausames Töten von Hühnern durch Genickbruch, Tiertransport mit Verletzungen und Knochenbrüchen: Die Tierrechtsorganisation Peta wirft dem Geflügelproduzenten Wiesenhof massive Tierschutzverstöße bei einem Betrieb im niedersächsischen Twistringen vor. Er werde Strafanzeige gegen Wiesenhof erstatten, sagte der Sprecher von Peta, Edmund Haferbeck, unter Hinweis auf einen am Montagabend geplanten Bericht des ARD-Magazins Report Mainz. Die PHW-Gruppe, zu der Wiesenhof gehört, räumte ein, dass in dem Film tierquälerisches Verhalten zu sehen sei. Das Unternehmen habe aber schon personelle Konsequenzen gezogen, sagte ein Sprecher.
Die Aufnahmen stammen von einer Farm mit rund 25.000 Hühnern und Hähnen. Laut Südwestrundfunk (SWR) zeigen die Bilder unter anderem Angestellte von Wiesenhof, wie sie Hühner ohne Grund treten, schlagen und brutal in Transportkisten schleudern. Auf anderen Aufnahmen sei zu sehen, wie Hühner am Hals gepackt und mehrere Meter weit gegen Wände geworfen wurden. Arbeiter hätten Transportkisten voll mit Hühnern aus großer Höhe auf einen Lastwagen geworfen.
Tierarzt Rupert Ebner sagte dem Magazin: «Da wird den Tieren massiv Schaden zugefügt. Sie brechen sich die Knochen, werden dann in diesen Käfigen mit gebrochenen Knochen transportiert. Das ist absolut illegal und ganz eindeutig ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.»
«Das Material ist schockierend», sagte der PHW-Sprecher. Die dokumentierten Verstöße gegen den Tierschutz seien «absolut inakzeptabel». Das Unternehmen habe inzwischen personelle Konsequenzen bei den Hauptverantwortlichen gezogen und arbeite mit den für die Verladung verantwortlichen Fremdfirmen nicht mehr zusammen. Auch die Kontrollen auf den Betrieben sollten verstärkt werden.
Der Vertrag mit dem Pächter der betreffenden Farm bestehe seit November 2009 nicht mehr. PHW werde aber Strafanzeige gegen den verantwortlichen Farmleiter stellen, sagte der Sprecher. Dieser sei laut Vertrag mit Wiesenhof zur Einhaltung der Tierschutzbestimmungen verpflichtet gewesen und hätte das Unternehmen und den Amtstierarzt informieren müssen. Peta selber hat anlässlich der Strafanzeige gegen Wiesenhof für Dienstag zu einer Pressekonferenz nach Osnabrück eingeladen.
ruk/mac/news.de/dpa/ap
Ich bleibe dabei:Was auch immer,der Mensch ist das größte Schwein auf Gottes Erden!Schade,aber es wird sich daran leider auch nichts mehr ändern.
jetzt antwortenKommentar meldenich bin erschüttert, ich habe den bericht auch gesehen.ich selbst bin von beruf geflügelzüchterin und habe auch in solchen anlagen gearbeitet aber tiere so zu schlagen und in die kisten zu werfen vor dem transport in den schlachthof ist unmenschlich. aber so ist das in der heutigen zeit nur geld zählt die mittel dazu sind egal. zu hause sietzen etliche gute gelernte leute die auch wissen wie man mit den tieren umzugehen hat .die haben es gelernt und was macht man man holt sich billige leute .nur geld die herren von der geflügelmafia , es gibt ja nicht so viele davon sollen sich schämen .
jetzt antwortenKommentar meldenNach den Skandalen um BSE und MKS stieg die Nachfrage an Geflügelfleisch stetig an. Insbesondere das »Hähnchen« zählt bei den Deutschen zu den beliebtesten Fleischgerichten. Dabei ist statistisch gesehen nur jedes zweite »Hähnchen« auch tatsächlich ein »Hähnchen«, denn es werden männliche und weibliche Hühner gemästet und die Schlachtung erfolgt vor der Geschlechtsreife der Tiere, im Fachjargon spricht man daher auch von der so genannten Hühnermast. Den Tieren wird lediglich eine Lebenszeit von vier Wochen zugestanden, die sie auf einem Quadratmeter mit bis zu 25 Artgenossen absitzen.
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