So., 12.02.12

Büro-Outfits Kleider machen Karriereleute

Von news.de-Redakteurin Nadine Kotré

Artikel vom 29.12.2009

Was ziehe ich heute an? Eine Frage, die Frauen wie Männer in den Wahnsinn treiben kann. Doch um so schlimmer ist es, wenn man bestimmte Regeln beachten muss. Besonders im Büro.

Es gibt Branchen, deren täglich Brot die Kreativität ist. Diese darf dann auch gern in der Kleidung ausgelebt werden. Anders ist es hingegen in klassischen Bürojobs wie dem Bank- oder Versicherungwesen. Hier heißt es Regeln zu beachten, um nicht unangenehm aufzufallen.

Auch wenn Sie Miniröcke lieben, in fast allen Büros sind sie unerwünscht. Doch wo fängt Mini an und hört angemessen auf? Als Faustregel gilt: Endet der Rock eine Handbreite über dem Knie, ist es ein Minirock.

Als seriöse wie modische Alternative bietet sich ein Bleistiftrock an. Diese sind knielang, durch die schlichte Form seriös und elegant – und auch wenn es die schmale Silhouette nicht unbedingt vermuten lässt, sehr figurschmeichelnd.

Ein weiterer Punkt, den Frauen immer wieder unterschätzen ist die Tiefe ihres Dekolletés. Auch wenn die Figur durchaus einlädt, sie zu betonen, sollte das nicht in Form eines XXL-Ausschnitts geschehen. Allerdings sollte man sich auch nicht unter Schichten von Kleidung verstecken. Eine tailliert geschnittene Bluse, ein figurbetontes Strickkleid oder ein schlichtes Top mit Blazer sind modisch und stilvoll.

Kleidung = Kompetenz?

Denn über eines sollten sich Frauen klar sein: So antiquiert es scheint, auch heute noch zieht man Rückschlüsse von der Kleidung auf die Kompetenzen. Nicht nur auf Form und Schnitt, sondern auch auf die Farben wird dabei geschaut. Rosa, so heißt es beispielsweise, gilt als dermaßen feminin, dass man in dieser Farbe keine Karriere machen kann. Mit Schwarz, Weiß oder Grau hat man angeblich bessere Chancen. Wem das allerdings zu langweilig ist, der kann sein Outfit mit einem Accessoire wie einem Tuch oder einer Kette in einer kräftigeren Farbe auf die Sprünge helfen.

Bleiben wir gleich bei Farbe, konzentrieren uns aber nicht auf die Kleidung, sondern auf das Gesicht. Und da heißt es ganz klar: Weniger ist mehr! Leuchtend rote Lippen und dazu Smokey Eyes? Für die Afterparty vielleicht, in den meisten Unternehmen ist das als Alltags-Make-up jedoch zu viel. Auch wenn rote Lippen seit einigen Jahren ein Revival feiern, im Büro sind sie nicht alltagstauglich.

Stattdessen sollte man lieber auf Lipgloss oder zarte Rosétöne setzen. Und immer die Regel beherzigen: Entweder Augen oder Lippen betonen, nicht beides gleichzeitig. Denn diese Regel hat auch außerhalb des Büros Bestand.

Neben dem Make-up sollte man auf alle Dinge achten, die zu einem gepflegten Gesamtbild gehören. Eine Brille, die gerade sitzt und regelmäßig geputzt wird, gehört ebenso dazu wie saubere Fingernägel.

Was Piercings angeht, ist noch immer nicht die Zeit gekommen, da sie zigfach im Gesicht getragen werden können. Wer Piercings in Lippe, Nase oder Augenbraue trägt, wird selten herumkommen, sich von ihnen zu verabschieden. Piercings-Fans sollten nicht den Kopf hängen lassen und sich auf die Körperteile konzentrieren, die weniger offensichtlich sind.

Auch Männer begehen Modesünden

Auch wenn sie es vielleicht nicht gerne hören, aber Männer haben es bei der Kleiderwahl deutlich einfacher als Frauen. Eine Stoffhose, ein Hemd und eine Krawatte und schon ist das Büro-Outfit komplett. Aber auch Männer geben oftmals dem Drang nach, ihre modische Seite zu präsentieren. Oftmals endet das in buntgemusterten Krawatten. Wenn schon Farbe dann doch bitte uni. Und gerade bei Anzügen gilt: Qualität zahlt sich aus. Investieren Sie also lieber in fünf gute Anzüge als in zehn mittelmäßige.

All denen, die neu in einem Unternehmen sind oder die Kleidervorschriften noch nicht wirklich kennen, sei der Tipp gegeben, zum Anfang auf Nummer sicher zu gehen und sich zurückhaltender zu kleiden. Ob und welche Regeln es in Ihrem Unternehmen gibt, erkennen Sie, wenn Sie sich ihre Kollegen genauer ansehen. Tragen diese keine oder nur unregelmäßig Krawatten sind diese nicht obligatorisch. Trägt die Kollegin Minirock und weder die Kollegen lästern, noch wird sie vom Chef zum Gespräch zitiert, ist der Minirock in Ihrem Unternehmen wohl nicht verpönnt. Ob auch Sie ihn tragen wollen, ist dann schlußendlich eigentlich nur noch Ihre Entscheidung. 

kat/news.de
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Leserkommentare (1)
  • Kommentar: 1
  • 30.12.2009 19:12
von
Elster

Habe in meinem Beruf immer moderne Kleidung getragen . Ob es dem Chef paßte oder nicht . Die Mode der heißen Höschen ,Minnirock , Jeans u.s.w. machte ich mit . Na ,einige Kolleginnen waren sehr da gegen meine Person . Ich konnte es tragen ,aber die die Nase rümpften nicht . Was ich trage ,dies geht keinen Menschen was an ,ich muß mich wohl fühlen .Bin halt so .

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