Fr., 25.05.12

Das Büro 29.12.2009 Unsicherheit weglächeln

Das Büro (Foto)
Der Arbeitsplatz im Büro wird manchmal zum Spießrutenlauf. Wer ein paar Regeln beachtet, fällt aber nicht unangenehm auf. Bild: ddp

Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann

Der Flur, die Teeküche, das stille Örtchen - eigentlich sind das alles unverfängliche Räume. Doch wer in einem Büro arbeitet, kann genau dort unangenehm auffallen. Wie Sie es besser machen, verrät news.de.

Ob kleine oder große Firma: Wer in einem Büro arbeitet, läuft immer Gefahr, sich zu blamieren. Das fängt schon damit an, dass viele nicht wissen, wie man fremden Personen oder den Kollegen auf dem Flur am besten begegnet.

Mit einem freundlichen Lächen und einem höflichen «Guten Morgen» oder «Guten Tag» sind Unsichere immer auf der sicheren Seite. Wichtig ist es aber auch, auf Rituale in der Firma zu achten. Begrüßt man sich nur morgens oder auch wenn man aus der Mittagspause zurückkehrt? Da hilft nur: Augen auf, beobachten und nachmachen.

Laufen einem verschiedene Kollegen häufiger über den Weg, kann ein Lächeln oder Nicken genügen. Doch eines geht gar nicht: ignorieren.

Im Meeting oder bei einem Geschäftstermin mit potenziellen Kunden sind Lächeln und Begrüßungsfloseln ebenfalls angebracht. Hier sollte aber auch der eigene Name und die Firmenposition mit genannt werden. Die Falle: Sollen erst die Frauen und dann die Männer begrüßt werden. Strebt man direkt auf die Leute zu, die man kennt? Oder wird zunächst dem Ranghöheren und dann allen anderen die Hand gereicht?

Letztere Frage erübrigt sich bei genauerem Nachdenken. Denn in einer Gruppe, die - zum Teil - nicht bekannt ist, lässt sich meist auf den ersten Blick nicht erkennen, wer den höheren Posten inne hat. Deshalb sind bekannte Gesichter die beste Wahl. Auf die sollte man allerdings nicht zustürmen. Ein gemessener Schritt, ein Lächeln und die höflich gereichte Hand hinterlassen keinen schlechten Eindruck.

Wer hingegen selbst der oder die Neue ist, startet besser keine Offensive. Um nicht gleich vom ersten Tag an einen schlechten Ruf zu haben, ist eine Führung durch die Abteilungen und Vorstellung durch den Chef oder einen Vorgesetzen der sichere Weg.

Doch ob neuer oder Bestandskollege: Alle Arbeit fordert ihren Tribut und macht hungrig. Im Mittagessen aber versteckt sich im Büro eine weitere Unsicherheit. Wo isst man, ohne dabei unangenehm aufzufallen. Gibt es im Unternehmen eine Kantine, sollte die Wahl darauf fallen. Doch was wenn es nicht einmal einen Pausenraum gibt?

Manche Firmen sagen im Arbeitsvertrag klar: Essen am Arbeitsplatz ist nicht erlaubt. Andere hüllen sich in Schweigen. Dann sollten Beschäftigte darauf achten, was bei den Kollegen gängige Praxis ist. Wird am Schreibtisch gegessen, sollten Nahrungsmittel tabu sein, die unangenehme Gerüche verbreiten und so die Kollegen verärgern könnten.

Das aber sind nicht die einzigen Düfte, die übel aufstoßen können. Parfumwolken sind mindestens ebenso unangebracht wie Knoblauchfahnen. Wer nicht mit übertriebenen Wohlgeruch unangenehm auffallen will, sollte zu dezenten, leichten Duftnoten greifen und diese sparsam auftragen.

Ein Apparat mit Tücken ist derweil das Telefon. Selbst in Firmen, in denen das «Du» üblich und der Name des üblichen Ansprechpartners unter dieser Nummer eingeblendet wird, kann ein: «Na, fertig mit der Raucherpause?» übel aufstoßen. Nicht immer ist auch tatsächlich der am anderen Ende der Leitung, der im Display eingeblendet wird.

Bevor Angerufene ein «Hallo Müller» über den Äther schicken, sollten sie besser den eigenen Namen nennen. So reagiert auch der Anrufer zunächst, in dem er seinen Namen sagt. So lassen sich Verwechselungen vermeiden und gehen auch nicht nach hinten los.

Auch wenn Sie über das eigene Handy nicht verboten sind. Private Telefonate im Büro sollten - so sie sich nicht vermeiden lassen - möglichst an einem Rückzugsort führen. Dafür sind aber weder der Flur noch die Teeküche geeignet, zudem ist die Toilette tabu.

Apropos Toilette. Wer dort auf den Chef oder die Chefin trifft, behält die Hände auf jeden Fall bei sich. Grüßen mit Worten ist dagegen erlaubt und auch nicht peinlich. Small Talk ist hier übrigens ebenfalls nicht angebracht.

kat/news.de
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